MUSIK wirklich HÖREN


 

 

 

 

Zuerst etwas....  das mir sehr am Herzen liegt.

sehr wichtig

wer Ohren hat der schütze sie

 

Heute in der "scheinbar modernen digitalen Welt" gibt es unter den 18-35 jährigen Menschen über 70% mehr Hörgeschädigte als noch in den 1970er Jahren. Das hören viel zu lauter Musik - früher aus dem Walkman, CD Player etc. hat bei den meisten zu einer Schädigung des Hörvermögens beigetragen ...und tut es nach wie vor, heute mit Smartphone und anderen digitalen Wiedergabegeräten.

Musik die oft in unerträglicher Lautstärke über 100 Dezibel, wie ein startender Düsen-Jet stundenlang gehört wird, führt früh zum Hörgerät. Es ist deshalb unbedingt notwendig dass Sie diesem ernst zu nehmenden Problem möglichst früh durch entsprechende Schutzmassnahmen selber zu Leibe rücken.

Bedeutet: Vernünftige Lautstärke, so dass man auch noch die Umgebung akustisch wahrnimmt.

Sie tun es für sich selbst  ...und wenn nicht 

                                               der nächste Hörgeräte Akustiker ist nicht weit 


 

 

 

Einige Gedanken zum Musikgenuss

wie wir dies zu den Besten Hi-Fi Zeiten erleben durften.

 

Hifi Genuss ist oft eine rein psychologische Angelegenheit

und irgendwann in den 1970er Jahren zur Religion geworden

Die Meinungen und Ideen vieler "Hi-Fi Jünger" sind so weit voneinander entfernt wie die der weltweiten Religionsanschauungen.  -  Jeder behauptet "das allein wahre" zu bieten... alles andere gilt nichts. 

Ungeachtet dessen ist es eine Tatsache

dass eine Menge ältere analoge Hifi-Geräte den meisten heute neu produzierten Playern noch immer das Wasser reichen können. Dazu gehören auch immer noch die Lenco L75 / L78 etc. ( in Top Zustand natürlich ).

 

In unserer neuen digitalen Welt werden Tonnen von Schrott Geräten produziert wie nie zuvor. Junge Menschen lernen so nie mehr gute Musik zu hören, was gute "natürliche" Musikwiedergabe bedeutet.

Damit meine ich nicht die Musikrichtung sondern die Qualität einer Wiedergabe oder Darbietung. Vieles wird digital verfremdet und wirkt unnatürlich.  

Das Empfinden eines jeden Menschen ist natürlich auch anders... und so entstehen auch verschiedene Eindrücke wenn verschiedene Leute mit der selben Anlage die selbe Musik hören, da auch längst nicht alle die gleichen Ansprüche an sich und die Technik stellen.

 

Musik hören ist manchmal auch reine Psychologie. Das erfährt man spätestens dann, wenn man im Hifi Studio einem top geschulten Verkäufer zuhört, der beim Vorführen von Musikanlagen "seine Kunden" psychologisch dermassen geschickt beeinflusst dass diese plötzlich Töne und Nuancen zu hören glauben die nirgendwo auftreten oder nie zu hören sind... nur um rasch zu einem Geschäftsabschluss zu kommen. 

Bei einer fiktiven HiFi Vorführung an einer Messe - wo ich dabei sein konnte - hörten einige Kunden plötzlich Unterschiede bei der Wiedergabe "weil angeblich" kurz vorher die Kabel an den Boxen ausgetauscht wurden (was jedoch nicht der Wahrheit entsprach) ...sie hörten es erst als sie vom Vorführer "Verführer"  ausdrücklich darauf hingewiesen wurden.

 

Wichtig ist dass jeder sein eigenes Musik Widergabesystem findet

das für Ihn das Optimum bedeutet womit Sie/Er die eigene Musik geniessen kann. Das bedeutet aber auch: ...wenn Sie eine sehr gute Anlage kaufen möchten die auch nicht billig ist, sollten Sie diese vor dem Kauf in Ihren eigenen Wänden testen können... denn dort klingt jede Anlage bestimmt anders als im Vorführraum.  

 

Gedanken zum Reibrad-Antrieb  ...Lenco und mehr

LENCO Plattenspieler wurden gebaut für den privaten Musikgenuss. Trotz hoher Qualitätsansprüche mussten sie für Jedermann/Frau auch finanziell erschwinglich sein, was den Lenco Ingenieuren sehr wohl gelungen ist... wenn man bedenkt was man "damals" 1967 und in den folgenden Jahren für nur sFr. 298.-- erhalten hat ist erstunlich. 

Andere qualitativ gute Fabrikate konnte man kaum bezahlen... deshalb kurze Zeit später die Flut der Billig-Dreher.

Schwachpunkte beim L75/L78 sind: Tonarm (Lagerung) die Holz-Zarge und die Dämmung (mech. Entkopplung) ...aber hier gibt es Möglichkeiten zur Verbesserung.

 

Die klassischen LENCO sind keine Automaten oder Plattenwechsler... sondern ganz einfach nur präzise Laufwerke ohne unnötigen Schnickschnack zu Gunsten der Qualität. Wer schon mal echt mit einem guten Reibrad-Player, mit passendem Verstärker und Lautsprecher Hifi genossen hat, weiss was ich meine. Die meisten professionellen Studiolaufwerke hatten ebenfalls Reibradantrieb.

