First Class Lenco L77  mit Tonarm P77  ( prod. 1965-1968 )

mit dem Chassis L70 und dem neu entwickelten, in jeder Lage perfekt ausbalancierten Studio Tonarm P77 schuf Lenco einen erstklassigen Plattenspieler der damals nicht nur bei finanziell potenten Kunden Gefallen fand, sondern auch in mehrere Radio und Tonstudios Einzug hielt, wie zeitweise auch in den Abbey Road Studios in London, wo neben vielen anderen berühmten Band's auch die Beatles viele ihrer Alben produzierten.

 

Lenco P77 (1965)

 

Lenco L70 mit Studio Tonarm Lenco P77 = L77

1965 eroberte LENCO mit dem neuen Tonarm P77 den internationalen Hifi Markt. Der neue sensationelle Studio Tonarm P77 in einer bis dahin nie erreichten Präzision wurde dem Weltmarkt präsentiert. Der Lenco L77 war (ist) die Luxus-Version des L70 mit dem neu entwickelten Tonarm Lenco P-77. 

 

Für den Normalverbraucher war dieser hochpräzise Tonarm mit einem damals doch recht hohen Preis von DM 398.-- ( Deutsche Mark ) ca. CHF 470.-- viel zu teuer. Der P77 wurde ab 1964 bis 1968 produziert, und 1965 erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. In dieser kurzen Produktionszeit wurden einige Exemplare des P77 auch an verschiedene Hifi Hersteller verkauft . Wie viele Exemplare tatsächlich produziert wurden ist kaum bekannt. 

Der Tonarm P77 ist ein in jeder Lage ausbalanciertes Spitzenprodukt.     

Herzlichen Dank an Beat Schwengeler für die Bilder

besuchen Sie seine Webseite ... www.tana-design.ch

 

Bereits bei der Präsentation des L77 war auch schon der nächste preiswertere Tonarm in der Entwicklungsphase, da man sich bei Lenco offensichtlich bewusst war dass mit dem aufwändig konstruierten P77 die breite Masse an Käufern nicht anzulocken war.

 

Lenco brauchte einen preiswerteren Tonarm. Das Chassis des L70 wurde leicht modifiziert und optisch verbessert. Daraus entstand der LENCO L75 der 1967 in den Handel kam. 

Der L75 in seinen vielen Variationen war der grösste Verkaufserfolg der Firma Lenco

 

Durch eine strikte Verkaufspolitik wurde, der Preis für den L75 im Verhältnis zur Qualität tief gehalten, was zusätzlich zum Erfolg dieses Plattenspielers beitrug.

Die Modelle L75 und L78 wurden zu Hunderttausenden in diversen Variationen gebaut und zu Tausenden auch an andere Hifi Geräte Hersteller in 80 Länder weltweit geliefert.

 


 

 swiss made classic Lenco

Der klassische Lenco Plattenspieler verfügt über einen "Lenco eigenen" Reibrad Antrieb. Der Motor hat eine konische präzise geschliffene und polierte Achse auf der ein mit Gummiring bezogenes Alurad ( bei den ersten Modellen ein Kunststoffrad) den Kontakt zum Drehteller herstellt und diesen auf Trab hält. Ein Hebel erlaubt das verschieben des Antriebsrades über die konische Achse wodurch die Geschwindigkeit auch während dem Betriebszustand jederzeit stufenlos von 16 - 78 rpm eingestellt werden kann. Für die Geschwindigkeiten 16 / 33 / 45 / 78 rpm. sind Fixraster vorhanden. Die Geschwindigkeit von 16 rpm war vorgesehen für die damals aktuellen Sprachschallplatten.

 

Die S + SE Modelle...Lenco L75 S/SE.... und L78 S/SE sind regelbar von 33 - 78 rpm, sie verfügen über nur noch drei fix einstellbare Geschwindigkeiten 33 / 45 / 78. Die nicht mehr aktuelle Einstellung für 16 rpm wurde weggelassen. Es wurde einfach der Schlitz für den Einstellhebel etwas kürzer gefräst. Die S+SE Modelle wurden alle im Lenco Werk in Osimo Italien produziert.

