audio electronic made in Switzerland

 

Kapitel 1

 

 

 

Geschätzte Besucherinnen und Besucher...  

Elacord Electronic zeigt Geräte aus meiner aktiven Zeit, angefangen vom ersten Basteln als Schüler in den 1960er Jahren bis zur professionellen ELACORD Audiotechnik. 

 

Ab 1969 entwickelte und baute ich allerlei Geräte im Bereich Orchesterelektronik, Verstärker, Echo- Hall, und Rhythmusgeräte etc. für Gitarre Orgel und Gesang. Lautsprecherboxen, Beschallungsanlagen und eine Hand voll E-Gitarren Modelle.

Zum erweiterten Programm gehörten zeitweise auch einige wenige Hi-Fi Komponenten und verschiedene Entwicklungen im Bereich Funk- und Messtechnik. Service und Reparaturen an allerlei Geräten und elektronischen Orglen wurden erledigt. 

Für Kameras und Videorecorder war mein auf Videotechnik spezialisierter Kollege, den ich von der Berufsschule kannte zuständig. Er nahm sich diesen Geräten gerne an und reparierte sie oft in meiner Werkstatt. 

 

*****

  

Hier noch eine kurze INFO damit Sie wissen weshalb verschiedene meiner Bilder aus Fragmenten beschädigter Fotos neu gescannt, repariert und restauriert werden mussten.

In mehr als dreissig Jahren sammelte ich Radio TV, Audio und Video Geräte jeder Art und Marke, Plattenspieler, Autoradios, Funkgeräte, Diaprojektoren, Fotokameras, 700 elektr. Nähmaschinen und tausende technische Unterlagen, Schaltpläne, Hunderte Fachbücher und allerlei Zubehör... um später ein Museum zu eröffnen.

 

Dann verlor ich meine Sammlung mit über 6000 Geräten inkl. Rep. und Service Werkstatt in der Nacht vom 22./23. Juni 2001 als "unbekannte" die ganze Fabrik in Brand steckten in welcher neben 30 anderen Mietern auch ich eingemietet war.  

 

Vom Löschwasser zerstört oder stark beschädigt wurden ebenfalls mehrere Kisten voller Unterlagen und ca. 20 Ordner mit Hunderten Fotos und Katalogen.

Die wenigen Prospekte Flyer Fotos meiner Produktion die möglicherweise gerettet werden können werde ich versuchen zu restaurieren und hier einstellen.  

 

...viel Spass beim betrachten meiner Webseite

und danke für Ihren Besuch.

 

Die Horror-Nacht vom 22./23. Juni 2001

 

 

**********

 

 

nun zum eigentlichen Thema

 

 

meine kleine Geschichte

alles begann 1962 mit diesem Buch

In den 1950/60er Jahren bin ich in der Schweiz mit drei Geschwistern aufgewachsen, besuchte die Schule bis zum Gymnasium. 1966 erste Berufsausbildung in der Grafischen Industrie mit Abschluss als zweitbester mit Schlussnote 5.8 ( Schweiz 6 = Best-Note ).

 

Die Zukunft schien in dieser Branche nach meinem Abschluss nicht mehr optimal, zudem verlagerten sich meine Interessen immer mehr in Richtung Elektronik. So absolvierte ich gleich anschliessend meine zweite Berufsausbildung zum Elektroniker bei einer grossen Radio-TV Firma die seit einigen Jahren leider nicht mehr existiert. Erster Schritt: Ausbildung zum Radio-TV Techniker mit Abschluss 5.7 als Klassenbester, zusammen mit einem späteren Berufskollegen. Zu Beginn der 1970er Jahre baute ich dann erstmals auf Kundenbestellung allerlei elektrotechnische Geräte. Das später in Deutschland absolvierte Studium in Funk- und Tontechnik führte dann zum Abschluss als Dipl.-Ing. Über dreissig Jahre war ich aktiv im Bereich Elektroakustik, Musikelektronik, Beschallungs- und Audiotechnik. 

Während meiner zweiten Ausbildungszeit erledigte ich nebenbei für verschiedene KMU grafische Aufträge, konstruierte und baute gleichzeitig meine ersten Verstärker da ich ja auch Geld verdienen musste um meine Ausbildung zu finanzieren. 

