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KOMET K60 A/B    HiFi Stereo Verstärker  ( prod. 1967/69 )

 

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KOMET K60 Amp. Schaltungs-Stückliste
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Verwendet wurden nur Beste Bauteile inklusive selbst konstruierte Komponenten. 

Eine solche Anlage bestehend aus

Verstärker K60A, Tuner K61, einem Lenco L70 und zwei Boxen KL 100

kostete 1965 rund sFr. 4500.-- 

ca.DM 3600.- dafür konnte man sich auch einen VW Käfer kaufen,

ein Fernseher kostete 1200.-bis 1700.--

Das Mt. Familien-Einkommen lag damals bei ca. Fr. 800.-- (1 Verdiener)

 

Rechnen wir das Ganze auf heutige Verhältnisse um, so würde eine ähnliche Anlage im Jahr 2019 grob gerechnet etwa 20'000.- CHF/Euro kosten (wiederum ein Kleinwagen)

Wieviele dieser Anlagen tatsächlich gebaut und verkauft wurden ist leider nicht bekannt.

 

 


 

Eigene Konstruktionen der Marke KOMET

wurden vorzugsweise mit den damals zur Verfügung stehenden Thorens Plattenspielern TD 150 bestückt  wie der KOMET 30 + 31... 

 

 

Lenco L70 by KOMET Radio AG

Offenbar waren bei KOMET auch Ideen vorhanden den L70 zu vermarkten. Das muss irgendwann zwischen 1963-1965 gewesen sein ?.

Ob der Lenco L70 von KOMET tatsächlich offiziell mit KOMET Logo am Markt angeboten wurde ist mir nicht bekannt. ...ich denke eher nein.... denn es sind keine weiteren Geräte von KOMET aufgetaucht welche mit dem L70 bestückt gewesen wären. Man konzentrierte sich auf den "moderneren" Thorens TD 150.

 

In meiner ehemaligen Sammlung (die leider 2001 durch Brand zerstört wurde) befand sich ein Lenco L70 in Holzzarge in beinahe Neuzustand den ich von einem Radio Händler hatte welcher um 1970 sein Geschäft aufgab. Ganz offensichtlich stammte das Gerät aus der KOMET Radio AG,  ein L70 der frühen Generation mit dem KOMET Logo.

Glücklicherweise habe ich von den meisten Geräten - egal in welchem Zustand - immer Fotos geknipst, so konnte ich nun auch dieses leicht beschädigte Foto doch noch retten.

 

 

 

 

Lautsprecher Boxen

made by KOMET Radio AG

 

unten: Verstärker KOMET 31 

ohne Plattenspieler als Einzelgerät.


  

Lenco  +  KOMET   =  exlibris

 

Bei der KOMET Radio AG wurden eigene und auch für Lenco, HF-TR Geräte zum Empfang des schweiz. Hoch-Frequenz Telefon Rundspruchs produziert... eine Art Kabelradio und schweizer Spezialität, die von 1931-1997 in Betrieb war. Mit diesen HF-TR Empfängern konnten schweizweit 6 Fixprogramme über die Telefonleitung störungsfrei empfangen werden. Die Geräte standen in vielen Haushalten, in allen Krankenhäusern und vielen Hotels. Die Elektronik - fertig bestückte Printplatten - wurde für diese Geräte bei der auf HF-TR spezialisierten Firma Velectra S.A. in Biel bezogen. Die Velectra S.A. war sehr bekannt durch ihre Telefon-Rundspruch Apparate und Rundfunkgeräte der Marke BIENNOPHONE.

 

Im Bild ein

Telefon-Rundspruch Gerät der Firma KOMET optisch und in Grösse passend zu den anderen KOMET Geräten der damaligen Generation.

Bild unten

ein gleiches Gerät passend zur Vorgänger Baureihe. 

Die Stromversorgung erfolgte

über die 7 polige AUX Buchse an einigen KOMET und Lenco Geräten. 

