In Erinnerung an die

 

 

Die vorliegenden Infos zur Geschichte der KOMET Radio AG

habe ich über Jahre persönlich recherchiert und veröffentliche sie hier - mit ausdrücklicher Genehmigung der Nachkommen des ehemaligen Besitzers - damit die ehemals einzige und kaum bekannte Radio und Elektronik Fabrik im Kanton Glarus nicht ganz vergessen geht. KOMET entwickelte und produzierte ab 1933 verschiedene Elektronik Komponenten im Bereich Radio- Rundfunk- Audio und Hochfrequenz Technik. Spezialgeräte für die Industrie wurden gebaut... und auch ein Tonstudio für Schallplattenaufnahmen betrieben.

 

Aufgezeigt wird hier vorwiegend die Zusammenarbeit zwischen

der Firma Lenco AG Burgdorf, dem Grammo Club ExLibris und der KOMET Radio AG. 

Der Buch & Grammo Club ExLibris war (und ist noch heute 2020) eine Tochtergesellschaft des Grossverteilers MIGROS. Die MIGROS Genossenschaft wurde im Jahre 1925 von dem gewieften Handelskaufmann Gottlieb Duttweiler gegründet. Duttweiler kaufte am 15. August 1925 fünf kleine LKW's der Marke Ford T denen ein spezieller Aufbau verpasst wurde. Damit fuhren die Migros Chauffeure von Dorf zu Dorf um die von Duttweiler aus aller Welt importierten Waren direkt an den Endverbraucher zu verkaufen.  

 

LENCO... ExLibris... Migros... KOMET

1949 beteiligte sich der Migros Gründer Gottlieb Duttweiler auch an dem zwei Jahre zuvor gegründeten Buch Club ExLibris.

Auf Empfehlung seiner Volkwirtschftlichen Beraterin Frau Dr. Elsa Gasser werden zusätzlich auch Musik Schallplatten ins Programm aufgenommen. Diese Produkterweiterung führt

1952 zur Umwandlung und Neubenennung in Buch & Grammo Club ExLibris.

Die ersten Jahre sind vorwiegend klassische Musikschallplatten und Kinder Märchenplatten im Angebot. Die erste Elvis Platte verkaufte exlibris 1965 und kurz danach folgten endlich weitere Pop und Rock'n Roll Tonträger. Die Musik Schallplatten wurden aus USA, England und Frankreich importiert und in ExLibris eigene Hüllen verpackt und als spezielle Club-Edition zu günstigen Konditionen an die Clubmitglieder verkauft. ExLibris war längere Zeit auch als Verlag tätig, diese Aktivität wurde jedoch 1984/85 aufgegeben.

 

1953 war die exlibris Managerin Frau Dr. Gasser der Überzeugung dass man den Kunden zu den Schallplatten auch Abspielgeräte verkaufen sollte. So entschied man sich bei verschiedenen Herstellern  Offerten für Plattenspieler und ebenso Mustergeräte einzuholen.

1953 zur selben Zeit in Burgdorf...

waren Marie und Fritz Laeng mit dem Absatz der Plattenspieler unzfrieden, denn es wurde mehr produziert als verkauft. Man war sich einig sofort neue Absatzmärkte zu suchen.

Marie Laeng hatte schon den Buch Club ExLibris als möglichen Abnehmer im Visier. Nur Tage zuvor hatte sie ein Inserat von exlibris gesehen in welchem Schallpaltten angeboten wurden. Für Marie Laeng war klar dass sich durch Verkauf der Plattenspieler der Gewinn für beide Geschäftspartner steigern liess.

Marie Laeng plante nun bei Frau Gasser einen Termin zu bekommen um sich und die Firma Lenco vorzustellen und ihren Vorschlag zu präsentieren....als

1953 gleichzeitig die Offert-Anfrage von Frau Dr. Elsa Gasser auf den Schreibtisch flatterte.

 

Es gab neben Lenco noch 15 weitere Hersteller die bei ExLibris ihre Angebote einreichten.

