Was ist CB Funk... warum heisst es CB Funk ?

Der Begriff kommt aus Amerika. CB heisst im Englischen Cititzen Band ...das wiederum kann man mit dem Begriff Bürgerband übersetzen... also auch Bürgerfunk, wobei die Kurzbezeichnung CB weltweit zum Begriff geworden ist.

CB Funk liegt im 27MHz Kurzwellen Bereich was einer Wellenlänge von 11m entspricht, weshalb man gelegentlich auch vom 11m Funk spricht.

Es geht beim CB Funk also darum, dass "normale Bürger" ohne technische Kenntnisse und ohne Lizenz mit Funkgeräten gegenseitig in Kontakt treten und kommunizieren können.

 

In unserer digitalen Welt existiert CB Funk zwar immer noch, ist jedoch kaum noch von Bedeutung, da heute beinahe jedes Kind ein Smartphone mit sich trägt.

 

CB Funk kommt ursprünglich aus Amerika und wurde dort im Jahre 1960 offiziell eingeführt. CB Funkstationen gab es in den USA bereits ab ca. 1950, meist von Amateurfunkern betrieben und genutzt.

Schnell wurde CB auch die allgemeine Funkverbindung unter den Amerikanischen Lastwagenfahrern (Trucker) und alsbald wurde die Nutzung ausgedehnt auf Rettungsdienste, Feuerwehren usw. und dann 1960 für die Allgemeinheit frei gegeben wo auch der Begriff Bürgefunk (CB) weltweit in Erscheinung trat.

 

In der Schweiz gab es - so weit mir bekannt - ab dem Jahre 1965/66 erste CB Geräte vorhanden und auch ich hatte 1966 bereits 2 Stück. Viele dieser Geräte - wie auch meine - wurden direkt aus den USA importiert. Oft waren es Piloten und Flugpersonal der Swissair, die allerlei elektronik Geräte - die es in Europa offiziell noch nicht gab - aus den USA mitbrachten. Mit etwas Glück kannte man jemanden der diese Importe tätigte, ich hatte das Glück.

 

CB Lizenzen oder Bewilligungen existierten in der Schweiz zu dieser Zeit (noch) keine. Die Geräte die benutzt wurden kamen aus USA und Japan. Lange war alles gut und niemand störte sich daran.

 

Es muss damals bereits in ganz Europa vereinzelt CB Funker gegeben haben. Jedenfalls hatte ich schon ab dem Jahr 1966 mit 2 CB Funkern in Frankreich und Deutschland QSO's geführt und mit anderen in Deutschland, Oesterreich und eine Hand voll Verbindungen hatte ich nach Schweden, Norwegen, Dänemark.  Etwas später kamen plötzlich - nachdem sie sich trauten - auch einige aus der Schweiz hinzu...

...es gab damals echt superschöne Kontakte, immer wenn ich auf "meinem" Hügel 1000 m.ü.m. meine CQ Rufe in den Äther sausen liess.

 

Mein erstes QSO auf dem 11m Band lief 1966 mit einer Station in Neumünster Nähe Kiel in Norddeutschland. (nahe der Dänischen Grenze) Distanz war ca. 700 Km Luftlinie... mit meiner 23 Kanal/5 Watt Lafayette Handfunke an der Motorradbatterie... an einem Sonntag Abend um 21.10h.

Ab dem Jahre 1968 nahmen die CB Funker rasant zu. Alle waren angeblich Piraten... aber es gab in Europa eben damals noch gar keine Gesetze die den CB Funk regelten.

 

Die meisten CB-Funker/Innen hatten damals amerikanische Funkgeräte von Lafayette, verbreitet waren auch  Zodiac und Sommerkamp (alle made in Japan). Für einige Leute waren wir illegale Funkpiraten, für andere sogar Gesetztesbrecher... aber wieso ?... es gab ja noch gar kein Gesetz das man hätte brechen können. Es war ja niemand da der Lizenzen vergab (?) ...also war für uns unser Hobby auch nicht illegal.

 

In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre kam ich als Schüler der Oberklasse erstmals mit dem Thema CB Funk in Kontakt. Der seit den 1960er Jahren in Amerika bereits stark verbreitete Jedermannsfunk wurde in englischen Fachzeitschriften aus USA und UK angepriesen (die mir ein befreundeter Amateurfunker zum lesen überliess). Da alle diese Magazine in englisch geschrieben waren macht ich mich früh daran die Informationen zu verstehen. Das war nur wenige Jahre nachdem mich der Elektronik-Virus gepackt hatte.

