Nach dem Konkurs der Lenco AG Burgdorf (Hauptsitz Schweiz) versuchte man im Zweigwerk Italien, in Osimo bei Ancona ...mit allen Mitteln den Betrieb weiterhin aufrecht zu erhalten.

Obwohl das Lenco Werk in Italien "nicht unmittelbar"  vom Konkurs der Mutterfirma in der Schweiz betroffen war, hat dieses Debakel den Italienern dennoch keine Rosinen beschert.

 

In diesen Jahren von 1978-83 fungierte in der Schweiz die nach dem Konkurs sofort gegründete Lenco Audio AG, die in erster Linie die Service-Tätigkeit für vorhandene Lenco Geräte sicherte, aber weitergehend auch die Geschicke des Werkes in Osimo "zu lenken versuchte"...

 

...aber die einstige Organisation war weg, alles musste auf neue Geleise gestellt werden... und es musste sofort etwas geschehen um die Umsätze zu steigern und Finanzlöcher aufzufüllen, ging es doch vorwiegend auch um viele Arbeitsplätze.

 

Die Plattenspieler L75 und L78 wurden nun erstmal

"optisch modifiziert... und neu erfunden".

 

...teilweise mit einem einfachen Standard S-Tonarm bestückt und als L75-S / L78-S / L78 SE / L75 D16 etc. angeboten.

 

Eine "neue Version" war der L75-SE / L78-SE... mit nur 3 statt 4 Geschwindigkeiten. (16er speed für Sprachplatten fehlte.

Weitere Plattenspieler wurden "pseudo entwickelt" ...das heisst, aus bestehenden Komponenten wurden diverse neue Modelle kreiert... die teilweise an andere Hersteller geliefert... und von denen unter eigenem Namen verkauft wurden.

 

Einige der noch in der Schweiz entwickelten Lenco Plattenspieler mit Riemenantrieb

wurden ab 1978 bei Lenco Italia als Basis für "neues" genommen...

optisch modifiziert und "neu aufgelegt". 

 

...mit wenig finanziellem Aufwand neues zu schaffen funktionierte nur bedingt.

es gab viele Variationen, der Lenco L133 orig. hell-beige made in Switzerland... 2 Varianten made in Italy

 

 

 

 

 

1978 - 1983  auch noch Lenco  made in  Korea/Taiwan etc.

 

Ab 1978 wurde in der Schweiz nichts mehr produziert.

Unter der Obhut der Lenco Audio AG wurden für Lenco Italia verschiedene Komponenten in Asien geordert...

bei Seoum Electronic SüdKorea, bei INKEL Corp. ... et.

neues Unheil aus Asien

...mit den ersten Serien der aus Asien zugekauften Geräten - siehe Kapitel 6 - wurden die Lenco Leute auch nicht glücklich. Viele dieser "Hifi-Geräte" waren qualitativ keine Sahnetörtchen...

"modern und schön aussehen alleine reicht eben auch bei Hifi Geräten nicht".

Einige Geräte waren teilweise nicht fertig verkabelt und mussten in der Schweiz nachträglich noch verkabelt und justiert werden, und das teilweise ohne Schaltpläne... alles kein Grund zur Freude.

 

es geht in Kürze weiter

 

 

 

 

 

 

Lenco L250  Stereo Disco

Diese portable Disco-Anlage wurde in der Zeit von 1979-1983 bei LENCO ITALIA in Osimo in Serie produziert. Bestückt mit einem Power Mixer und 2 x Lenco L75/D16.