 

 

 

 

 

Die Geburt der Lenco Reibrad Plattenspieler

 Gestartet wurde 1949, drei Jahre nach Firmengründung mit dem Modell F50-8

 

Lenco F50-8  ( first Lenco 1949 )

Der erste Lenco Plattenspieler Mod. F50 mit dem typischen Lenco-Reibradantrieb nach der ersten KonstruktionDer F50 mit durchgehendem Plastik Arm und Keramik Abtastsystem mit Saphir Nadel.   Lenco F50  =  3 Speed 33/45/78 rpm.

Der Lenco F50 wurde mehrere Jahre in verschiedenen Varianten auch als Koffermodell mit Verstärker gebaut und einige Tausend fanden via ExLibris ihre Käufer.

 

 

Lenco F 50 

Koffergerät mit Röhren-Verstärker und Lautspr. im Deckel.

verkauft wurden die Geräte durch ExLibris Grammo Club.

 Lenco B50 (in England GL55)

Nachfolger des F50 war der Lenco B50 mit verbessertem zweiteiligem Tonarm und einer echten nun brauchbaren Tonarmstütze. Der schwarze Bakelit-Tonkopfträger war steckbar. 

Das Chassis immer noch identisch mit dem F50, die erste Konstruktion des Reibrad-Antriebes aber jetzt mit 4 Geschwindigkeiten.   Speed 16-33-45-78 rpm.

Die vierte Geschwindigkeit von 16 rpm (Umdrehungen p.Minute) wurde benutzt für die inzwischen viel verbreiteten Sprechplatten ( Sprachkurse / Kindergeschichten etc. )

 

 Der Lenco B-51 war der nächste...

Eine weitere überarbeitete Version des B50.

Motor und Reibrad wurden in der Stabilität verbessert und neu positioniert.

Der Bedienungshebel für die Geschwindigkeit war jedoch immer noch rechts wo der Tonkopf eigentlich im Weg stand.  Der Lenco B51 hatte noch den Arm vom B50 aber jetzt endlich einen brauchbaren Tonarm-Lift.  Allerlei Modellvarianten waren im Angebot und da auch der B51 in alle Welt verkauft wurde gab es auch verschiedene Farbvarianten.

Bild unten: Eine Variante des B51 mit dem "moderneren" Blechteller für Goldring England. Goldring hat die B51 Laufwerke "schweinebillig" bei Lenco eingekauft. Um noch mehr zu sparen bastelten sie einen noch billigeren eigenen Arm drauf, was den Dreher jedoch keineswegs verbesserte. (meine Meinung)

 1959 folgte der L59  ( wurde auch verkauft als L60 / GL60 )

nur für kurze Zeit weil bereits der L70 in Vorbereitung war. 

Er war der Vater des L70. Mit 4 Kg. Plattenteller und "vorerst" neuem durchgehendem Arm.

 

 

Lenco L59 / L60

bei Goldring in England wurde er zum GOLDRING GL60

 

 

 

 

  

1960  der neue Lenco L70  gebaut in unzähligen Varianten

Die beiden Bilder unten zeigen meine persönlichen Mod. des L70. Eines der ersten Exemplare die 1961 gebaut wurden sehen wir im oberen Bild. Der untere mit Alu Headshell hat Baujahr 1963. Sie funktionieren bei noch einwandfrei. Der zwar einfache, aber sehr präzise Motor erzeugt zusammen mit dem ausgewuchteten 4 Kg. Alu-Teller einen dauerhaft stabilen Lauf. Der Tonarm ist nun nicht  "extrem schön" jedoch fein einzustellen was ebenfalls zu seiner Qualität beiträgt. Die ersten Modelle waren mit einer Plastik Headshell ausgerüstet ( weiss oder schwarz)

 

 

1960...1963   Lenco L70 (MK-I) 

Die zweite Ausführung wie man ihn allgemein auch heute noch antrifft.   Er wurde in Europa und vielen anderen Ländern angeboten. Mit Kunststoff oder Alu Tonkopfhalter/Head-Shell.



 

Im Bild unten sehen wir eine Ausführung von 1961, wie der Lenco L70 mit Alu Headshell an den USA Importeur die Firma David BOGEN Electronic N.Y. geliefert wurde. Das untere Bild zeigt eine Variante mit Luxus Sockel. Gleiches Gerät verkauft als Bogen G60.

