Die erste Fahrt

im eigenen Wagen, einem Jeep Modell  Holzkiste mit Fussantrieb unternahm ich 1956. Meine Schwester als Beifahrerin musste ich dabei auch noch festhalten. 

(es gab noch keine Sicherheitsgurte)

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Der zweite war 1961 ein Auto Union1000

(Auto Union-DKW ein früher Audi Vorgänger)

mit  3 cyl. zweitakt Motor 980cm³. Der stand jedoch nur einige Monate defekt in unserem Garten, von einem "freundlichen" Nachbarn als  Kinderspielplatz "gespendet" ...sprich:  auf lockere Weise entsorgt. 


Motorisiert war ich zum ersten mal mit dem Velo-Solex meiner Eltern, ein kurioses Ding aus den 1960er Jahren. schwach und langsam aber langlebig und robust. Der Motor

ist direkt über dem Frontrad. Eine Walze mit ca. 8cm Durch-messer mit eine Schmiergelpapier ähnlichen Obefläche treibt direkt den Reifen an. Dieses Bild leihe ich zur Ansicht

aus dem Web von " Kipfer-Velo-Solex-Werkstatt "  

   

Dann bekam ich das Mofa Rico Paloma von meinem Opa. Es hat keine Gangschaltung aber eine Art Fliehkraft Kupplung. Der Motor treibt über einen Keilriemen ein Schwungrad an, von da geht eine Kette auf das Hinterrad. Man muss bloss Gas geben und es bewegt sich. Der Benzintank ist unter dem Sattel. Das Ding war etwas träge aber wenn mal in Fahrt O.K. Das Bild ist "ausgeliehen" zur Ansicht ...aus www.fam-amv.chDas Mofa vom Opa war altersbedingt schon sehr schwach, habe es ein Jahr benutzt... dann ein defektes 2-Gang Mofa repariert.  

Ab dem 10. Altersjahr bis 15Jh. hatte ich zwei Wochenplätze = Firmen oder Privatleute wo ich in den Schulfreien Zeiten - neben der Mithilfe zuhause - Arbeiten gehen musste, z.B. in einer Sattlerei, Tischler, Schmiede, Musikhaus etc. Das wenige dabei verdiente Geld musste ich der Mutter abgeben. Schon als Jugendlicher mit 8 Jahren hat mich alles technische interessiert... und so habe ich nach Möglichkeiten gesucht um legal an eigenes Taschengeld zu kommen. Habe aus dem Sperrmüll alte Radios Mofas und anderes gerettet, zerlegt repariert und Einzelteile verkauft um ein wenig Geld zu generieren das ich vor der Mutter geheim halten konnte. Sperrmüllsammlungen gab es zu meiner Schulzeit alle paar Wochen.  Das ganze Zeug wurde am Strassenrand gestapelt und wir Jungs retteten alles noch brauchbare.

ein solches Mofa habe ich "gerettet" und für mich repariert. Eine 2-Gang DKW Victoria

der Motor fehlte ...lag jedoch daneben weil angeblich der Kolben klemmte. Der Defekt war ganz wo anders. Nachdem ich es repariert hatte benutzte ich das Mofa einige Zeit für mich bevor ich es gewinnbringend einem Waldarbeiter unserer Gemeinde verkaufen konnte. Damals durften die 2.Gang Mofas mit Handkupplung von jedermann 

gefahren werden.   

 

...im Nachbardorf entdeckte ich hinter einem Haus eine alte 3-Gang Puch. Kurz nachgefragt sagte der alte Mann ich könne sie mitnehmen...  aber seit einem Unfall sei  der Motor kaputt. Diverse Kratzer und das vordere eingedrückte Schutzblech liessen auf einen Sturz schliessen. Habe mich bei dem Mann bedankt und die alte Puch und mein Fahrrad 7 Km weit bis nach Hause geschoben, zum Glück ohne Steigungen. Die Puch habe ich zerlegt, Verschalungen entfernt Motor und Bremsen repariert... dann lief sie wieder.  Damit bin ich manchmal an schulfreien Nachmittagen oder sonntags im nahen Wald über Stock und Stein gekurvt.

Mutter wollte wie immer wieder alles wissen.. Sie hatte zu jeder Zeit ein übervorsichtiges Auge auf uns Kinder, wollte beinahe jeden Schritt von mir dokumentiert haben. Zumindest war ich ja bereits 14 und wusste was zu tun war... habe deshalb vorsichtshalber die Adresse vom Mofa-Spender aufgeschrieben, nun war alles Gut

 

Mit 18 absolvierte ich die Fahrprüfung für Motorräder.  Zuerst kaufte ich eine Vespa 125 / Bj.1966. Ein cooles Ding und im Sommer super, aber im Winter war sie wenig praktisch weil man auf vereistem Gelände schnell mal ins Rutschen kam. Ich verkaufte die Vespa  und erwarb eine gebrauchte BSA.

 

 

 

Eine 1968er BSA A65 war danach meine nächste etwas aktivere Maschine. Für mich genau das passende Motorrad. Ich wollte keine Rennmaschine. Auf der Strasse war ich immer gern zügig unterwegs ...und 

zügig bedeutet für mich nach erlaubter Geschwindigkeit, vorausschauend... die momentane Situation erkennend... dann läuft der Strassenverkehr zu Gunsten aller. Habe meine BSA noch einige Jahre unfallfrei gefahren. Zeitgleich zur Motorrrad Prüfung ging ich noch ein paar Stunden für Theorie und Praxis zum Fahrlehrer und absolvierte im Dezember 1969 auch die Auto Fahrprüfung. 