Lenco bemühte sich den von Duttweiler verlangten Anforderungen gerecht zu werden.

Nach Beurteilung aller Angebote und eingehender Qualitäts-Tests der Plattenspieler war man bei ExLibris überzeugt in Lenco den richtigen Partner gefunden zu haben. So ging der Zuschlag an die Lenco AG Burgdorf. Lenco war die einzige Firma welche bereit war die von Duttweiler festgelegten Liefer und Service Anforderungen vollumfänglich zu erbringen.

 

Gottlieb Duttweiler unterzeichnete am 17. Januar 1953 zusammen mit dem Ehepaar Laeng den von ihm persönlich verfassten Exklusiv-Vertrag zwischen der Lenco AG Burgdorf und der ExLibris.

Der Vertrag enthält die Klausel dass alle Lenco Produkte in der Schweiz bis auf "unbestimmte Zeit" ausschliesslich über ExLibris verkauft werden durften. ExLibris war zu diesem Zeitpunkt schon ein Teil der Migros, dessen Inhaber Duttweiler war.

Garantieleistungen Service und Reparaturen wurden per Vertrag der Lenco AG Burgdorf übertragen.... und Lenco sicherte zu. Mit der Unterzeichnung des Vertrages wurden auch die ersten 1000 Plattenspieler Modell  F50-8  mit Autostop, 3 Geschwindigkeiten bestellt.

Gleichzeitig erhielt Lenco eine zweite Bestellung für weitere 9000 Stück, lieferbar in zwei Etappen bis Ende 1953 ...von Lenco zugesichert. 

 

1956 übenimmt Duttweiler die ExLibris unter seine Fittiche. 1970 gewinnt ExLibris mit einem Schlag 100'000 neue Mitglieder durch die Übernahme des in der franz. Schweiz tätigen Schallplattenvertriebs "Guilde de Disque" unter der Leitung von Dr. Franz Lamprecht. 1972 übernimmt der MGB (Migros Genossenschafts Bund) das gesamte Aktienkapital. ExLibris ist seit dem eine 100% Migros Tochter. Geschäftsführer war bis 1982 Dr. Franz Lamprecht.

 

KOMET Radio AG wird " ExLibris Partner".

ExLibris wollte nicht nur Plattenspieler zum anschliessen an ein Radio verkaufen, sondern auch komplette Srereo Anlagen mit Vertärker und Lautsprecherboxen.

Da bei Lenco zu dieser Zeit keine Elektronik Komponenten entwickelt wurden suchte man eine andere Lösung. So kam es zur Zusammenarbeit zwischen Lenco-KOMET-ExLibris

 

Leno hatte genug zu tun mit der Entwicklung und Produktion der Plattenspieler Laufwerke. Alle Stereoanlagen welche ExLibris verkaufte wurden deshalb von nun an in Mitlödi (GL) bei der Elektronikfirma KOMET Radio AG zusammengebaut. Ebenso entwickelte KOMET

für alle diese "exlibris Geräte" die Elektronik, Vertsärker etc. 

Diese Zusammenarbeit war für alle sehr erfolgreich. Schon kurze Zeit nach Vertragsabschluss verkaufte ExLibris 1000 Lenco Plattenspieler. Der Umsatz an Schallplatten schnellte in ungeahnte Höhe.

 

Durch den Exklusiv Vertrag mit ExLibris war dem Schweizer Radio Fachhandel der Verkauf von Lenco Geräten zum einen versperrt und zum andern weigerten sich auch viele RTV Fachhändler Lenco zu verkaufen weil Migros Lenco verkaufte. Aber der Fachhandel brauchte Lenco im Programm.

Die APCO AG in Zürich war Importeur und Generalvertrieb für verschiedene Radio und Hifi Fabrikate und belieferte die RadioTV Fachhändler von denen es zu dieser Zeit in der Schweiz ca. 2000 gab. Die APCO (Apparate Company) übernahm als Lösung den Vertrieb für die Schweiz und belieferte den Schweizer Radio TV Fachhandel. Die Geräte erhielten einfach den Namen APCO an Stelle von Lenco, was Rechtlich gesehen nicht anzufechten war. Der L75 hiess nun  Apco A75..   L78 = Apco A78...  L85 = Apco A85.. usw.