 

Die Firma Goldring war in England der Lenco Hauptabnehmer. Eine für Goldring

gefertigte Variante des L70 - mit Bakelit Unterschale - sehen wir im Bild unten. Es 

gab diese Bakelit Version in div. Ausführungen,  oft auf Wunsch der Importeurs.

 

Lenco L70 MK-V  mit der Zarge als Mod. LST

... oder in der gleichen Zarge mit 2x6 Watt Tube Amp. als Luxus Version VSV (1962)

Wurde so auch in England, Holland und anderen Ländern angeboten.

 

LENCO Hifi Plattenspieler gehörten über vierzig Jahre zu den führenden Fabrikaten am Weltmarkt und sind auch heute noch sehr begehrt, gesucht und beliebt weil sie noch immer mit vielen anderen mithalten können. 

Der L75 ist - wenn gepflegt - ein super Abspielgerät für den Heimgebrauch. 

Er ist jedoch sicher kein potentielles Studiogerät wie oft in Prospekten ausländischer Vertriebsorganisationen behauptet wurde. Aber die Fa. Fisher benannte ihre Geräte auch mit "Studio Standard" was niemals zutrffend war... und das störte dann niemanden (?). 

 

 

Steckbrief Lenco L70

 

Hersteller: Lenco AG Burgdorf Schweiz

 

Platten-Drehzahl 

162/3  331/3   45 + 78  U/min (rpm)

...auch 16-78 stufenlos regelbar

 

Antrieb: 4-Pol Motor mit konischer Achse, Antrieb über Reibrad direkt auf Plattenteller.

 

Plattenteller: Zinkspritzguss

Durchmesser 306mm / Gewicht 3.7 Kg

 

Ehemaliger

Neupreis ohne Zarge    DM 245.--

Neupreis mit Zarge      DM 282.--

Zubehör:

Klarsicht Haube           DM 28.--

Tonkopf Aluminium      DM 17.90

Tonkopf Bakelit            DM 9.70

 




Gleichlauf

(wow) unterer Frequenzbereich 

+/- 0.08%

(flutter) oberer Frequenzbereich

+/- 0.04%

(bewertet nach DIN 45507 +/- 0.062%


Geräuschabstand: (Rumpeln)

33 dB nach NARTB Norm


Tonarm Länge:

Vertikal Achse bis Abtastspitze 238mm


Tonabnehmer System:

beliebig wählbar


Head-Shell (Tonarm-Kopf )

eignet sich zum Einbau aller genormten Tonabnehmer- Syteme.



   

 

 

Hier wird im Moment gearbeitet...

es geht gleich weiter

 

 

 

 

 

 

 

Die Lenco Mod. B52 / B55 / B58 MK I-III etc.

 

Lenco B52 (1963/64)  diese Orig. Modelle waren noch ohne Antiskating Regler, mit schwarz lackierten Gewichten. Der B52 wurde in vielen Versionen an verschiedene Hersteller und Vertriebsorganisationen in alle Welt verkauft. Das Bild zeigt einen MK-I mit Bj. 1964.

 

 

 

Bild unten: Lenco B52 MK-II  wie er in USA von der Fa. David Bogen in New York verkauft wurde.... schönere Holz-Zarge und verchromter Tonarm-Halterung. Zudem ist bei dieser Version der neue Tonarm-Lift verbaut (der auch am L75 verwendet wurde)

Zwei Konzepte dominierten bei Lenco ab Mitte der 1960er Jahre.

Zum einen der B52 / B55 als Basis für viele Modelle der unteren Preisklasse. Aus ihm gingen bis Mitte der 1970er Jahre immer wieder neue Modelle hervor, teilweise nur optisch aufgepeppt.

 

Konzept 2 war der L75 der als eigenständiges Modell angeboten wurde, jedoch auch als Basis für unzählige andere Varianten Pate stand, wie auch für den späteren L78 mit all seinen Varianten. Sie alle waren verhältnismässig preiswert, bei Lenco jedoch im oberen Preisbereich.

 

Bei Lenco wurden meist alle Kundenwünsche berücksichtigt. Aus diesem Grund findet man noch heute vom gleichen Plattenspielermodell eine Menge verschiedene Ausführungen. Manche Vertriebs-organisationen verkauften in den 1960er Jahren oft das gleiche Lenco Gerät mehrmals mit neuer Bezeichnung oder als neues Modell. Es wurde einfach die Optik und Modellbezeichnung geändert. (genauso wird es auch heute noch bei vielen Firmen gehandhabt.)