 

Zu dieser Zeit baute ich zum Eigengebrauch meinen ersten Kurzwellen Empfänger mit dem ich die Amateurfunker abhören konnte. Der Frequenzbereich reichte bis über 30 MHz.. also war das 11m CB-Band mit eingeschlossen.

Da ich Anfänglich das Englisch der Amateurfunker schlecht verstand suchte ich das 11m Band ab, in der Hoffnung, Deutsch sprechende Funker zu entdecken. Mein Empfänger war in diesem Bereich leider nicht so empfindlich und die Trennschärfe schwach so dass ich die plötzlich entdeckten CB Funker nur unsauber empfangen konnte. Zudem war meine Antenne für andere KW Bänder aber noch nicht wirklich auf 11m angebasst. - Also musste das Gerät verbessert werden.

 

Der befreundete Amateurfunker zeigte mir wo noch Verbesserungen angebracht waren. Gesagt getan und ab jetzt waren alle Kanäle im CB Bereich klar und deutlich zu empfangen.

Wie erwähnt hatte ich das Glück, einen Swissair Piloten zu kennen, der mir die Geräte aus den USA mitbrachte. Die kosteten nur wenig etwa 1/4 von dem was ich hier in der Schweiz hätte bezahlen müssen.

So entdeckte ich ab 1966/67 für einige Jahre ein für mich sehr interessantes Hobby welches ich vorwiegend an Wochenenden ausübte.

 

1973 wurde in der Schweiz der CB Funk offiziell zugelassen...

                                 wie wir uns freuten...

Die ersten CB Lizenzen in der Schweiz wurden 1973 durch die PTT vergeben. (Post- Telephon und Telegraphengesellschaft/ heute BAKOM).

 

Die ersten Jahre war das Ganze ein totales Hick-Hack. Es schien als wär der Begriff Zuständigkeit bei der PTT ein Fremdwort. Keiner wusste wirklich Bescheid. Obwohl alle gleich viel zu bezahlen hatten waren die Vorschriften und Bedingungen nicht für alle gleich und zudem abhängig vom Zeitpunkt wann man den Lizenzantrag eingereicht hatte, weil die PTT in kurzen Abständen immer wieder die Vorschriften änderte.

1973 wurden zu Beginn 5 Watt Sendeleistung (AM) und 28 Kanäle bewilligt.    Die Freude war von kurzer Dauer...

denn bereits vier Monate danach wurden diese Regeln von der damals zuständigen PTT verworfen und die ganze CB Funkerei auf nur noch 12 Kanäle und lausige 100mWatt Sendeleistung reduziert.

 

DAS KANNS JA NICHT SEIN...DOCH DAS WARS WIRKLICH... jedenfalls für einige Zeit.

 

Zeitweise warenn wieder nur Geräte mit 6 Kanälen und 0.5 Watt Leistung erlaubt. Dann plötzlich 12 Kanäle und 100mW.

Alle Geräte hatten AM (Amplitudenmodulation).

Zwischendurch waren 23 Kanäle erlaubt und 4 Watt ERP ...dann auch mal 40 Kanäle und 4 Watt ERP.

Eine kurze Zeit konnte man sogar - als absolute Spezialität in Europa - eine Lizenz für Geräte mit SSB Modulation erwerben. So eine habe ich mir auch geholt.

Jahre später wurde für CB Geräte die Modulationsart FM (Frequenz-modulation) eingeführt.

 

So gehörte ich ab 1966 bis Anfang der 1980er Jahre zu der weltweiten Gemeinschaft der ernsthaften CB-Funker.

 

Im Bild rechts eine meiner QSL Karten fürs CB Band, die ich selber entwarf - die man an andere Stationen verschickte, nach einem ersten Funkkontakt. Die QSL Karten wurden als Verbindungsnachweis von Funkern gesammelt.

 

Mein generelles Interesse für die Funkerei begann 1965 als ich von einem Funkamateur die ersten Elektronikzeitschriften aus USA und England zu lesen bekam. Wie oben bechrieben war ich alsdann ab 1966 ab dem Übertritt in die Berufsschule als CB Funker aktiv, mit einem Lafayette Mobilfunkgerät aus USA und einer Motorradbatterie in der Sporttasche hinten auf dem Mofa.

