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Meine erste Kleinbildkamera bekam ich als Schüler 1964. Es war diese im Bild unten, eine gebrauchte RICOH 35L  Bj.1962. Habe sie von einem wohlhabenden Mann der sich zwei neue Leica's zugelegt hatte geschenkt bekommen. ( Mutter war von diesem Geschenk nicht so begeistert wie ich) Die Ricoh war massiv, 780 gr. schwer und gross wie alte Spiegelreflex Kameras ... ich benutzte sie bis 1972/73.

Besonderheit:  sie hat den Film Transport Hebel unten am Boden wodurch man nich so schnell nachladen kann wie bei oben liegendem Hebel.


 

 

1972 lernte ich MIRANDA kennen

nein... keine Freundin... meine erste Spiegelreflex 

Habe sie in Deutschland gekauft für 980.-- DM inkl. 3 Objektive wie hier zu sehen. Sie wiegt 850 gr. mit dem 135mm Tele.

 

MIRANDA Kameras waren von hervorragender Qualität. Sie gehörten in die obere Klasse der damals angebotenen Spiegelreflex Kameras und konnten problemlos mit den führenden Zeiss-Ikon, CANON, Minolta, NIKON, Topcon, Pentax etc. mithalten. 

 

Die Miranda SENSOMAT funktioniert rein mechanisch, und das immer noch sehr gut, hat nur eine Batterie für den eingebauten TTL Belichtungsmesser. (Zeiger +/-). Ist die Batterie leer kann man weiter fotografieren wenn man Verschluss und Blende manuell einzustellen weiss. Zubehör 3 Festbrennweiten Objektive  50mm/1:1,8  -  35mm/1:2,8  - 135mm/1:3,5 plus auswechselbaren Schachtsucher mit Lupe. 


 

Ab 1974 fotografierte ich zu 90% mit Minolta, obwohl noch zwei Nikon da waren. Aliebsten arbeite ich mit Kameras die man auch manuell bedienen kann. Neben Minolta benutzte ich auch Objektive von Vivitar, Tokina und Osawa. 

Hier sind einige meiner ehemaligen Oldies 

 

Minolta SRT303b

Minolta 7000i

Minolta 8000i

Minolta 5000i


 

 

Umstieg in die Digital-Fotografie

Lange Zeit habe ich mich gesträubt.

Erste Versuche machte ich 1989 mit einer Sony Mavica. Die Kameras waren nicht wirklich Digital. Sie speichern die Bilder auf Magnet Disketten wie man diese in den Anfängen der Computertechnik zum speichern von PC-Daten benutzte. Ein CCD Sensor in der Mavica generiert ein analoges Videobild welches magnetisch auf einer Floppy Disc gespeichert wurde, nix Digital.  Mavica = Magnetic Video Camera. 

Spätere Modelle der Mavica verwendeten MiniDisc und Speicherkarten.


 

 

Aus weiteren Tests ging als einzige die MINOLTA Dimage A200 als

die erste "brauchbare" hervor.... aber überzeugt war ich noch nicht. 

2005 las ich den Testbericht der neu erscheinenden SONY DSC R1.

Nach Test im Laden habe ich 2006 eine SONY DSC-R1 gekauft.

 

 

 

 

Die SONY DSC-R1 ( Bild unten ) mit Zeiss Vario-Sonnar 24-120

liefert noch immer hervorragende Bilder.

Positiv:  Das fix angebaute Zeiss-Objektiv ist von sehr guter Qualität.

Positiv:  Man kann mit ihr auch manuell fotografieren, was ich sehr begrüsse.

               Sie ist leicht auch mit einer Hand bedienbar, der Akku hält ewig.

Auflösung 10MP CMOS Sensor JPG + RAW.

Negativ: der AF ist sehr träge, es gibt keine Software-Updates um dies zu ändern. 

Für alles was sich nicht extrem bewegt ist sie immer noch top und ich verwende sie nach wie vor z.B. für Portraits oder Landschaftsaufnahmen etc.

Sony hat die R1 kurz nach Erscheinen wieder eingestellt. Sie war im eigenen Hause für die anderen Neuentwicklungen eine Konkurrenz. 