 

KOMET exlibris war der Markenname

aller durch exlibris verkauften Lenco Geräte. KOMET baute die Geräte und lieferte die fertigen Produkte an exlibris (Tochtergesellschaft der Migros Schweiz).

 

Lenco baute selber auch Plattenspieler Koffermodelle und Stereo Kompaktanlagen, diese Geräte mit Namen Lenco waren alle ausschliesslich für den Export bestimmt. Alle durch ExLibris verkauften Geräte hatten den Markennamen KOMET exlibris. 

In den 1950er Jahren produzierte KOMET erste Koffergeräte mit Röhrenverstärker. Oft zum Einsatz kam der Lenco B20-2, für billigere Geräte ein einfacheres Modell.  

 

Ab dem Modell KOMET 7 war der Verstärker Transistorisiert (mono Ausführung).

Der KOMET 8 war in Stereo, Vorstufe Transistor- und die Endstufe mit 2 X EL84 in Röhrentechnik, inklusive zwei Lautsprecher im Deckel des Koffers, entwickelt von Jos. Groner jun. dem damals 16 jährigen Sohn des Firmen Inh. J. Groner sen.) 

Die hier in occaphot-ch.com veröffentlichten Daten erfolgen ausdrücklich mit Einstimmung der Nachkommen des ehemaligen Firmeninhabers. 

 

 

Die KOMET Radio AG

produzierte grosse Mengen KOMET Koffer-Plattenspieler mit Röhrenverstärker, später mit Transistorverstärker, ansteckbarem Tonkopfhalter

(hier der Lenco B20-2 )

und Lautsprecher im Deckel, ein beliebtes portables Modell...für den Grammo Club exlibris.

 

 

 

 

 

Bei KOMET ging sicher zeitweise die Post ab

denn nur vier Monate nach Vertragsabschluss im Januar 1953 lieferte die Lenco AG bereits im selben Jahr vom Juni 1953 bis Dez. 1953 an exlibris 6000 Lenco Plattenspieler... und so ging es weiter. 1957 = 50'000... Ende 1959 100'000 Stück. Am 13. Dez. 1963 gratulierte exlibris der Lenco Geschäftsleitung zu 200'000 Stück gelieferten Plattenspielern und Ende 1965 war die Marke von 250'000 erreicht.

Im ähnlichen Rhythmus ging es bis 1974 weiter. (nehmen wir noch 150'000 dazu)

Alle diese Geräte, wurden in der KOMET Radio AG für exlibris konfektioniert, montiert und die notwendige Elektronik dazu gebaut. 

Die für exlibris produzierten Plattenspieler betrugen jedoch nur knapp 1/4 der gesamten Produktion. 

Mindestens 75% aller produzierten Lenco Plattenspieler gingen in den Export, in 80 Länder rund um den Erdball. - Eine echte Menge wenn man sich das mal vor Augen führt.

Eine aus diversen Unterlagen errechnete unbestätigte Hochrechnung ergibt eine angenommene Gesamtproduktion von gut 1.5 Mio. Lenco Plattenspielern - im Zeitraum von 1953 - 1974.  Wieviele in den letzten zwei Jahren produziert wurden ist mir noch nicht bekannt. 

Sollte jemand aus belegbaren Unterlagen präzisere Angaben zu den bei Lenco produzierten Plattenspielen haben, würde ich eine Mitteilung begrüssen und dies hier gerne bestätigen.

 

 

for unknown times had ex libris the exclusive sales rights

for Lenco Products in Switzerland. Because that's was a

special agreement between Lenco and ex libris from 1953..

 

der Lenco B20 mit einfachem Tonarm, ohne Verstärker zum Anschluss an jedes Radio.  wurde als Ex Libris junior verkauft. Diese Geräte, mit Keramik System und Saphir Nadel waren geeignet zum abspielen von Singles / LP's wie auch alte 78er Schellack Platten. Man musste nur die Nadel am Tonkopf-halter auf die andere Seite drehen.