Später kamen Geräte von Tokai, Sommerkamp und eine Basis Station Teaberry Stalker XX hinzu. Diese sehr gute Maschine konnte auch an 12Volt und somit im Auto betrieben werden.

Eine super präzise Sommerkamp TS-788DX Mobilstation war die feinste Errungenschaft die mir im CB Band je zur Verfügung stand. Auch das komplette 10m Band war verfügbar inkl. SSB, womit ich viele schöne Kontakte mit Brasilien fahren konnte.

 

Auch mit CB Funkgeräten konnte man zeitweise riesige Distanzen überbrücken. Zum einen stören zeitweise die periodischen Sonnenfleckenmaxima die CB Frequenzen empfindlich. Ein Zyklus dauert 11 Jahre. Dann ist der Aufbau von Lokalverbindungen stark erschwert... wogegen Verbindungen von Tausenden Km Distanz möglich werden, so z.B. meine erwähnten Verbindungen mit Brasilien etc.

 

Störungen der TV Kanäle waren vorprogrammiert wenn die Antenne am Gerät falsch oder überhaupt nich angepasst war (schlechtes SWR).

Die dabei ausgestrahlten Oberwellen waren dann die Übeltäter. Eine Oberwelle im 27MHz Bereich liegt auf 54MHz und "konnte" die damaligen analogen TV Geräte empfindlich stören.

Das selbe konnte passieren wenn "Unkundige Besserwisser" an ihrem Funkgerät einen Leistungsverstärker, einen sog. Nachbrenner zwischen Sender und Antenne einschlauften... was streng verboten war.

Störungen auf der 5. Oberwelle z.B. liegen im Flugfunkbereich und können hier bereits gefährlich werden.

Jahre später wurden immer mehr TV Kabelanlagen erstellt was dieses Problem verringerte.

Für CB Geräte wurde später FM (Frequenz-Modulation) eingeführt womit Störungen an Radio und TV Geräten weitgehend eliminiert oder zumindest stark eingedämmt wurden.

 

Mich interessierten immer nur die technischen Aspekte des Funkwesens und so war ich selbstverständlich jederzeit auch nur an sauberen Funkverbindungen und an sauberer Arbeitsweise auf den Funkfrequenzen interessiert.

Nicht abstreiten will ich, dass ich mich bis Ende der 1970er Jahre auch auf den Amateurfunk Bändern aufgehalten habe... und weil die Amateur Sende-Lizenz fehlte war ich "zugegeben" auf diesen Bändern eben als 'Funk Pirat' unterwegs - wie einige andere Kollegen auch - aber immer sauber und fair so dass ich nie aufgefallen bin, wozu ich auch nie Anlass gab.

 

Aus Büchern lernte ich zuerst die Grundregeln des Amateurfunks und absolvierte 1971 die Amateurfunk Ausbildung via Fernkurs, weil ich in der Berufsausbildung steckte und tagsüber für den Fernkurs keine Zeit hatte. Leider hab ich dieses Vorhaben trotz guter Noten kurz vor der Abschlussprüfung abgebrochen, was ich ewig bereue.

Damals wohnte ich als junger Kerl noch im Elternhaus und es gab dauernd Streit im Familienkreis wegen diesem Hobby, da ich mich angeblich für das falsche ereiferte. Nach ihrer Ansicht hätte ich vollamtlicher Prediger werden sollen... so ein Mist... sorry.

Da merkt man erst wer wirklich ein Freund ist ... ein Sprichwort sagt: Ein Freund ist der, der alles über dich weiss und dich trotzdem liebt!

Der Druck der Familie und deren "Freunden" war enorm. Aus  beinaher Verzweiflung (auch wenn das jetzt echt doof klingt) habe ich das Ganze hingeworfen. Prediger bin ich trotzdem nicht geworden... und habe mich später von dem Religionsgesülze losgesagt. Die Familie hat sich deshalb von mir abgewandt und den Kontakt abgebrochen, alle "Freunde" (haha) haben sich entfernt, seit 30 Jahren reden die nicht mehr mit mir.