 

Die KOMET Radio AG entwickelte und lieferte auch Elektronik Komponenten für andere Produkte die über die Fa. Apco AG vertrieben wurden. 

 

Die Plattenspieler für ExLibris wurden bei Lenco AG Burgdorf und im Werk Osimo (Italien) produziert und an die KOMET geliefert. KOMET baute alle "exlibris" Koffergeräte und Kompaktanlagen wie die  ex libris Komet 26, Komet 27, Komet 80 usw. 

 

Lenco Stereoanlagen mit eingebautem Verstärker/UKW und Lautsprecherboxen die auch ausserhalb der Schweiz verkauft wurden enthielten Elektronik von der Firma HEA in Wien, Houben ElektoAkustik inkl. alle Geräte mit Namen Donauland (dem exlibris ähnlichen Buch & Grammo Club in Oesterreich)  teilweise auch identische Geräte der Radiofabrik KAPSCH. 

 

Holzrahmen und Zargen für Lenco Koffer wurden die ersten Jahre aus Finnland und Schweden bezogen, wöchentlich zwei mal per LKW durch die Lenco AG Burgdorf abgeholt..

Ab 1967 bis 1977 wurden Koffer und Holz-Zargen für Lenco Plattenspieler und Kompakt Stereo Center bei der Kofferfabrik EGOB AG in Oberdorf / BL gebaut und an exlibris resp. an KOMET zur Fertigmontage ausgeliefert. Um 1970 wurde Personal der EGOB AG bei Lenco in Burgdorf zur Montage einfacher Lautspr. Boxen instruiert. Ab da montierte man bei EGOB auch die kleinen einfachen Lautsprecher Boxen für Lenco u. ExLibris. )

 

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Die Komet Radio AG wurde 1932 von Juristen und Industriellen gegründet um in der Region Mitlödi (heute Glarus Süd)  Arbeitsplätze zu schaffen. (Handelsregister Eintrag 1933).

Dieses kleine Unternehmen beschäftigte in guten Zeiten 25 Mitarbeiter. Von Beginn an wurden ausschliesslich hochprözise Produkte entwickelt und produziert.

Ing. Josef Groner sen. war Geschäftsführer und technischer Entwicklungsleiter. Entwickelt und gebaut wurden unter anderem Kurzwellen Vorsatzgeräte in Röhrentechnik, mit denen man Mittel/Langwellen Radios auf KW Empfang umrüsten konnte.

 

Als später die ersten UKW Sender den Betrieb aufnahmen baute die Komet Radio AG auch UKW Vorsatz Bausteine mit denen liess sich jedes Radio auf UKW Empfang erweitern.

 

Auch für die bereits oben erwähnte in Zürich ansässige Fa. APCO AG, die ihre eigenen Echophon Radios baute wurden Kurzwellen und UKW Nachrüst-Bausätze bei der Komet Radio AG produziert. Spätere Lenco Geräte die unter deren Label APCO verkauft wurden enthielten ebenfalls Elektronik made by KOMET.

 

1964 trat Josef Groner jun. als frisch bestandener Dipl.El.Ing.ETH in die KOMET Radio AG ein und entwickelte ab dieser Zeit bis ca. 1977 alle Geräte die unter dem Namen KOMET (Komet ex libris) in den Handel kamen.

Schon als 16 jähriger entwickelte der junge Josef Groner die Plattenspieler Verstärker die anschliessend in allen Komet/exlibris Mod. K7 + K8 eingebaut wurden.

 

 

KOMET K60 A/B    HiFi Stereo Verstärker  ( prod. 1967/69 )

 

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KOMET K60 Amp. Schaltungs-Stückliste
KOMET _Amp K60 A..B.. Stückliste-,-.jp
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KOMET K60 _Schema.png
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Verwendet wurden nur Beste Bauteile inklusive selbst konstruierte Komponenten. 