 

 

 

KOMET 7 

mit Lenco J655 Plattenspieler

 

Transistor mono Amp.

mit abschraubbarem Tonkopfhalter und

1 Lautsprecher im Deckel.  Eingebaut ein Transistor Verstärker. 

 

KOMET 8

Lenco B30-2

Stereo Verstärker Vorstufe Transistorisiert, Endstufe  2 x EL84.

Tonkopfhalter steckbar,

inkl. 2 Lautsprecher Boxen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 KKOMET 26  ex libris

In der Schweiz wurden - auf Grund eines Exklusiv-Vertrages - die Lenco Plattenspieler in den 1960/70er Jahren unter dem Label KOMET über den Buch und Schallplatten-Club exlibris verkauft.

Die Geräte hatten ein schlichtes funktionelles Design, bestehend aus Lenco Plattenspieler B55 / L75 und L78 mit eingebautem Stereo-Verstärker und 2 Lautspr. Boxen.  Zur Auswahl stand z.B. der KOMET 26 oder KOMET 40 in Weiss oder Nussbaum.

Die Verstärkerleistung der Geräte war mit 2x6W bis 2x20 Watt auf Wohn und Jugendzimmer ausgelegt. Die Elektronik dieser Geräte wurde bei der KOMET Radio AG in Mitlödi /Glarus produziert.

 KOMET 26 (+31)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

KOMET 25 mit L75 

KOMET 27 mit L78

 

Stereo Verstärker

flache Bauart, alle Funktionen von oben bedienbar.

 

 

 

Bild ⬇︎ K27

 

 

KOMET K25 Einzelverstärker

 

 

 

 

 

 

Für diverse Lenco und KOMET Geräte stehen im Kapitel Manuals Service Anleitungen zur Verfügung für andere leider (noch) nicht. Sie können mich jedoch gerne anfragen betreffend Service Unterlagen. Vielleicht kann ich weiterhelfen ? (ohne Gewähr) 

Hinweis: Im Fall eines Defekts müssen bei diesen Geräten

wie z.B. KOMET 25/26.. KOMET 75/80.. etc. oft nur alle Elko's ersetzt werden. In wenigen Fällen auch die kleinen Transistoren.

 

 

exlibris Komet 80 

identisch mit

KOMET 27

in Weiss hiess er K80.

ein Modell der eher frühen 1970er Jahre als flache Geräte in Mode kamen. Schieberegler ersetzten Drehregler und zeugten von moderner Technik, auch wenn unter der Haube das gleiche drin war wie beim Vorgänger. Hauptsache das Design ist Zeitgemäss und gefällt dem Ebdverbraucher.

Bei allen KOMET Geräten waren die Schieberegler echt.

Bei vielen Fabrikaten aus EU und Japan waren die Schieberegler lange Zeit bis Mitte der 1970er Jahre nur Show... es wurden oft keine Schiebepotis verbaut. Unten am Schiebeknopf befand sich eine Plastik Zahnstange, diese bewegte über ein Plastik Zahnrad ein normales Dreh Potentiometer. Nachteile hat das nicht, war eben nur ein Fake damit das Gerät optisch "moderner" wirkte. 

 

Bild unten:  KOMET 90 mit Lenco L90 electronic Belt Drive. Der Riemen getriebene L90 war einer der modernen Lenco Plattenspieler, gebaut von 1975-77.  Der Verstärker ist identisch mit KOMET 80.

Nach dem Konkurs der Lenco AG (1977/78)  entfiel auch bei KOMET die Produktion von Plattenspielern. Ing. Groner konzentrierte sich künftig auf die Entwicklung von Geräten für die Messtechnik. Die Firma KOMET besteht nach wie vor als Handelsunternehmen.

 

Das Fabrikgebäude stand nach der Schliessung viele Jahre unberührt. Es sah aus als wären die Mitarbeiter in der Mittagspause. Nur der sich über allem angesammelte Staub bezeugte das Gegenteil. Erst im Sommer 2017 wurde das noch üppig vorhandene über Jahrzehnte brach liegende Warenlager vorhandener Bauteile und Geräte offiziell liquidiert.

Ein weiteres Kapitel Schweizer Radiogeschichte ging damit endgültig zu Ende.