 

Nun hatte ich auch keinen Anspruch mehr auf die Amateurfunk-Lizenz. So habe ich mich trotz fehlender Lizenz (jaaa, illegal) auf den Amateurfunk-Frequenzen (mit einem erfundenen nicht existierenden Rufzeichen) bewegt und zu jeder Zeit nur saubere Funkverbindungen mit dem Ausland geführt, wie es sich gehört nach Vorbild des Amateurfunkers, dem ich oft bei seinen QSO's genau zugehört habe. (Er hatte nie Kenntnis von meinen Aktivität auf den Amateurbändern und hätte das wahrscheinlich so auch nicht gut geheissen.)

 

Hinweis für Funk-Anfänger

NIE habe ich an einem CB Gerät einen zusätzliche Endverstärker benutzt. Trotzdem gelangen mir Verbindungen über viele Tausend Kilometer Distanz. Saubere Geräte und absolut optimal abgestimmte und angepasste Antennen sind das A+O.... dann noch der richtige Zeitpunkt, Geduld und etwas Glück.

 

 

CB-Funkwagen Plymouth Fury III Station Wagon Bj. 1966

...meine rollende Funkstation

1971 hab ich meinen Plymouth Station Wagon gekauft und zu einer rollenden Funkstation umgebaut. Wenige Km von meinem Wohnort hatte ich auf einem Hügel etwa 1000 m.ü.m. meinen Stammplatz. Von dort kann man in alle vier Himmelsrichtungen sehen, ohne Hindernisse... bis weit nach Deutschland, Frankreich, Oesterreich usw. ...absolut ideal für Funkverbindungen.

Gut eingerichtet und mit Speis und Trank versorgt hielt man es Stunden- und Nächtelang aus. So konnte ich mit meiner mobilen Anlage ohne aufzufallen viele schöne Verbindungen fahren, meist in sehr guter Qualität, bei guten atmosphärischen Verhältnissen auch bis Afrika, USA, Brasilien etc... ein spannendes und tolles Erlebnis.

 

In der Mitte hinter der Vorderbank hatte ich eine Halterung für den ausfahrbaren Alu-Teleskopmasten angebracht, an dem ich eine Drehbare Mehrelement Funkantenne montieren konnte. (die lag immer im riesigen Kofferraum). Mein spezielles Klappsystem erlaubte eine Inbetriebnahme innert 10 Minuten. 

 

Die Antennen wurden jeweils auf einem Hügel durch das ein wenig geöffnete Schiebedach am Teleskop Masten etwa 4m übers Auto ausgefahren und bei Wind mit Drahtseilen wie ein Zelt am Boden verankert. Bei Regen verhinderte eine speziell angefertigte Plane das Eindringen von Regenwasser durchs offene Dach. Mit dieser Ausrüstung liessen sich Stunden und Nächte lang super Verbindungen auf allen Bändern herstellen.

 

Auch CB Verbindungen waren in ganz Europa bis in die hintersten Ecken möglich. Ob in der Schweiz, Deutschland oder Oesterreich. Sonntags waren die CB Girls & Boys immer unterwegs und so lotste ich sie oft - manchmal mitten in der Nacht - zu mir auf den Hügel wo ich mich gerade befand. Eine mobile Küche befand sich im Kofferraum. An Ort und Stelle wurde gekocht und gegrillt, gequatscht und gelacht. Das war eine super Zeit.

Leider wurden die wenigen vorhandenen Fotos, Erinnerungen dieser Zeit, beim Grossbrand 2001 zerstört, wo auch alle meine rund 6000 gesammelten Elektronik und Hifi Geräte inkl. ca. 200 CB Geräte und vieles mehr ums Leben kamen.

Einige Jahre hatte ich diesen Plymouth V8... mit nachträglich eingebautem Schiebedach. (hier noch ohne)

Mobile Funkstation + Freizeitauto.

Wegen seiner Grösse war er dazu gut geeignet.  Hinter dem Armaturenbrett durch eine Spezial Vorrichtung rasch zugänglich befanden sich zwei Amateurfunk Geräte, eines für Kurzwelle und ein zweites für das 2m Band. 

 

Beide Geräte waren legal für Amateurfunk zugelassen... aber ich ohne Lizenz. War Gefahr in Verzug oder bei nahender Kontrolle durch weisse Mäuse, (bei uns waren sie schwarz mit weissen Streifen) konnte in sekundenschnelle der in der selbstgebauten Mittelkonsole eingebaute Kurzwellenempfänger an die Antenne gekoppelt werden. Hören war erlaubt, kein Problem... und der Polizeifunk-Scanner blieb stumm in der Mittelkonsole gut verpackt.