Kurzer Rückblick. Ab der vierten Klasse der Grundschule wollte ich Berufsmusiker werden. Die Eltern waren streng dagegen und überzeugt dass man mit Musik kein Geld verdienen kann. So wurde mir Klavierunterricht und der Besuch einer Musikschule untersagt. Kinder hatten zu gehorchten, das taten wir dann auch (meistens). 

 

Als ich zehn Jahre alt war fand ich an einem Tag der Sperrmüllabfuhr eine Ausgabe des Buches Radiotechnik für alle. Am Tag der Sperrmüllabfuhr waren wir Jungs immer unterwegs um die Schätze am Strassenrand zu erkunden (durfte man damals noch). 

Die monatlichen Sperrmüllsammlungen waren in den 1960er Jahren für alle Jungs ein selbstverständliches Abenteuer und die spannende "Schatzsuche" überhaupt. 

 

Dieses Buch hat mich fasziniert. Stundenlang sass ich davor und las und studierte die einzelnen Kapitel. Alles was ich hier las wollte ich verstehen und können... und so war mein Interesse an der Elektronik geweckt. Als ich von einem mir bekannten Amateurfunker und seinem Sohn auch noch weitere alte Bücher und Baupläne erhalten hatte war ich endgültig "elektronisch geimpft". (beide Herren leben leider nicht mehr...danke für eure Unterstützung)

 

Da mir das Lernen nicht schwer fiel und mächtig Spass machte wurde ich erst mal zum Autodidakt. Vieles aus den Büchern von Heinz Richter und Werner W. Diefenbach und anderen habe ich mir durch Selbststudium und Experimente verinnerlicht und viele dieser Geräte nachgebaut. ...erst mal alles in Röhrentechnik.

Dazu wurden zuerst mehrere alte Radios fein säuberlich zerlegt um ein gutes Sortiment an Bauteilen zu erlangen.

Viele dieser Autoren aus deren Bücher ich vieles lernte sind heute noch im Kopf, wie Fritz Kühne. Otto Limann, Hans Sutaner, Wolgang Junghans, Herbert G. Mende und andere.

 

Aus späteren Büchern von Dieter Nührmann lernte ich die Transistor-Technik. Die PHILIPS Lehrbriefe waren ebenfalls sehr hilfreich. Vom Funkamateur bekam ich auch Baumappen von Radio RIM München, die besonders zum Nachbau animierten.

 

Mit Unterstützung im eigenen Hause war nicht zu rechnen. Nach Ihrer Idee sollte ich rasch Geld nach Hause bringen. So kam ich erst mal in die Grafikindustrie. Hier erhielten die Azubis das dreifache Monatsgehalt als Lehrlinge in anderen Berufen.. weil es an Lehrlingen mangelte. Also war das nach Meinung der Eltern "genau das richtige für mich".

Nach erfolgreicher Aufnahmeprüfung war ich auch gleich "angestellt". Von meinem Gehalt musste ich 75% an die Familienkasse abgeben. Nach erfolgreich beendeter Lehrzeit als zweitbester verstärkte sich mein Interessen jedoch immer mehr in Richtung Elektronik. 

 

Dieser Gedanke dass ich mich nun mit etwas neuem beschäftigen wollte konnten die Eltern nicht verstehen. Mutter war lieb aber übermässig besorgt, gleichzeitig sehr ängstlich und wie ein Adler über uns Kindern kreisend. Wann immer möglich entzog ich mich deshalb Ihrer Überwachung.  Trotzdem hatte ich eine sehr schöne und bereichernde Jugend die ich nicht missen möchte und bin dankbar für alles was ich in dieser Zeit lernen und erleben durfte.  

 

In der Oberschule hatte ich in meinem Elektronik-Hobby etwas Unterstützung vom bereits erwähnten Amateurfunker und seinem Sohn und einem damals 22 Jahre alten Angler-Kollegen, von Beruf Elektrotechniker. Beide waren mir zwei bis drei Jahre in technischen Angelegenheiten eine grosse Hilfe.  

