Mod. 125 gab es in Grün, Beige, Hellgrau


 

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Fuss Adapter Info ...zur alten BERNINA 125 (1945-1957)
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Der Fadenspuler der alten BERNINA 125

Frühe Modelle hatten einen Fadenspuler mit Kupplung

und eine Motorbremse die man beim umspulen aktivieren konnte.

Diese wurde aber bald wieder weggelassen weil sie gar nicht nötig war.

Der Fadenspuler mit Kupplung

Zieht man das Riemen-Pulley nach aussen, so löst sich die Kupplung und die Maschine läuft beim Faden aufspulen nicht mit.

An frühen 125er Modellen eine luxuriöse Einrichtung. Konstruktiv und finanziell nicht gerade sparsam, weshalb man das später - für einige Jahre - wieder vereinfachte.

Fadenspuler ohne Kupplung

Der später wieder in einfacherer Ausführung produzierte Standard-Spuler.

 

Er läuft beim Betrieb der Maschine dauernd mit. (das ist völlig normal) Diese Bauweise wurde bis gegen Ende der 1950er Jahre beibehalten.


 

 

 

 

Der Motor 1. Generation der alten BERNINA 125

war bei den allerersten Ausführungen zusammen mit dem Gehäuse ein einziges Gussteil. Das ganze wurde mit zwei Schrauben an horizontal am Maschinenständer angebrachten Bolzen ferstgeschraubt. Das Riemen-Pulley am Motor war mit einer Kupplung ausgerüstet die man manuell auskuppeln konnte damit beim spulen die Maschine nicht mitläuft. Zusätzlich war noch eine 'Handbremse' angebracht mit der man den Motor (falls notwendig) komplett stoppen konnte... was sich jedoch als nicht notwendig erwies.

Das Netzkabel war ohne Gerätebuchse direkt am Motor fest angeschlossen.

 

Bild unten:  ...eine BERNINA 125 mit Baujahr 1947 (verkauft 1948)

ohne besondere Modellbezeichnung. Mit nur einem Rollenhalter und dem ersten Motor inkl. Motorbremse (Bremshebel entfernt). Das Netzkabel wurde bei dieser Ausführung ohne am Gehäuse vorhandene Netzbuchse fix am Motor montiert. 

 

 

 

Der Motor 2. Generation

In der Folge wurde der Motor modifiziert, mit einer Anschlussbuchse versehen inklusive einer separaten Motor-Abdeckung. Später wurde dann auch noch die Motorbremse weggelassen. Gemeinsam hatten sie aber alle noch den Zugregler mit unnötig aufwändiger Hebel-Mechanik. Dabei wäre dies schon von Beginn an viel einfacher zu lösen gewesen.

 

Im Bild rechts sehen wir den zum Riemen hin montierten Keramikregler mit der mech. schön fein gearbeiteten aber technisch zu aufwändigen Zugmechanik die man einfacher hätte gestalten können.

 

Bild unten zeigt die Hebelmechanik die den Stromregler bewegt. Mehrere Teile in Aluguss Ausführung mit Führungs-Bolzen, unnötig aufwändig und zu teuer.... weshalb man dies später änderte


Der Motor der 2.Generation war immer noch der gleiche aber leicht modifiziert. Er hatte jetzt eine am Gehäusedeckel vorhandene Gerätebuchse fürs Netzkabel und eine separate Motorabdeckung. Diese wurde wie bisher von hinten mit zwei Schrauben an horizontal stehenden Bolzen mit Innengewinde festgeschraubt.

 

Der Motor 3.Generation

war eine Neuentwicklung mit automatic Fadenspuler, der sich beim aufstecken der Spule automatisch vom Riemen-Pulley ausklinkt, so dass die Maschine beim Spulen nicht mitläuft. - Die Motorabdeckung wurde von jetzt an von der Unterseite der Bodenplatte festgeschraubt.

 

Auch der Kipphebel der den Strom-Regler bewegt wurde nun umkonstruiert.

Irgendwann hats dann jemand gemerkt. Der Keramikregler wurde umgedreht und der Hebel vereinfacht, so dass er von nun an als Druckkontakt funktioniert.

