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Dr. h.c. Willi Studer

diesen Ehren-Doktor-Titel der technischen Wissenschaften wurde Willi Studer 1978 von der ETH (Eidgenössisch Technische Hochschule Schweiz) erteilt. Auch von ausländischen Instituten erhielt er mehrere Auszeichnungen für seine hervorragenden Leistungen.

 

Ganz bestimmt war ER ein aussergewöhnlicher Zeitgenosse mit unglaublichen Fähigkeiten. Menschen wie ihn trifft man nicht alle Tage. Und doch muss man ehrlicherweise auch sagen dass ER trotz seinem Drang nach Perfektion weder allmächtig noch unfehlbar war. 

Persönlich habe ich ihn empfunden als hoch anständig und zuvorkommend. Aber ich denke, in manchen Situationen war er sicher auch eigenwillig und bestimmend. Aber ohne diese Eigenschaften hätte er wohl nie das erreicht was er tatsächlich geschaffen hat.

 

Der Weg zur Digitalisierung

Lange sträubte sich Willi Studer denn seiner Ansicht nach waren analoge Bandmaschinen unverzichtbar... und würden sich auch in Zukunft - wenn auch parallel zur Digitaltechnik - behaupten können.

Anmerkung: ..in gewissem Sinne hatte er sogar Recht wenn man bedenkt wie viele seiner analogen Studiomaschinen heute im 21. Jahrhundert immer noch - oder wieder - revidiert in Stand gesetzt zum Einsatz kommen.

Und dennoch beharrte er wahrscheinlich zu lange auf seinem Standpunkt dass die Digitaltechnik analoge Einrichtungen nicht so schnell ersetzen würden wie allbemein angenommen wurde. 

Aber um mit einem so grossen Unternehmen immer vorne dabei zu sein musste man die modernsten Produkte anbieten - wie das STUDER-REVOX mit den analogen Geräten seit Jahren sehr wohl gelungen ist. 

 

Es kann nicht sein dass Willi Studer von allem was zum Thema Digitalrecorder in der Welt geschah keine Ahnung hatte... unmöglich, bestimmt hat er sich Gedanken gemacht.

Oder ist es Willi Studer tatsächlich entgangen dass bereits im Jahre 1968 die Japanische NHK Broadcasting Corporation einen ersten Professinal PCM Tape Recorder in Betrieb nahm ...der 1972 von der Firma DENON weiterentwickelt wurde. Unter Verwendung eines professionellen 2-zoll Quadruplex Videorecorders als Speichemedium wurden analoge Schallplatten produziert.

Ebenfalls 1968 entwickelte Thomas Stockham in den USA für die Firma Honeywell einen

16 Spur Digital Tape Recorder. 

Eigentlich unmöglich dass dies alles an Willi Studer kennnislos vorbei gegangen sein soll.?

 

Es muss zu Beginn der 1980er Jahre gewesen sein als bei STUDER ein erstes Modell eines Professionellen Studio Digital Recorders entstand mit der Modellbezeichnung D808.

Ein Gerät von dem kaum Infos zu finden sind, von dem es wie ich später von einem Insider erfahren habe nur ca. 6 Prototypen gegeben haben soll.

( Meine von ihm erhaltenen Fotos des D808 wurden bei einem Brand 2001 beschädigt)

Studer der sich immer weigerte Lizenzen auszugeben unterzeichnete 1980 einen Vertrag zum Bau der STUDER B67 in Bombay Indien. 1983 im Alter von 71 Jahren entschloss er sich in Japan und Singapur je eine Tochtergesellschaft zu eröffnen. Diese beiden "Filialen" konnten sich gut am Markt halten, nicht zuletzt durch die neu entwickelte Studiomaschine vom Typ STUDER A810. Ebenso war auch die Marke Revox unter anderem mit dem neuen Cassetten Deck ab 1981 auch in der asiatischen Region erfolgreich.

Sowohl STUDER wie auch REVOX waren zwischen 1980 und 1990 weltweit mit unzähligen Geräten erfolgreich am Markt vertreten. 

 

1986 ..STUDER D820X DASH 

Etwas spät aber besser als nie, wurde 1986 der erste voll digitale Studio Tape Recorder D820X präsentiert. Digitale Signalverarbeitung, digitale Speicherung auf Band.

Kurios: dieses Gerät wurde von STUDER gemeinsam mit SONY entwickelt. Willi muss also gewusst haben was wirklich läuft... und auf welchem technischen Stand SONY zu dieser Zeit war.

Ableitend könnte man sagen... ER hätte wissen müssen ( oder wusste er es ? ) dass SONY der Beste Partner wäre für die Übernahme seines Konzerns.

 

 

 

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