 

Kurz nach meiner Einschulung kauften unsere Eltern ein älteres Haus mit mehreren zusätzlichen Räumen, Platz zum Werken und Basteln, ein Paradies für mich. 

Meine "Freizeit", die frühen Morgen- oder Abendstunden und Sonntage - nutzte ich für mein Hobby und andere "gescheite" Aktivitäten. 

Nichts lenkte uns ab, Game Boy, Smart Phone, Computer, Internet gab es alles nicht. Ein TV Gerät war erst 1969 im Haus.

Den ganzen Tag lang war das Radio an... von da kamen Nachrichten, Infos und die neusten Musik Hits... meist auf Kurzwelle über die Piratensender der 1960er/70er Jahre.  

Im Selbststudium mit basteln und experimentieren verinnerlichte ich mir die Elektronik, baute Schaltungen aus den Büchern und erlangte wertvolle Erfahrungen. 

 

Als Schüler kannte ich kein Taschengeld. Weil dieses fehlte wurden alte Radios und allerlei Geräte, Motoren, Mofas etc. vom Sperrmüll gesammelt, von denen es interessanterweise damals doch immer wieder relativ viele gab die einfach weggeworfen wurden. Vor allem Röhrengeräte die oft noch funktionierten. So waren auch die Bauteile noch O.K. 

 

Dann wagte ich mich an den Bau meiner ersten Gitarre. Das ging gründlich schief, da ich noch nicht über das richtige Werkzeug verfügte und auch noch nicht so richtig Ahnung hatte von der Materie, wie das überhaupt alles geht.  So ging es zum zweiten und dritten Modell... immer noch nix. Falsches Holz war das Problem. Ich wusste noch nicht dass es Tonhölzer gibt... und welche das sein sollten. Da unser Haus bis unters Dach voller Bretter war suchte ich mir einfach einige schöne raus und verwendete aus Unkenntnis das falsche Holz. 

 

Bei der vierten hat es funktioniert

nachdem ich auch ein Buch über Gitarrenbau studierte, ein Holz-Fachbuch angeschafft und den Tischlermeister mit meinen tausend Fragen beglückt hatte. Die Leute waren immer sehr hilfsbereit. Mein Holz schneiden durfte ich in der Möbelschreinerei im Nachbardorf. Mein Gitarren Projekt 1963/64 konnte nun starten und dauerte mehrere Monate. Gute Vorbereitung und präzises arbeiten war Voraussetzung für den Erfolg, was sich auch die nächsten Jahre positiv auswirkte. ( Bild: das einzigs Foto meiner Gitarre )

 

Zu meiner Schulzeit hatten viele Jungs einen Wochenplatz = Kinder-Arbeitsplatz. An schulfreien Nachmittagen ging man da hin um allerlei Arbeiten zu verrichten.

 

Meine drei "Stationen" waren in einer Sattlerei wo ich für die Schweizer Armee Gürtel, Taschen und Militärrucksäcke nähen musste. ( sehr anstrengend für Kinderhände ). 

Die zweite "Arbeitsstelle" im Musikhaus war viel abwechslungsreicher und machte am meisten Spass.

Der dritte Arbeitsplatz beim Auto-Sattler wo ich lernte Polstermöbel und Autositze neu zu beziehen war ebenfalls sehr lehrreich und nicht weit von meinem Zuhause. (Das half später beim Bau verschiederen Gehäuse meiner Lautsprecherboxen etc.)

Das am Wochenplatz verdiente Geld musste ich zu Hause abgeben.... also entwickelte ich allerlei Strategien um - heimlich aber legal-  an Taschengeld zu kommen.

Dazu dienten unter anderem die erwähnten Sperrmüllsammlungen. Das sammeln und verkaufen von allerlei technischem wie Mofas, Motoren, Fahrradteilen, Radioröhren und vieles mehr. 

Werkstatt und Musikraum          

Im Sommer 1962 habe ich eigenhändig einen immer leer stehenden Kellerraum mit Holzfussboden ausgelegt, Licht und Stromanschluss installiert inklusive Erdleitung und Blitzschutz. Das war fortan meine Werkstatt bis 1968 und mit 40cm dicken Mauern ein Top Musik-Übungsraum. Überall stapelte sich mein Material, Geräte und Bücher. Hier entstanden einige meiner frühen Projekte, Prototypen, Übungsobjekte usw. 