 

Der Lenco B52  wurde von 1963-1966  in verschiedenen Varianten gebaut.

Viele der Grosskunden in UK und USA bastelten eigene Tonarme an die Lenco Laufwerke damit die Geräte möglichst preiswert ( und doch gewinnbringend ) an die Endkunden geliefert werden konnten.

Lenco B52 Ur-Version mit dem 1. Goldring-Tonarm. so verk. in UK.

 

Lenco B52 MK-I   ab 1963-65

original Lenco Arm Schiebegewicht u. Plasic Head-Shell 

 wurde ab 1964 in dieser Version in England unter der Bezeichnung GL 68 Verkauft.

 

Lenco B52 MK-II

mit neuem verbessertem Lift und

Head-Shell in Aluminium. ...ohne Antiskating Regler.


Der LENCO B55  war eine Verbesserung des B52 und hatte neu einen Anti-Skating Regler. Er wurde gebaut von ca. 1965-1974 in vielen Varianten.  Der Arm war immer noch der gleiche, aber jetzt mit verchromten Gewichten und dem schönen steck- und schraubbaren perforierten Alu Tonkopfhalter und Magnet-Tonabnehmer mit Diamant Shure M75B.  -  Bei Berührung bewegt sich das komplette Gerät, welches wie schwimmend auf dem Sub-Chassis gefedert ruht.  

 

Hier eine andere Variante mit Kunststoff Headshell.

(für Keramik Tonabnehmer).

Das Chassis ist auf einem entkoppelten Sub-Chassis montiert das auf vier Gummifüssen für etwas Dämpfung sorgt. ( aber nicht genug ) Die Zarge wurde in dieser Bauart später auch von der Firma APCO AG welche die Lenco's unter dem eigenen "Label Apco" an die Fachhändler lieferte, in ähnlicher Weise verwendet.


Lenco L 55-S  ...= B55 mit S-Arm  ( made by Lenco im Werk Osimo / Italien )

 

 

 

Das im Grundsatz gut gestaltete Gehäuse war damals etwas ganz neues und auch nicht grundlegend schlecht... hat jedoch auch noch Potential zur Verbesserung. Der Lenco B55 sollte 1967 eigentlich offiziell vom Nachfolger L75 abgelöst werden... aber infolge stetig grosser Nachfrage wurde das Modell bis weit in die 1970er Jahre in vielen Ausführungen weiter gebaut und an etliche Vertriebsfirmen weltweit verkauft.  kleines Bild klicken zum vergrössern.

 

 

Lenco B55

in schwarz mit verchromten Gewichten und Alu Tonkopfträger.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lenco B55 in der ersten Variante ohne Verstärker.... als Modell L 600

Die Zarge war passend zu einem Hi-Fi Rack gebaut. Arm und Gewichte sind schwarz eloxiert. Das Gerät wurde so auch von Sony in England in einem Rack zusammen mit einem Sony Tuner und Verstärker verkauft.

 

 

 

 

LENCO weltweit in über 80 Ländern

Lenco verkaufte an Vertriebs-Unternehmen, Generalimporteure und an viele Audiogeräte Hersteller. 

 

In Norwegen:

 

verkaufte die Firma TANDBERG ihre Musikanlagen mit Lenco Plattenspielern.

 

Japan / U.K

1967 bediente sich SONY bei Lenco und präsentierte den aufgemotzten Lenco B55 mit einem Thorens ähnlichen Tonarm als SONY PS-5011.... ( für den Europa Markt ).

Später wurde der Lenco L75 in England von Sony angeboten als SONY PS-1500.

 

Denmark + England: 

Rank-Arena hatte das Vertriebsrecht für Skandinavien und Teile in England. Auch LEAK, Goodmans, Wharfedale, Goldring, Dynatron, Grant, Portogram ...und andere Hersteller wurden beliefert und bauten die Lenco Plattenspieler in ihre Stereocenter ein. 

Die Britische Armee hörte Musik mit einem von Goldring konstruierten Spezialmodell in welchem ein Lenco B52 mit Goldring Arm zum Einsatz kam.