Eine solche Anlage bestehend aus

Verstärker K60A, Tuner K61, einem Lenco L70 und zwei Boxen KL 100

kostete 1965 rund sFr. 4500.-- 

ca.DM 3600.- dafür konnte man sich auch einen VW Käfer kaufen,

ein Fernseher kostete 1200.-bis 1700.--

Das Mt. Familien-Einkommen lag damals bei ca. Fr. 800.-- (1 Verdiener)

 

Rechnen wir das Ganze auf heutige Verhältnisse um, so würde eine ähnliche Anlage im Jahr 2019 grob gerechnet etwa 20'000.- CHF/Euro kosten (wiederum ein Kleinwagen)

Wieviele dieser Anlagen tatsächlich gebaut und verkauft wurden ist leider nicht bekannt.

 

 


 

Eigene Konstruktionen der Marke KOMET

wurden vorzugsweise mit den damals zur Verfügung stehenden Thorens Plattenspielern TD 150 bestückt  wie der KOMET 30 + 31... 

 

Möglicherweise wollte KOMET auch den L70 vermarkten. Das muss zwischen 1963-1965 gewesen sein. Ob der Lenco L70 tatsächlich mit KOMET Logo am Markt angeboten wurde ? ...ich denke eher nein.... denn es sind keine weiteren Geräte von KOMET mit dem L70 aufgetaucht. 

In meiner ehemalige Sammlung 

(die 2001 durch Brand zerstört wurde) befand sich ein einziger L70 in Holzzarge mit dem alten Komet Logo, den ich von einem Radio Händler gekauft hatte welcher um 1970 sein Geschäft aufgab. Offensichtlich stammte das Gerät aus der KOMET Radio AG. Dieses vom Löschwasser beschädigte Bild konnte ich doch noch retten. 


  

Lautsprecher Boxen

made by KOMET Radio AG

 

unten: Verstärker KOMET 31 

ohne Plattenspieler als Einzelgerät.

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Lenco  +  KOMET   =  exlibris

 

Bei der KOMET Radio AG wurden eigene und auch für Lenco, HF-TR Geräte zum Empfang des schweiz. Hoch-Frequenz Telefon Rundspruchs produziert... eine Art Kabelradio und schweizer Spezialität, die von 1931-1997 in Betrieb war. Mit diesen HF-TR Empfängern konnten schweizweit 6 Fixprogramme über die Telefonleitung störungsfrei empfangen werden. Die Geräte standen in vielen Haushalten, in allen Krankenhäusern und vielen Hotels. Die Elektronik - fertig bestückte Printplatten - wurde für diese Geräte bei der auf HF-TR spezialisierten Firma Velectra S.A. in Biel bezogen. Die Velectra S.A. war sehr bekannt durch ihre Telefon-Rundspruch Apparate und Rundfunkgeräte der Marke BIENNOPHONE.

Telefon-Rundspruch Gerät der Firma KOMET optisch und in Grösse passend zu den anderen KOMET Geräten der damaligen Generation.

Bild unten

ein gleiches Gerät passend zur Vorgänger Baureihe. 

Die Stromversorgung erfolgte

über die 7 polige AUX Buchse an einigen KOMET und Lenco Geräten. 

 

Lenco baute selber auch Plattenspieler Koffermodelle und Stereo Kompaktanlagen, diese Geräte mit Namen Lenco waren alle ausschliesslich für den Export bestimmt. Alle durch ExLibris verkauften Geräte trugen den Markennamen KOMET exlibris. 

In den 1950er Jahren produzierte KOMET erste Koffergeräte mit Röhrenverstärker. Oft zum Einsatz kam der Lenco B20-2, für billigere Geräte ein einfacheres Modell.  

 

Ab dem Modell KOMET 7 war der Verstärker Transistorisiert (mono Ausführung).