Die Sony R1 und der CHINON Blitz von 1982 sind interessanterweise

dicke Freunde. Beide harmonieren gut zusammen. ( und niemand weiss warum )

mit SONY geht es nun weiter... 

und das ist rein zufällig (MINOLTA wurde von Sony übernommen)

An den spiegellosen SONY gibt es kaum was auszusetzen... Mit Reserve Akku's in der Tasche hat man auch den Energiebedarf der kleinen im Griff. Oft fotografiere ich auch mit den digitalen SONY manuell, was ich schon immer geliebt habe. 

 

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 Analoge Objektive meiner früheren Sammlung

die ich erfolgreich auch an neuen digitalen Sony Modellen ausprobiert habe.

 

Nur wenige analoge Objektive können mit guten " für Digitalfotografie berechneten " mithalten... und dennoch ergeben Tests solcher Optiken an Digitalkameras teilweise erstaunliche Ergebnisse. Viele "Digital Objektive" sind auch nicht das Gelbe vom Ei.

 

 

Das AF 70-210mm bietet Minolta-Qualität in Vollmetall mit eingebauter Gegenlicht-blende. Die Optik ist über den gesamten Bereich sehr ausgeglichen und liefert auch an einer Digital ML Kamera tolle Bilder. Qualität bleibt eben Qualität. Das einzig übrig gebliebene "Minolta Rohr" meiner ehemaligen Sammlung.

 

 

 

 

Zoom 100-300m / F1:4

Mein Exemplar TOKINA AT-X 100-300mm SD / F4 (durchgehend) mit Baujahr 1994 - welches ich ehemals für meine Nikon gekauft hatte - bringt auch an einer spiegellosen Sony (mit Adapter) noch echt passable Bilder. - Das Teil ist hochwertig aus eloxiertem Aluminium. Die Optik ist nach dreissig Jahren immer noch 100% neuwertig. Die Schärfe ist in der unteren Hälfte des Zoombereichs sehr gut. Verzerrungen sind keine sichtbar. Kissenverzerrungen sind unten schwach im oberen Zoombereich keine sichtbar.

Bei langer Brennweite und weit offener Blende wirkt die Abbildung etwas weich, was jedoch - meiner Meinung nach - nicht zwingend als Unschärfe genann werden kann.

(an Vollformat) an einer APS-C und passendem Licht sind kaum Fehler sichtbar.

Das Schiebezoom ist nach wie vor sehr präzise ohne jeglichen Schlupf. Es verläuft inwendig wodurch sich beim zoomen das Objektiv nicht verändert.  

Zubehör: Gegenlichtblende. Das Filtergewinde hat einen von 77mm

Man ist gut daran ein Stativ zu benutzen, denn mit einem Gewicht von 1220gr. liegt das Handling an der Obergrenze. - Ab und zu benutze ich es jedoch immer noch "als Erinnerung an analoge Zeiten", zum Spass oder für spez. Experimente. 

 

 

 

 

OSAWA gute Qualität... wenig bekannt

OSAWA Objektive sind bei uns eher selten anzutreffen. Es sind grundsätzlich sehr gute Optiken aus den 1980er Jahren. Dieses Schiebe-Zoom zeigt über den Bereich 75-220mm ein sehr neutrales Verhalten in jeder Hinsicht.

Am Zoom Ende braucht es etwas mehr Licht... aber alles andere ist O.K. Alle Teile laufen auch nach 35 Jahren butterweich und ohne Schlupf. Eine Gegenlichtblende ist eingebaut. Gewicht 720 gr. Das Handling ist sehr gut, Zustand noch wie neu.. 

Es gab auch ein OSAWA 60-300mm..  dieses habe ich jedoch beim Brand verloren.