 

Deutschland und Nord-Europa dort sorgte ebenfalls die RANK Gruppe für den Vertrieb sämtlicher Lenco Produkte über ihre Niederlassung in Hamburg.

Rank-Arena, Liesenkötter, Aschbach, Telefunken und andere bedienten sich der Lenco Produkte und verbaute diese in ihren Anlagen

Auch bei DYNACORD wurden Lenco Dreher in ihren Diskothek Tischen eingesetzt. Auch die ehemas in Deutschland ansässige Max. GRUNDIG AG verkaufte den Lenco L 78 als Grundig PS-67.

 

In den USA beliefert wurden:

David BOGEN Electronics N.Y. / BENJAMIN Electronics / Apollo Electronic u.a.m.  Dort wurden seit dem Modell Lenco B50, L70 etc. bis zum L75 alle Lenco's immer wieder teilweise nur mit geändertem Modellnamen verkauft.

Lenco im Vietnam Krieg. BOGEN baute ein Modell des Lenco B52 mit einem sehr einfachen billigen aber robusten Metallarm für die U.S. Army.... von dem dann einige den Vietnam Krieg erlebten.

 

in Italia waren es:

der Orgel Produzent FARFISA.   -  Elektronik und Gitarrenproduzent Godwin.

....und der Lautsprecherfabrikant Coral Elektronik

 

Frankreich:

Hier war die Firma Caveau Paris aktiv und vor allem BARTHÉ ebenfalls in Paris, damals grösster Hersteller von Audio Systemen in Frankreich, sie verkauften in den 1950/60er Jahren Lenco Plattenspieler in ganz Frankreich, viele in ihre Audio Geräte eingebaut.

Später entwickelte Barthé eigene Plattenspieler die zu Beginn viel Ähnlichkeit mit denen von Lenco hatten. ( sie hatten ja auch einige Jahre Zeit zum Studium der Modelle ?)

 

Holland / Netherlands 

hier war die Firma N.V. NAHO in Amsterdam ab den 1960er Jahren Importeur und Vertrieb für Lenco in Holland.. ( Die heutige Lenco.eu in Venlo, wieder in NL ...hat nichts mit der ehem. Lenco zu tun.)

 

 

 

In der Schweiz wurden alle Lenco Geräte exklusiv über den "Buch und Schallplatten-Club ExLibris" vertrieben, verkauft an Endkunden. 

Die Fa. APCO AG in Zürich wurde ebenfalls von Lenco beliefert. Die Apco AG war seit jeher Importeur und Generalvertrieb, vertrat viele Radio und Hifi Markenprodukte. Apco bediente den Schweizer Radio Fachhandel.  Wegen dem Exklusiv Vertrag mit ExLibris verkaufte die APCO alle Original Lenco's unter ihrem eigenen Namen APCO. ( Lenco L75 = Apco A75 usw. )

Die Elektronik aller Lenco Geräte mit Namen KOMET / Apco / exlibris war hochwertig... und wurde bei der Komet Radio AG in Mitlödi / Kt. Glarus entwickelt, produziert und eingebaut (daher auch der Name Komet exlibris) 

Die Fa. Velectra S.A. in Biel baute mit einem Lenco B52 einen stabilen transporttauglichen Plattenspieler für die Schweizer Armee. Für 220 Volt Netzspannung oder Batteriebetrieb.

 

In Oesterreich

wurden die Lenco's zum einen durch den Buch und Schallplattenclub DONAULAND verkauft. (ähnlich wie exLibris in der Schweiz).

Die Firma HEA in Wien (Houben Elektro Akustik) war ein enger Partner von Lenco und lieferte die Elektonik und Verstärkerbauteile für verschiedene Lenco Stereo Center, die dann baugleich unter dem Namen HEA und DONAULAND in Oesterreich und angrenzende Länder verkauft wurden.

 

Auch der KAPSCH Konzern in Wien verkaufte diese mit HEA technisch identischen Musikanlagen mit Lenco Plattenspieler unter dem Namen Kapsch. 

 

Für den Markt in UK + USA wurde teilweise nur das Typenschild mit Bezeichnung ersetzt. Technisch waren alle gleich.  Andersrum muss man sich auch fragen... warum sollte man was ändern ?  Auffälligster Unterschied war meist nur die Gummiauflage für den Drehteller.