Gehäuse- Metall- und Holzbearbeitung habe ich früh als Schüler gelernt, mir zeigen lassen und selbst beigebracht. In unserem Dorf gab es damals noch eine  alte Schmiede in der ich manchmal dem "ins Alter gekommenen Besitzer" einige Handreichungen erledigte. Im Gegenzug durfte ich auf seinen Maschinen meine Metallteile bearbeiten. 

 

Radio RIM ( RIM = Radio Industrie München) war zu meiner Jugendzeit der grösste Elektronik Versand in Europa. Wahrscheinlich jeder der einen Lötkolben festhalten konnte bezog seine Ware bei RIM... genauso auch ich.

 

Mein zweiter Bauteile Lieferant war die heute noch existierende Firma Pusterla in Zürich.

Viele Unterlagen, Schaltungen etc. brachte auch der Funkamateur aus den USA mit.

Die Firma RIM war bekannt durch die regelmässig erscheinenden Jahrbücher mit Schaltungen, Plänen, Baumappen usw. Im Sortiment waren alle möglichen Materialien und Anleitungen nach denen man Geräte bauen konnte.

All ihr Wissen und die ganze Technik war so ausführlich und offen gelegt dass jeder daraus lernen konnte. In den 1950/60er Jahren hatten wahrscheinlich auch die Japaner von RIM einen Nutzen.  -  1991 wurde Radio-RIM aufgelöst und an Conrad Electronic verkauft. 

 

Die RIM Unterlagen waren bei meinen ersten Gehversuchen in den 1960er Jahren unverzichtbar. Etliche RIM Verstärker habe ich nachgebaut, auch ein Tonbandgerät war dabei, auch ein kleines Oszilloskop. Bin noch im Besitz einiger alten RIM Unterlagen aus dieser Zeit.   

Wenn Sie sich nun fragen woher ein Jugendlicher ohne Taschengeld all die Teile besorgt, kann ich dazu folgendes sagen. Wie oben bereits erwähnt fanden wir Jungs tatsächlich viele verschiedene Dinge, jeweils an den monatlich durchgeführten Sperrmüllsammlungen. Vieles zum ausschlachten wie alte oft noch funktionierende Radios, Verstärker, Mofa's, Motoren, Fahrräder und vieles was sich verkaufen liess 

 

Abfallentsorgung in den 1960er Jahren war alles andere als "Recycling".  Ein mal pro Woche wurde der Müll mit einem offenen LKW abgeholt. Container und Kehrichtsäcke waren unbekannt.  Etwa einmal pro Monat wurde eine Sperrmüllsammlung durchgeführt.

( Tag der "Schatzsuche" für Jungs )

 

Jede Gemeinde hatte ihre eigene Kehrichtgrube ...das war irgendwo ausserhalb vom Dorf ein riesiges Loch wie ein Krater... in dieser Erdgrube wurde alles, aber auch wirklich alles "entsorgt"... einiges verbrannt aber das meiste einfach mit Erde zugedeckt wenn der Krater voll war. Solche versteckten Gruben (Öko-Zeitbomben) befinden sich noch heute überall ( weltweit ).

 

Da man keine Container hatte brachten irgendwelche Leute jeden Tag ihren Abfall und Müll zur Kehrichtgrube. Als Müll galt alles was weg musste... egal wie gross, aus Metall oder Holz... Radios, TV Geräte, Elektrowerkzeuge, Kühlgeräte, Mofas, Fahrräder...

alles in die Grube fertig.

Manche Leute kippten die Ware einfach nur auf den Platz vor der Grube. Gab es da zuviel wurde der Haufen vom Gemeindearbeiter mit dem Bulldozzer in die Grube geschoben.  

Diese Gruben waren Schatzkammern... ein offener Tresor.

Nur dank diesen Schatzkammern konnte ich mir all die neuen Bauteile kaufen, die ich als Schüler für meine Projekte brauchte.