Vivitar VMC Serie 1 Schiebe-Zoom,70-210mm f 3.5 ( made by Kiron )

eines der Besten Zoom Objektive aus den 1970er Jahren... und heute noch gut... aus der Vivitar Serie 1 gebaut bei KIRON. Die Lichtstärke ist akzeptabel... das Teil ist schwer aber dennoch handlich. Einige neigen nach 40 Jahren dazu, sich bei Schräglage selbständig zu verschieben. In horizontal Positin ist jedoch alles O.K.     ( Dieses Objektiv habe ich inzwischen verschenkt )

 

 

 Objektive   aus den 1970 / 80er Jahren

Vivitar wurde um 1970 in Californien gegründet als reines Handelsunternehmen.

Die grösstenteils hervorragenden Objektive wurden bei top spezialisierten Objektiv Herstellern produziert, allen voran  Komine, Kiron und Tokina

Bereits die Modelle der Serie 1 aus den 1970er Jahren von Kiron und Komine  sind für ihre hervorragende Qualität bekannt.

 

Aus der Serien Nummer können Sie lesen wer der Hersteller (Produzent) war.

ID Code = producer

Vivitar Objektiv Produzent / producer
ID Code Vivitar Objektiv Produzent / producer
ID Code
 Olympus  6 (06)    Bauer
42
Cosina 9 (09)    Perkin Elmer  (made in USA) 44
 Schneider Optik Kreuznach  13    CHINON
 47
Kiron    (Kino Precision) 22    Tokyo Trading 51
Ozone Optical
25
   Kyoe Schoji
 56
Komine  28    Samyang Optical Co. Ltd. Korea
 61
Makinon
 32    Hoya Optical
 75
Asanuma
 33    Kobori MfG. Co. Ltd.
 77
Tokina
 37    Polar  81

 

Beispiel Serien Nr.  /  sample serial No.

serial No.  2216381 = KIRON   /   28475520  = Komine   /   3731199 = Tokina

 

Die Ziffern 1 + 2 zeigen den Hersteller Code

Für Cosina + Olympus... ist nur die erste Ziffer zuständig ( 6 / 9 )

 

Die 3. Ziffer ist das Produktionsjahr ... 6 kann bedeuten 1976 / 1986 / 1996... je nach Dekade in welcher das Objektiv produziert wurde. Um dies genau herauszufinden ist es von Vorteil wenn man in etwa weiss wann das Objektiv in den Handel kam oder verkauft wurde.  

 

Die 4. und 5. Ziffer zeigt die Woche in der das Objektiv produziert wurde... 01....52 

Vivitar nutzte dieses Code System von 1970 bis 1990.

 

Nach dem Verkauf der Fa. Vivitar führten einige der älteren Hersteller dieses Code-System weiter, einige der neu hinzu gekommenen Objektiv-Lieferanten nutzten es jedoch nicht mehr.  

Wenn Ihr Objektiv keine Serien No. hat die mit diesem System übereinstimmt, wurde es entweder vor 1970 gebaut oder nach 1990 als diese Codierung nicht mehr von allen Herstellern benutzt wurde.

 

Es wurden nicht alle Objektive aus einer Serie immer beim gleichen Hersteller produziert. Es kann also sein dass diesbezüglich techn. Abweichungen vorhanden sind. - Eher selten, aber ab und zu gab es / je nach Hersteller / auch Vivitar Objektive die man nicht besonders rühmen kann. 

 

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RL Edition. In den 1980er Jahren gab es von Vivitar eine Objektiv-Reihe mit der Bezeichnung RL Edition. Es handelte sich um relativ preiswerte Objektive in meist guter Qulität (made by Kobori). Serien No.77xxxxxx. Mir ist jedoch nicht bekannt wieviele Objektive dieser Serie angeboten wurden. Das 28-80mm RL Edition das ich mal testen konnte war wirklich gut. 

Grundsätzlich gesehen sind dies jedoch "keine echten Zoom Objektive"

sondern Vari-Focal Objektive, bei denen sich der Focus beim zoomen verändert.

( wie bei vielen anderen als zoom Objektiv angepriesenen Objektive ).

 

Was die Qualität dieser Vivitar RL Objektive betrifft gehen die Meinungen verschiedener Test's stark auseinander. Daraus könnte man schliessen, dass möglicherweise nicht alle Objektive dieser Edition von gleicher Qualität waren.