 

Man hätte bloss zu Beginn den Regler umdrehen müssen, dann funktionierts mit diesem einfachen Kipphebel.

Alugussteile und Führungsbolzen wurden einspart.


 

 

 

 

Antriebs-Riemen für die alte BERNINA 125

Rundriemen für diese Maschine sind auch heute noch im Handel erhältlich. Die Führungsräder (Pulley) der Antriebsriemen sind für 5mm Rundriemen ausgelegt. Normale Keilriemen laufen eher schlecht...schräg oder werden beschädigt.

Standard sind die Rundriemen mit 5mm Durchmesser.

Sie können jedoch auch einen synthetischen Zahn-Keilriemen mit der Breite 4-5mm verwenden, die sind flexibler als die starren Gewebe Keilriemen.

 

Achtung: Synthetische Zahnriemen müssen genau passen und etwas Spannung erzeugen... da diese Maschine keinen Riemenspanner hat. Aus diesem Grund sind die flexiblen Rundriemen vorgesehen... was auch zu empfehlen ist.

 

Neuzeitliche verwendete Riemen sind z.B. die Grünen im Bild rechts. Diese kann man auf Mass schneiden und mit einem Feuerzeug erhitzen und zusammen-schweissen.  Auch die roten Riemen (Bild in der Mitte) sind sehr gut und im Handel erhältlich. Die Maschine läuft auch O.K. wenn Sie unterschiedliche Riemen montieren. In der Schweiz kann man diese Riemen kaufen bei:  www.btrade.ch

weitere Lieferanten siehe Kapitel " Ersatzteile und Adressen "

 

original Belt = round belt ø 5mm

also usable = sythetic timing belts 4-5mm

 


zum vergrössern auf Bilder klicken

 

Ansicht von unten

bei abgenommener Bodenplatte


 

 

 

1953 zum 60. Geburtstag der Firma Fritz GEGAUF

kam die 125 Jubilae erstmals mit Fusspedal auf den Markt


 

BERNINA 125 J  = Jubilae.

Hauptmerkmal ist zum einen der Schriftzug "Jubilae" ..dann das vorne am Ständer aufgenietete Emblem. Im weiteren gab es zu diesem Modell nun auch ein Fusspedal.

Hinweis: Auf Kundenwunsch wurde die Jubilae auch mit Kniehebel Starter geliefert.

Damals konnte man ältere Modelle auch nachträglich noch nachrüsten lassen.

 

Erste BERNINA 125 mit Fusspedal... 


 

Motor und Fussregler für BERNINA wurden über Jahrzehnte allesamt bei der SCINTILLA ( sprich: tschintilla ) in der Schweiz produziert. Die Scintilla baute seit Jahrzehnten Millionen Motoren und alle Bosch Elektro Werkzeuge.... Die Firma wurde dann von Bosch "ganz langsam" übernommen, heute ist die Scintilla S.A. ein eigenständiges Bosch Werk. -  BOSCH kündigt im Dez.2013 an, 300 der 620 Mitarbeiter im schweizerischen Solothurn zu kündigen und die Produktion nach Osteuropa zu verlagern. Stand Dez.2013.

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Hinweis: Maschinengehäuse, Fussregler-Teile und andere Alu-Gussteile etc. wurden im Auftrag für BERNINA von einer Firma Bühler produziert.

Auch INCA produzierte in den Anfangszeiten Teile in Aluguss für BERNINA.

INCA ist (war) eine auf die Herstellung von Holzbearbeitungsmaschinen und Aluguss Teilen spezialisierte Schweizer Firma. Sie fabrizierten auch im Auftrag für Dritte... z.B. die Alugehäuse für frühe Elna Nähmaschinen. (Bühler war dann finanziell interessanter) 

Spätere Modelle ab 1954/55 wurden mit einem "normalen" Fusspedal ausgerüstet, das ebenfalls wie die Motoren in der Firma Scintilla S.A. in Solothurn produziert wurden. (wie auch die Fussregler für Keller + Helvetia)

 

Hier nun noch einige Bilder einer

BERNINA 125 mit Fusspedal

  

BERNINA 125 / 121 ...Reparatur und Service

Einstellen der Nadelstange und Transporteur mag noch gehen. Aber mechanische Rep. sind für einen Laien eher schwierig. Die Maschine ist klein, der Zugang zur Mechanik sehr eng. Zu 95% läuft eine alte Maschine nicht mehr weil sie ewig unbenutzt irgendwo rumgestanden hat... und jetzt nur gereinigt werden muss.