Alles defekte wurde vor dem Verkauf repariert. Motoren zum laufen gebracht. Fahrräder, Mofateile und Motoren verkaufte ich dem örtlichen Zweirad Händler. Einzelne Teile brachten viel mehr Geld als komplette Mofas. ( ist auch heute noch so ).

Meist gingen wir bei diesen Sammlungen schon am Vorabend oder früh vor Schulbeginn mit Fahrrad und Anhänger durch die Strassen um ja nichts von den Schätzen zu verpassen. Heute ist das offiziell verboten weil das auf die Strasse gestellte Sperrgut ab diesem Zeitpunkt der Gemeindeverwaltung / oder dem Städtischen Werkhof gehört. Mitnehmen ist Diebstahl  (..völliger Quatsch.. sag ich)   

Soviel zum Verständnis der damaligen Situation die mit der Berufsausbildung endete. 


 

 

Noch was... das mir echt am Herzen liegt !

 

Wer Ohren hat... der schütze sie !!!

 

Heute gibt es unter den 18-35 jährigen Menschen 70% mehr mit Hörschäden als noch in den 1970er Jahren. Die viel zu laute Musik aus dem Walkman, CD und MP3 Player die oftmals bis über 100 dB laut über Stunden gehört wird - unerträglich laut wie ein startender Düsen Jet - ist sehr schädlich und führt schon früh zum Hörgerät.

Es ist deshalb unbedingt notwendig dass man diesem ernst zu nehmenden Problem möglichst früh durch entsprechende Schutzmassnahmen selber zu Leibe rückt. Denken Sie daran, Sie tun es für sich selbst.  ...und wenn nicht ...der nächste Hörsystem-Akustiker ist nicht weit. 

 

 

 

 

Produktion und Export nach Jugoslawien

Absatzmarkt meiner Produkte war zu 98% das ehemalige Jugoslawien... und das kam so. Anfang der 1970er Jahre kamen viele junge gut ausgebildete Männer aus Jugoslawien und Slowenien in die Schweiz zum Arbeiten. Damals fragte keiner nach Kroaten, Serben, Bosnier usw. Sie alle waren Jugoslawen. (und Jugo war kein Schimpfwort)

 

So lernte ich im Sommer 1970 einige kennen. Einer von ihnen hatte einen Onkel der irgendwo bei Lijubliana ein Radio- und Musikgeschäft betrieb. Sein Bruder nahm von mir zwei Geräte im Auto mit und zeigte sie ihm. So ergab es sich dass der an meinen Produkten gefallen fand und interessiert war diese dort zu verkaufen. Egal was, gute Ware aus der Schweiz war sehr begehrt. Später kamen noch zwei Interessenten dazu, die verkauften in Kroatien und Mazedonien (oder weiss ich wo ?) und so wurden meine Geräte alle nach Jugoslawien exportiert. Die Ware wurde immer bei mir abgeholt.

 

Grundlegend war das egal, ich hatte meine Abnehmer und brauchte mich in dieser Situation als Kleinbetrieb nicht um den Vertrieb zu kümmern und sparte eine Menge Werbekosten. Notwendige Flyer gestaltete ich selber.

 

Ein minus hatte die ganze Sache doch. Damals habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, dass es vielleicht doch gut wäre, die Produkte würden in einem grösseren Rahmen bekannt. Im Nachhinein muss ich dies als Fehler bezeichnen den ich früher nicht bedachte.

Denn dadurch erfuhr hier "im Westen" nie jemand von meinem Wirken... und die wenigen regionalen Kunden waren diesbezüglich unbedeutend. 

Dies ist denn auch der Grund dass hier keiner die Marke ELACORD kennt, da meine Aktivitäten allgemein nicht wahrgenommen wurden. 