 

 

 

 

1967 Lenco L75  der legendäre und meist verkaufte

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L75 ...L76 Bed. Anleit. Deutsch
LENCO L-75 Anleitung Deutsch.pdf
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Lenco L75 /...L 76 ...GL75 Manual ..language DE/EN/FR/ES/NL/SE
um+ Lenco L75 manual DE-EN-NL-ES-SE.pdf
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Der Lenco L75

von 1968/69 mit dem ersten Aluminium Tonkopfhalter. Nach Wunsch mit Diamant oder Saphirnadel. - In England wurde das Gerät verkauft unter dem Namen Goldring GL75 ..oder Goldring-Lenco GL75

 

 

 

Lenco L 75

2. Generation mit neuer Headshell und Shure M-75 Magnet Tonabnehmer mit Diamant Nadel.

Luxusgehäuse, Rauchglas Haube mit Spez. Scharnier welche die Haube in jeder Stellung oben hält. Chassis und Zarge sind soweit mech. entkoppelt sie lagern "schwimmend" auf Druckfedern.

 

 

 

   

Lenco L75   in der klassischen weissen Zarge. 

Geräte in Schleiflack weiss waren die erste Hälfte der 1970er Jahre extrem

beliebt...  und bei allen Herstellern hoch im Kurs.

Es gab kaum ein Gerät das man nicht auch in Weiss hätte kaufen können.

 

 

Die Firma APCO AG (Zürich)

als Importeur und Grosslieferant von Audio und Hifi Geräten div. Marken, belieferte den Schweizer Radio-TV Fachhandel. 

Zwischen Lenco und ExLibris bestand ein Exklusiv-Vertrag welcher exlibris den Vertrieb der Lenco Plattenspieler zusicherte.

Der RTV Fachhandel entwickelte sich in diesen Jahren explosions-artig. In guten Zeiten zählte man in der Schweiz 2000 offizielle Fachhändler von denen viele auch gerne die Lenco Geräte verkaufen wollten.

Um den oben erwähnten Vertrag zu umgehen wurde ein bisschen gemogelt, so übernahm die Apco AG den Lenco Vertrieb für den Fachhandel in der Schweiz und die Plattenspieler wurden einfach unter dem Label Apco verkauft.

Die Geräte L75/L78 hiessen dann APCO A-75 und A-78 de Luxe usw. Den Kunden war ja klar was sie kauften. APCO übernahm teilweise die gefederte Zarge des B55, baute aber auch eigene Zargen mit Sub Chassis für die Apco Modelle. 

 

 

Lenco L76 = L75 schwarz   /   L76-S  = L76 mit S-Arm

 

Lenco S + SE

Die Modelle mit S-Arm sind grundlegend identisch:

Angeboten unter der Modellbezeichnung L75/S... L76/S... L78/S. Der Standard S-Arm von Jelco Japan war keineswegs besser als der orig. Lenco Arm (aber billiger in der Anschaffung) aber im Kopf mancher Kunden war ein S-Arm besser und moderner...( ja wenn die Psychologie nicht wäre )

 

Der L 76/S ist ein L75 mit S-Arm und 3 Geschwindigkeiten.. identisch mit dem L75/S den es auch in heller Farbe gab.

Besonderheit:  Die S+SE Modelle haben nur 3 Geschwindigkeiten. Die früher für Sprachplatten benutzte 16er Drehzal fehlt.

...technisch ist alles geblieben, man hat einfach den Schlitz im Chassis kürzer gefräst ...und fertig war ein neues Modell. 

 

Alle Modelle mit S-Arm wurden im Werk Osimo (Italien) produziert. In Italien hergestellte Lenco's hatten original immer den feingerippten Teller-Gummi. Ein verlässlicher Hinweis auf die Italien-Produktion ist jedoch die Aufschrift 

LENCO of Switzerland.  (statt .. Lenco made in Switzerland)

 

 

Bild rechts zeigt ein Modell L78 SE in heller Farbe mit dem bei allen S-Modellen üblich verwendeten S-Arm von Jelco.

Alle mit diesem S-Arm wurden vor 1979 im Lenco-Werk in Osimo/Italien produziert.