Die Mittelkonsole habe ich selber gefertigt, mit Teppich belegt und genau an den Wagen angepasst. Das ging einwandfrei denn der Wagen hatte Lenkrad Schaltung und niemandem ist je aufgefallen dass die Konsole - unter der ich alle Kabel und Geräte verstecken konnte - nicht original ist. 

Zu jeder Zeit habe ich mich sauber und korrekt auf den Funkbändern verhalten. Dadurch bin ich auch auf den Amateurbändern nie aufgefallen, was mein stetiges Anliegen war.

Eine saubere Arbeitsweise auf den Funkbändern war mir immer ein grosses Anliegen und genauso eine Selbstverständlichkeit.

 

 

Das kleine ZODIAC M-2202 aus den 1970er Jahren war ein handliches und beliebtes Gerät auch für Funkerinnen, es bot 22 digital wählbare Kanäle Modulationsart AM/FM und 0.5 Watt Sendeleistung.

 

SWISS CB MK-III

Unter dem Armaturenbrett war sichtbar ein in der Schweiz zugelassenes CB Gerät montiert. Das letzte Modell das ich besass war dieses - qualitativ recht gute - aber schwächliche 0,5 Watt 22 Kanal Gerät hier auf dem Bild.

 

Es war baugleich mit einem Gerät der Marke UNIDEN, bloss hatten diese 4W Leistung und die geschrumpfte Swiss PTT Version bloss 0.5 Watt.

Importiert wurden die meisten dieser Geräte und viele andere von UNIDEN und PRESIDENT von der damaligen im CB Bereich sehr aktiven Firma JTI Jacob Trading International in Othmarsingen.

 

Offiziell zugelassene CB-Geräte gab es nicht immer. Einige Jahre waren wir in der Schweiz gezwungen, auf Grund der Haltung der damaligen PTT (Post Telefon & Telegrafengesellschaft) "illegale" Geräte zu benutzen... bis die PTT Betriebe (heute BACOM Bundesamt für Communication) 1973 endlich sog. von ihnen geprüfte und zugelassene Geräte" offiziell bewilligten. (Das war alles nur Geldmacherei wie das weitere Vorgehen der PTT zeigte)

 

Auch nach Zulassung PTT geprüfter CB Geräte blieben die aus Asien und USA immer noch viel interessanter... da sie oft mehr Leistung und vor allem mehr Kanäle und viel mehr Funktionen hatten. Da kam es schon mal (oder öfters) vor, dass man von der Polizei gefilzt wurde. Die Ordnungshüter in Uniform waren (als hätten sie nichts besseres zu tun)  " wie abgerichtete Hunde " scharf auf jedes Auto aus dessen Kotflügel eine nicht alltägliche Radio-Antenne ragte... oder diejenigen mit Magnetfuss auf dem Dach. 

 

Immer wenn sie so einen "Gesetzesbrecher" mit nicht zugelassenem CB Gerät zur Strecke bringen konnten (mich hat es in 18 Jahren 2x erwischt) erlabten sie sich an ihrer Tat und sie demonstrierten es auch.

Für beschlagnahmte Geräte erhielten wir NIE eine Quittung... auch nach bezahlter Busse nicht. Die Geräte wurden NIE zurück gegeben... kein Mensch hat je erfahren was mit den Geräten wirklich geschehen ist. Offiziell hiess es sie würden verschrottet...wer es glaubt wird seelig.

 


 

 

   CB Funken ...ohne Lizenz erlaubt.

 

       Hinweis für CB Neufunker !

 

Seit dem 1. Januar 2013 benötigt man für CB Funk auch in der Schweiz keine Lizenz mehr. Man muss sich deshalb auch nicht registrieren lassen. Es wird deshalb vom BAKOM - für CB - auch kein Rufzeichen zugeteilt und keine Lizenz ausgegeben.

 

BAKOM Infos siehe hier:

BAKOM Link kopieren und oben in das Browser-Suchfeld (z.B. google) eingeben

http://www.bakom.admin.ch/themen/frequenzen/00689/04166/04274/index.html?lang=de

 

http://www.bakom.admin.ch/themen/frequenzen/00689/01572/03461/index.html?lang=de

 

 


viele funkten in den 1960/70er Jahren ohne Lizenz

Wir waren jung und ohne Verpflichtungen... CB Funk Regeln, Gesetze und Vorschriften waren (noch) keine vorhanden... und so interessierte auch uns damals - wie junge Menschen heute - hauptsächlich der Spass an der Freude.