 

ABER... einen Lenco L-70.. L-75.. L-78 mit Vollautomaten, Studiogeräten und Plattenwechslern zu vergleichen ist völliger Unsinn...

                                    auch wenn das (intelligente) Fachleute tun. 

Echt unverständlich wenn ausgebildete 'Fachleute' einen Lenco L75 in aller Ernsthaftigkeit mit einem echten mehrere Tausend Euro teuren Studio-Laufwerk vergleichen... um danach den Lenco in die Pfanne zu hauen. ...sorry Kollegen, sowas ist daneben und nicht objektiv. Es mag ja gehen wenn man einfach mal feststellen will wie stark die Abweichungen zum professionellen Gerät sind.

Es käme wohl auch nie jemanden in den Sinn einen 20'000 Euro PKW mit einem Bentley zu vergleichen.

 

Ein echter HiFi Freund wird auch ganz bestimmt niemals auf die Idee kommen, seine hochwertigen Schallplatten auf einen Plattenwechsler zu packen, wo diese schutzlos eine nach der anderen aufeinander fallen und sich gegenseitig beschädigen.

 

Ein Reibrad Laufwerk ist auch vom Sound her etwas anderes als ein Riemenantrieb.

Ein Original Lenco L75 / L78 ...hat tatsächlich Verbesserungspotential, das darf man auch ruhig aussprechen. Wenn man das ordentlich und professionell angeht wird daraus ein ausgesprochen einzigartiges Laufwerk mit besten Daten...

da braucht man keinen anderen Dreher zu scheuen.

 

Drehzahl-Probleme durch Riemenschlupf usw. kennt man da nicht.

Die hierbei verwendeten Drehmomentstarken Motoren bringen die Kraft direkt auf den Plattenteller. Dauerndes Nachregeln wie bei vielen Direkt Drive Modellen entfällt ebenfalls.

 

Das Antriebssystem alleine sagt ja auch noch nichts. Motor, Chassis Entkopplung und vor allem die Qualität des Tonarms und die Dämpfung von Chassis und Gehäuse sind ebenfalls massgebend für die Gesamtqualität verantwortlich.

 

Über dreissig Jahre wollten Hi-Fi Hersteller ihre Kundschaft im Glauben lassen dass es nur den Riemenantrieb als "einzig wahren" Antrieb gibt....

 

...und plötzlich war der Direktantrieb das Allerbeste

Dass tausende Billig-Direkttriebler wegen mangelnder Qualität nach kurzem Leben im Müll landen wird verschwiegen, darüber redet niemand... man muss sich nur mal ansehen was so alles an kaum gebrauchten Plattenspielern im Recycling Hof die letzte Ruhe findet... da staunt man welchen Namen man da begegnet.

 

Nur die tatsächlich teuren Direct Drive Maschinen taugen wirklich was. Wohingegen Tausende Reibrad-Antriebe noch nach fünfzig Jahren ihren Dienst tun.

 

Die Qualitäten alter Reibrad Player werden heute wieder neu entdeckt und erlangen weltweit neuen Zuspruch. Mehrere Hersteller haben sich sogar auf die Restauration alter Reibradler spezialisiert... sie werden veredelt und einzelne Teile in speziellen Manufakturen neu produziert... einfache Konstruktionen, oft ohne Endabschaltung, einzig auf perfekte Wiedergabe ausgerichtete Plattenspieler.  

( private Hobby Basteleien und zu Tode modifizieren sollte man jedoch lassen ).

 

Auch wenn andere Leute anderer Meinung sein mögen...

die alten Reibrad Lenco's sind einwandfreie Spieler ...müssen aber auch gepflegt werden.  wie alles mechanische das sich bewegt 

 

Ob Sie nun Lenco Fan sind oder nicht soll hier auch klar gesagt sein: 

dass man an einem alten Lenco - L70 - L75 - L78 - in punkto Qualität noch einiges herausholen kann.... durch verbessern der Dämpfung an Chassis, Zargen, Tonarm, vermeiden von Rumpel Geräusch Übertragung etc. ...und selbstverständlich gibt es auch einige bessere Tonarme mit denen man einen Lenco neu bestücken kann. ...vorausgesetzt der Lenco muss nicht Original bleiben.

 

Tonarm Lager am L75/L78 kann man ersetzen durch Präzisions Kugellager... dann ist Ruhe im Karton. ( hab ich an meinen erfolgreich gelöst ) 

In den 1970er Jahren gehörten diese Reibrad-Lenco's - zusammen mit einer Hand voll anderer Modelle in die obere Liga der weltweit produzierten Plattenspieler für Heimgebrauch. Gepflegte Lenco Modelle taugen auch heute noch wie damals, genauso wie einige alte Dual, Garrard, Thorens etc.

 

Alles auf dieser Welt unterliegt einem Zerfall (auch wir Menschen) und das beginnt gleich nach der Fertigstellung. 

Auch ein Plattenspieler erleidet durch Verschleiss mit der Zeit Mängel, was die Qualität verringert. Es ist deshalb angebracht, auch solche Geräte spätestens nach einigen Jahren einer gründlichen Wartung zu unterziehen auch wenn das manche Leute nicht verstehen.

 

Interessanterweise geben die gleichen Menschen für ihr Auto - oder mehrere und allerlei unsinniges - Unmengen an Geld aus für Unterhalt und Service.

Beim Plattenspieler jedoch fehlt oft jegliches Verständnis warum der jetzt nach dreissig Jahren tadellosem Dienst zickt.. und deshalb gewartet werden sollte.