Altes Oel dickt ein und bremst oder blockiert mechanische Teile.

 

...Thema Reinigung siehe Kapitel "Wartung und Pflege".

 

An der Elektrik gibt es grundsätzlich wenig Defekte. Angeknabberte oder defekte Kabel sollten unverzüglich repariert oder gegen neue getauscht werden.

"naturgemäss" gibt auch der Kondensator nach 30-50 Jahren seinen Geist auf und sollte ersetzt werden. Den Kondensator finden Sie am Motor nach entfernen der Abdeckung. ...siehe Kapitel Entstörtechnik.

 

 

Wie alt ist meine 125er ????

Das Baujahr ist bei diesen Modellen leider nicht 100% verlässlich an der Serien Nummer ablesbar. Normalerweise stehen die ersten zwei Ziffern für das Baujahr... Serie No. 47xxx=1947    53xxx=1953  ( es gibt jedoch Abweichungen und Ungereimtheiten in den Serien Nummern) 

Man kann dies auch nicht vom Verkaufsdatum im "noch vorhandenen Garantieschein" ableiten, da einige Maschinen länger bei den Händlern standen und nachweislich etliche Exemplare noch bis 1964 verkauft wurden.

Es gibt gewisse Hinweise anhand derer man das Baujahr grob abschätzen kann.

So z.B. der Motor 1.Generation. Diese Maschinen wurden sicher vor 1949 gebaut...

Hat die Maschine den Motor der 2. Generation, so kann man annehmen dass sie zwischen 1949-1951 gebaut wurde.   ...die letzten wurden 1959 gebaut. 

Steckt auf der Synchronachse ein Bakelit ähnliches empfindliches Kegel-Zahnrad, dann wurde die Maschine mit grosser Wahrscheinlichkeit zwischen 1945-1946 gebaut.

Ab 1946/47 war dieses Zahnrad bei allem Modellen aus Metall.

  

 

BERNINA Kl. 125  für Husqvarna

Der zweite Weltkrieg (1939-1945) brachte den grössten Teil der europäischen Privatwirtschaft zum erliegen. Die schwedische Waffenfabrik HUSQVARNA produzierte in dieser Zeit nur militärisches Material was dazu führte dass nach Ende des Krieges vieles fehlte was die Privatwirtschaft dringend nötig hatte, so auch Nähmaschinen. Da die "neutrale" Schweiz vom Krieg verschont blieb, konnte BERNINA wenn auch unter erschwerten Bedingungen diese ganzen Jahre hindurch entwickeln und produzieren.

Aus diesem Grund kauften einige europäische Hersteller für die ersten Jahre nach dem Krieg fertige Produkte von Herstellern in der Schweiz. Husqvarna hatte zu dieser Zeit nun keine eigene Freiarm ZigZag Maschine weshalb man bei BERNINA einkaufte. Husqvarna kaufte von BERNINA die funktionierende Maschine im Rohzustand. Der Motor wurde bei Husqvarna verbaut und stammte von Electrolux.

So wurde die BERNINA 125 von 1947-1954 in der unten gezeigten Ausführung als HUSQVARNA ZigZag verkauft. - In Frankreich hiess sie Husqvarna Excelsior.

 

Husqvarna baute den Fadenspuler nicht direkt am Motor ( wie BERNINA ). Der Spuler war am Zwischenrad montiert und wurde vom Motorriemen bewegt.


 

Husqvarna lieferte dieses Modell damals auch nach Frankreich, wo sie genauso als Modell Excelsior verkauft wurde. Leider kann ich hier mein original Inserat in französisch nicht zeigen, da jemand aus Frankreich vehement behauptet ich hätte dieses bei ihm geklaut, was jedoch nicht stimmt denn ich sammle selber alte Unterlagen von BERNINA und anderen Nähmaschinen seit 1969.