Spätere S+SE-Modelle wurden zwischen 1979-1983 in Osimo produziert und mit dem einfacheren S-Arm ausgerüstet.

(Die Fa. Lenco Schweiz war zu dieser Zeit schon in Konkurs aber die Fabrik in Osimo produzierte weiterhin bis 1983 unter Aufsicht der Übergangsfirma Lenco Audio AG. 1983 wurde auch das Werk in Osimo geschlossen.)

 

der LENCO L-78 ..Nachfolger des L 75

gleiche Technik wie der L75, optisch ein wenig aufgemotzt.... unten drin wurde ein wenig gespart, so ist neulich die Arm-Lift-Mechanik nicht mehr aus Metall wie früher, sondern aus Kunststoff.

Im Bild ein Modell 'made in Italy'...zu erkennen am feingerippten Tellergummi und der Aufschrift Lenco of Switzerland.

Die Geräte aus schweizer Produktion tragen den Text.. Made in Switzerland.

 

 

 

Der Lenco L70

auch der L70 wurde in England von Goldring als Mod. GL69 verkauft.

 

 

 

Das Urmodell des Lenco L70 in seiner ersten Ausführung von der Firma David BOGEN in N.Y. als Mod. B61 verkauft.

 

 

 

 

 

Der optisch leicht modifizierte L70 wurde später von BOGEN

in den USA erneut angeboten als 

Mod. BOGEN PRESTO B62 ...  In England/Irland lief der L70 unter der    Bezeichnung Goldring GL 59 

 

 

 

Lenco L70  ...und wieder wurde der L70 optisch aufgemotzten .

..und nochmals durch die Fa. BOGEN USA als Modell BOGEN B62 verkauft

Gegenüber dem Vorgänger, dem ersten B62 hat sich ausser der Optik nichts geändert.

 

 

 

 

 

 

Bild unten:

Diese Zarge (Gehäuse) wurde erstmals mit dem B 52 verwendet und als Mod. LST bezeichnet. Später mit dem B70.  -  Diese beiden Plattenspieler gab es auch in dieser Zarge mit eingebautem 6 Watt Röhren-verstärker... und wurde dann als Mod. SVS bezeichnet.

Einige Varianten des Lenco L70 ab 1959 im Verkauf.


Viele Lenco Plattenspieler wurden von BOGEN in oft nur leicht veränderter Optik wieder als neues Modell in den Handel gebracht.

 

Der L-70 von 1962 hatte bereits die neue Zarge Typ LST... die später zum Einbau eines Stereoverstärkers benutz wurde, mit der Bezeichnung SVS.




 

Den "neuen" gab es ab beim Bücher + Schallplatten Club Ex Libris in der Schweiz ab 1959 hauptsächlich in der Version mit Kunststoff Headshell (Tonkopfträger)... und später auch mit Alu Headshell... so wie wir ihn hier im Bild oben sehen in der Version für BOGEN USA.

Lenco F50 / F55   Chassis wie beim B50 aber mit dem alten 1-teiligen Kunststoff Tonarm und

nur 3 Geschwindigkeiten  noch kein Manual verfügbar

 

 

 

 

 

 

 

1959/60 ...Ur-Modell Lenco L70

mit neuem Tonkopf-Wechselhalter, Holz-Zarge wie er erstmals an die Fa. David Bogen USA ausgeliefert und später auch  über exlibris in der Schweiz sowie in 80 Ländern weltweit verkauft wurde. (Bild unten:  eine Version für David Bogen Electronics USA.)

 

1958

Lenco L60 der Urvater des L75

des L70/L75 ..die neu konstruierte Reibrad Version mit Drehzahl-Wählhebel neu an der linken Gehäuse Seite. Dieses Gerät wurde unter vielen verschiedenen Bezeichnungen verkauft, je nach Exportland und Wunsch der Importeure. So finden wir den L60 auch als Mod. B60_L59_L60_GL59_GL60 usw.  ( 1958 pict.©by Paul Woodger Scotland / many thanks )

 

 

 

Lenco L70   (Version 1959)

 

 

 

Lenco L70  (1960/61...)

L59/L60... GL59/GL60... GL69/GL70

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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B55 Teile-Liste...parts-list
sm+ Lenco B55 Stückliste-parts DE_EN.pd
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