 

So lief dieser Handel mit "meinen Jugos" einige Jahre. In ihrem Land gab es politisch immer wieder Zoff. Jugo nannte ich meine Freunde im Spass, sie waren Stolz Jugos zu sein. ...damals war das überhaupt kein Schimpfwort und keine Beleidigung. Das kam erst nach dem Jugoslawien-Krieg als aus dem Balkan auch Menschen hierher kamen die keine Manieren hatten und sich nicht zu benehmen wussten... die Frauen belästigten, klauten was nicht festgebunden war usw. ...erst jetzt wurde Jugo zum Schimpfwort. ( und heute sind wir soweit dass man aufpassen muss was man wie formuliert um nicht als Rassist zu gelten ? )

 

Vorher war das undenkbar... jeder "Jugo" war stolz auf sein Vaterland. Die in Jugoslawien produzierten Autos hiessen "Yugo-Auto". Bekannt war auch die Schauspielerin Jenny Jugo und der aus der Sahara übers Mittelmeer wehende heisse Wüstenwind (ital. Scirocco) nennt man in Montenegro und Kroatien auch Jugo. /Südwind.  

 

Balkan Konflikt - Jugoslawien Kriege

Am 4. Mai 1980 starb der Jugoslawische Staatschef Marshall Josip Tito... der die ganze Macht inne hatte und als "Volks-Vater" die Regionen vereinte. Der einzige der das ganze Volk im Griff hatte war nun tot.

Nur ein Jahr nach seinem Tod kam es in der Provinz Kosovo zu Problemen. Ab 1986 brodelt es überall, die Serben fühlten sich (wieder einmal) benachteiligt und so kommt ein Problem zum anderen. Das Land hat innert kürzester Zeit grosse wirtschaftliche und ökologische Probleme die politisch nicht gelöst werden können. 1991 kommt es zum Krieg. Erst gegen Slovenien (10 Tage Krieg) ..dann ebenfalls 1991-1995 gegen Kroatien... und ab 1992-1995 tobte auch noch der Bosnienkrieg... auch im Kosovo kämpften unfassbar... Nachbar gegen Nachbar... Bruder gegen Bruder.

 

1991 wurde Mirko mein Hauptabnehmer und Warenvermittler bei einer Rückkehr in seine Heimat auf offener Strasse erschossen, bloss weil er nicht wusste dass ab 21 Uhr vom Militär eine Ausgangssperre verhängt wurde. Sein Kollege der mit ihm gereist war kam davon und berichtete mir Tage später weinend von dem Unglück.

Ab diesem Tag war das Thema Export nach Jugoslawien für immer vom Tisch.

Das wunderschöne Jugoslawien wurde von wahnsinnig gewordenen Regenten zerrissen.

Wer umfassende Info möchte, schaue bitte hier.  http://de.wikipedia.org/wiki/Jugoslawienkriege

 

Ich widmete mich nunmehr wieder vermehrt den Reparaturen, Service und Restauration alter Geräte und Orgeln. Auch die Produktion neuer Verstärker Modelle war ein Thema.

 

 

 

 

 

    Willst Du jetzt zum Kapitel ...CB Funk

    ...dann ...klicke auf das Funkgerät.

 

 

 

                                                     weiter zum Kapitel 2 

                                        ...Ampel drücken

 

 

 

Hifi Genuss  ist irgendwann zur Religion geworden

Die Meinungen und Ideen dazu sind heute so weit voneinander entfernt wie die der weltweiten Religionsanschauungen... und jeder behauptet "das allein wahre" zu bieten. Viele lassen nur ihre eigene Meinung als richtig gelten und alles andere wird nicht akzeptiert. ( ??? ) 

Das Empfinden eines jeden Menschen ist anders... und so entstehen auch verschiedene Eindrücke wenn verschiedene Leute mit der selben Anlage die selbe Musik hören, da auch längst nicht alle die gleichen Ansprüche an sich und die Technik stellen. 

Musik hören ist auch Psychologie das erfährt man spätestens dann, wenn man im Hifi Studio einigen Verkäufern zuhört, die beim Vorführen von Musikanlagen ihre Interessenten dermassen psychologisch beeinflussen, nur um möglichst rasch zu einem Abschluss (Verkauf) zu kommen.

 

Wichtig ist doch dass jeder sein eigenes Musik Widergabesystem findet das für Ihn das Optimum bedeutet womit Sie/Er die eigene Musik geniessen kann. Das bedeutet aber auch: ...wenn Sie eine sehr gute Anlage kaufen möchten die auch nicht billig ist, sollten Sie diese vor dem Kauf in Ihren eigenen Wänden testen können... denn dort klingt jede Anlage anders als im Vorführraum des Händlers.