Der KOMET 8 war in Stereo, Vorstufe Transistor- und die Endstufe mit 2 X EL84 in Röhrentechnik, inklusive zwei Lautsprecher im Deckel des Koffers, entwickelt von Jos. Groner jun. dem damals 16 jährigen Sohn des Firmen Inh. J. Groner sen.) 

Die hier in occaphot-ch.com veröffentlichten Daten erfolgen in Absprache und mit ausdrücklicher Einstimmung der Nachkommen des ehemaligen Firmeninhabers. 

 

 

Die KOMET Radio AG

produzierte grosse Mengen KOMET Koffer-Plattenspieler mit Röhrenverstärker, später mit Transistorverstärker, ansteckbarem Tonkopfhalter

(hier der Lenco B20-2 )

und Lautsprecher im Deckel, ein beliebtes portables Modell...für den Grammo Club exlibris.

 

 

 

 

 

Bei KOMET ging sicher zeitweise die Post ab

denn nur vier Monate nach Vertragsabschluss im Januar 1953 lieferte die Lenco AG

im selben Jahr vom Juni 1953 bis Dez. 1953 an exlibris 6000 Lenco Plattenspieler... und so ging es weiter.   1957 = 50'000...  Ende 1959 = 100'000 Stück.

1963 am 13. Dezember gratulierte exlibris der Lenco Geschäftsleitung zu 200'000 Stück gelieferten Plattenspielern.

1965 war am Jahresende die Marke von 250'000 gelieferten Plattenspielern erreicht.

Im ähnlichen Rhythmus ging es bis 1974 weiter. (nehmen wir noch 150'000 dazu)

 

Alle diese Geräte, wurden in der KOMET Radio AG für exlibris konfektioniert, montiert und die notwendige Elektronik dazu gebaut. 

Die für exlibris produzierten Plattenspieler betrugen jedoch nur knapp 1/4 der gesamten Produktion. 

Mindestens 75% aller produzierten Lenco Plattenspieler gingen in den Export, in 80 Länder rund um den Erdball. Eine echte Menge wenn man sich das mal vor Augen führt... und das mit 25 Mitarbeitern.

Eine aus verschiedenen vorliegenden Unterlagen errechnete unbestätigte Hochrechnung ergibt eine angenommene Gesamtproduktion von gut 1.5 Mio. Lenco Plattenspielern im Zeitraum von 1953 - 1974.  Wieviele in den letzten zwei Jahren produziert wurden ist mir noch nicht bekannt. 

Sollte jemand aus belegbaren Unterlagen präzisere Angaben zu den bei Lenco produzierten Plattenspielen haben, würde ich eine Mitteilung begrüssen und dies hier gerne bestätigen.

 

 

for unknown times had ex libris the exclusive sales rights

for Lenco Products in Switzerland. Because that's was a

special agreement between Lenco and ex libris from 1953..

 

der Lenco B20 mit einfachem Tonarm, ohne Verstärker zum Anschluss an jedes Radio.  wurde als Ex Libris junior verkauft. Diese Geräte, mit Keramik System und Saphir Nadel waren geeignet zum abspielen von Singles / LP's wie auch alte 78er Schellack Platten. Man musste nur die Nadel am Tonkopf-halter auf die andere Seite drehen.

 

 

 

KOMET 7 

mit Lenco J655 Plattenspieler

 

Transistor mono Amp.

mit abschraubbarem Tonkopfhalter und

1 Lautsprecher im Deckel.  Eingebaut ein Transistor Verstärker. 

 

KOMET 8

Lenco B30-2

Stereo Verstärker Vorstufe Transistorisiert, Endstufe  2 x EL84.

Tonkopfhalter steckbar,

inkl. 2 Lautsprecher Boxen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 KKOMET 26  ex libris

In der Schweiz wurden - auf Grund eines Exklusiv-Vertrages - die Lenco Plattenspieler in den 1960/70er Jahren unter dem Label KOMET über den Buch und Schallplatten-Club exlibris verkauft.