 

Während andere ihre Abende und Wochende oft bei Ohrenbetäubendem Lärm Bier und Spirituosen in der Disco verbrachten, interessierte mich in erster Linie die technische Seite am Funk... und natürlich die schönen Kontakte zu anderen Menschen mit ähnlichen Interessen. Gleichfalls wollte ich auch meine Eigenbau-Antennen ausprobieren die ich mit viel Liebe zum Detail in Handarbeit fertigte.

Zu keiner Zeit wollte ich mit einem "Nachbrenner" (HF-Sendeverstärker) arbeiten ...ich wollte immer mit der dem Gerät eigenen Leistung aber mit top angepasster Antenne mehr Leistungsgewinn herausholen. Das war viel spannender als mit einem gekauften billigen Giesskannen-Sendeverstärker die TV und Radiogeräte zu stören... was den meisten ja eh nur den PTT Messwagen vors Haus und Probleme einbrachte.

 

So zog es mich hinaus auf irgend eine Anhöhe wo ich innert Minuten alle meine Freunde rund um mich hatte. Wunderbare Gespräche wurden geführt, jeder sass irgendwo an seinem Funkgerät...und es war tausend mal spannender als SMS schreiben.

QSO's ...rund um die Welt

Bei guten Atmosphärischen Verhältnissen konnten auch auf dem 11m CB Band Verbindungen mit tausende Km entfernten Stationen aufgebaut werden . Die allererste Megastrecke die ich auf dem CB Band überbrückte war 1972 mit meiner Sommerkamp Mobilstation, aus der Schweiz nach Sao Paulo 9573 Km Luftlinie, wobei die Verbindung wahrscheinlich via Ionosphäre verlief. Mit dieser Station hatte ich in den 1970er Jahren noch öfters Verbindung.


mehr Infos für CB-Funk Interessierte

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QSL Karte ... die Funk- Empfangsbestätigung

Als KW-Hörer. QSL Karten konnte man auch als reiner Kurzwellenhörer (ohne Funker zu sein) z.B. von Radiostationen (Sendestudios) aus aller Welt bekommen, die man aus weiter Entfernung gut empfangen konnte.

Man schreibt dem Sender einen Rapport über die Empfangene Sendung, Ort, Zeit, Datum, Frequenz... bestätigt den guten Empfang und beschreibt in wenigen Worten die Empfangs-Qualität, Empfänger Typ und Bedingungen. (Dazu gibt es Bestimmte Regeln und Ausdrücke).

 

Als Funker bekommt man die QSL Karte meist von einer anderen Station (Funker) nach der ersten Funkverbindung die man zusammen geführt hat. Als Bestätigung dieser Verbindung tauscht (tauschte) man die QSL Karten. (fast wie die Fussballer ihr Leibchen). 

 

Die ersten Amateurfunker haben dieses Buchstabensystem eingeführt. Sie hatten noch keine Sprechfunkgeräte... und konnten sich nur mit Morsezeichen - via Tastfunk (CW) mit Punkt und Strich - wie beim Telegraph, verständigen. Da lag es nahe sich so kurz wie möglich zu halten. Dazu wurden die sog. Q-Gruppen entwickelt, welche später teilweise in den CB Funk übernommen wurden. ...und so bedeutet die Buchstabengruppe QSL ganz einfach = Empfangsbestätigung. (mehr zu den Abk. später).

 

Diese Buchstaben Codes der Q-Gruppen können immer auf zwei verschiedene Situationen angewendet werden. ...1. als FRAGE ...2. als ANTWORT/od. Aussage

QRA bedeutet Name/Rufname der Station. als Frage heisst es dann ...wie ist dein QRA (?)  ... als Antwort würde man dann z.B. sagen... mein QRA ist Coronado 73.

 

Die Funkamateure waren auch die ersten die mitgeholfen haben riesige Funknetze aufzubauen. Sie gehörten auch weltweit zu den ersten die bei Notfällen, Katastrophen etc. durch ihre Funknetze sofort Hilfe organisieren und selber helfen konnten.

 

QSL Karte & CB Funk. Später wurde das versenden von QSL Karten auch von den Hobbyfunkern übernommen.