Die Geräte hatten ein schlichtes funktionelles Design, bestehend aus Lenco Plattenspieler B55 / L75 und L78 mit eingebautem Stereo-Verstärker und 2 Lautspr. Boxen.  Zur Auswahl stand z.B. der KOMET 26 oder KOMET 40 in Weiss oder Nussbaum.

Die Verstärkerleistung der Geräte war mit 2x6W bis 2x20 Watt auf Wohn und Jugendzimmer ausgelegt. Die Elektronik dieser Geräte wurde bei der KOMET Radio AG in Mitlödi /Glarus produziert.

 KOMET 26 (+31)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

KOMET 25 mit L75 

KOMET 27 mit L78

 

Stereo Verstärker

flache Bauart, alle Funktionen von oben bedienbar.

 

 

 

Bild ⬇︎ K27

 

 

KOMET K25 Einzelverstärker

 

exlibris Komet 80 

identisch mit

KOMET 27

in Weiss hiess er K80.

ein Modell der eher frühen 1970er Jahre als flache Geräte in Mode kamen. Schieberegler ersetzten Drehregler und zeugten von moderner Technik, auch wenn unter der Haube das gleiche drin war wie beim Vorgänger. Hauptsache das Design ist Zeitgemäss und gefällt dem Ebdverbraucher.

Bei allen KOMET Geräten waren die Schieberegler echt.

Bei vielen Fabrikaten aus EU und Japan waren die Schieberegler lange Zeit bis Mitte der 1970er Jahre nur Show... es wurden oft keine Schiebepotis verbaut. Unten am Schiebeknopf befand sich eine Plastik Zahnstange, diese bewegte über ein Plastik Zahnrad ein normales Dreh Potentiometer. Nachteile hat das nicht, war eben nur ein Fake damit das Gerät optisch "moderner" wirkte. 

 

Bild unten:  KOMET 90 mit Lenco L90 electronic Belt Drive. Der Riemen getriebene L90 war einer der modernen Lenco Plattenspieler, gebaut von 1975-77.  Der Verstärker ist identisch mit KOMET 80.

Nach dem Konkurs der Lenco AG (1977/78)  entfiel auch bei KOMET die Produktion von Plattenspielern für ExLibris.

Ingenieur Josef Groner konzentrierte sich künftig auf die Entwicklung von Geräten für die Messtechnik. Die Firma KOMET besteht nach wie vor als Handelsunternehmen.

 

Das Fabrikgebäude stand nach der Schliessung viele Jahre unberührt. Bei meinem Besuch und Besichtigung im Sommer 2016 sah es aus als hätte die ganze Belegschaft gerade Mittagspause. Nur der sich über allem angesammelte Staub bezeugte das Gegenteil.

Im Sommer 2017 wurde das üppig vorhandene über Jahrzehnte brach liegende Warenlager vorhandener Bauteile und Geräte offiziell liquidiert.

 

Ein weiteres Kapitel Schweizer Radiogeschichte ging zu Ende... und wenn ich auch nichts unternehme wird die einzige ehemalige Radiofabrik im Kt. Glarus bald vergessen sein, was ich hiermit verhindern will.


 

KOMET / ex libris war nun vorbei...

doch ex libris Geräte gab es auch nach dem Konkurs der Lenco AG noch wenige Modelle. ( Wer die alten Bestände an Plattenspielern aufgekauft hatte ist mir unbekannt ).

Vielleicht war es die Fa. aus Lahr, welche als erste die Lenco Namenrechte erwarb ?

 

Jedenfalls erschienen nach 1979/80 erneut Geräte die den älteren ehemaligen Komet sehr ähnlich waren.  Eines dieser Stereo Geräte war die ex libris 1000  ( weitere folgen ) 

Mein Gerät wurde 2001 beim Grossbrand zerstört. Habe nur noch das Bild aber leider keine technische Daten. ( Falls jemand welche hat würde ich mich über eine Info freuen. Danke )

 

 

 

 

 

 

 

 

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