Fahrprüfung

Mein Fahrlehrer hatte einen grünen Simca 1301 mit dem ich bei ihm fahren lernte. Nach 5 Std. Theorie und weiteren 6 Fahrstunden meldete er mich zur Prüfung an. Dann musste ich noch 4 x 1 Stunde in kleine Wohnquartiere, bei Eis und Schnee Parken in allen Varianten üben. Zur Prüfung angemeldet war ich für Freitag 5. Dezember 1969. Eine Lektion Theorie 40min. kostete Fr.12.-- / die Fahrstunde 18.--(45min.) Am Prüfungstag kam der Fahrlehrer mit einem roten Datsun Cherry. Weil der Simca defekt war konnte er seinen neuen für Januar geplanten DATSUN beim Händler abholen. Unser Regionales Verkehrszentrum war zu dieser Zeit erst im Bau, somit musste ich zur Prüfung mit dem Fahrlehrer 40 Km. zum Strassenverkehrsamt nach Bern fahren. 

In der mir damals unbekannten Stadt Bern absolvierte ich im neuen mir völlig fremden DATSUN bei Regen Matsch und starkem Schneetreiben die Fahrprüfung. 

 

nun fahre ich über 50 Jahre ...zügig vorausschauend auf andere achtend und unfallfrei

in jungen Jahren besass ich manches Auto... manchmal nicht lange, aber ich habe wenn möglich bei jedem Verkauf einen Gewinn erzielt ... bei wenigen funktionierte es nicht.

...in 50 Jahren kommt ganz schön was zusammen.   

                                                                                   ...siehe selbst ...viel Spass.

 

Bescheidener Start 1969

...zu meiner BSA gesellte sich im Februar 1969 kurzzeitig ein Käfer.

Fahrkomfort null... aber man war wettergeschützt und konnte bei schönem Wetter das Schiebedach öffnen...und

das wichtigste, er war bezahlt !

positiv.. egal wie kalt es im Winter war, der Luftgekühlte Boxer-Motor startete immer und die Karre lief jederzeit problemlos.

Ende Jahr habe ich ihn einem Landwirt verkauft... der Käfer beförderte nun auch Schafe.

Autos kaufen wenn man das Geld dafür nicht hat war keine Option und auch nie gewollt. Mir waren gebrauchte immer willkommen, wenn die Möglichkeit bestand dass man den Wagen mit Gewinn weiterverkaufen konnte. 

 

Der Opel Diplomat A Bj.1966

war nicht meiner... aber gefahren bin ich ihn manchmal. Er gehörte dem Vater meiner damaligen Freundin. Wir hatten beide eben den Führerschein erworben, da durfte sie als Lieblingstochter den Opel manchmal ausfahren. Ihr Vater war Gastwirt und er mochte es nicht dass sein Liebling mit 18 einen Freund hat. So trafen wir uns immer im Nachbardorf beim Bahnhof damit ihr Vater nicht merkte dass wir zu zweit unterwegs waren. Der Diplomat von General Motors war eine Art europäischer Amerikaner. Mit diesem Wagen habe ich zum ersten mal meine Zuneigung zu Amerikanischen Autos entdeckt. Nach acht Monaten war die flüchtige Liebe zwischen uns vorbei und auch die Ausflüge mit dem Diplomat. Musste mich wieder mit dem VW begnügen... zumindest bis Ende Jahr... da verkaufte ich den Käfer.

 

nach dem Käfer kam

das gemütliche Entlein.

Ein Kollege aus dem Gymnasium

ging 1970 nach Australien und er brauchte dringen Geld. Seinen Simca 1501 special hat er mir für Fr. 800.- verkauft, der war an einer Seite zerkrazt,  nachdem ihn ein Musikerfreund aus meiner Band  frisch gespritzt hatte sah er aus wie neu. Es war genau das gleiche Fahrzeug wie der grüne vom Fahrlehrer, jedoch mit 1.5 Lt. Motor. Das "special"  steht für die ab Werk eingebauten gelben Nebelleuchten. Die Karre ist etwas schwerfällig aber mit dem 1500ccm³ Motor war er (damals) O.K. Monate später habe ich ihn für 1800.-- verkauft.  Mit geprüften Gebrauchtwagen konnte man immer etwas Geld machen. Jedes meiner Autos verkaufte ich innerhalb vom Prüfzyklus, so dass es vom neuen Besitzer ohne Nachprüfung eingelöst werden konnte.

 

OPEL Commodore 1971

Der Opel Händler am Ort hatte zwei neue Mietwagen.

Opel Commodore der eine mit 2 Türen und einer mit 4 Türen...

den habe ich mehrmals für den Sonntagsausflug mit den Eltern gemietet. Habe ihn etwas später 1 Jahr alt mit 16'000 Km als Vorführwagen gekauft, eine Weile gefahren und im gleichen Jahr frisch ab MFK mit Gewinn verkauft.  -  Seit den Ausflügen mit dem Opel Diplomat mochte ich grosse Autos .

 

ein 1966er Plymouth Fury III Station Wagon war nun mein 

Neuzugang den ich vorwiegend an Wochenenden und auch als mobile Funkstation benutzte. 

Er begleitete mich einige Jahre zu verschiedenen Funkertreffen. Im Kofferraum hatte ich meine mobilen Funkantennen verstaut und auch einen Gasgrill für spontane Partys unterwegs.

 

auch 1972 kam kurz der Audio 100 GL eines Vertreters dazu. Er hatte 90'000 Km auf dem Tacho. Wegen den Km und weil die Fahrertür nach einem Schlag schlecht gespritzt war und er nach Aussage des Besitzers zuviel Oel verbrauchte... bekam ich ihn für ein beinahe symbolisches Trinkgeld. Er verbrauchte echt bald mehr Oel als Benzin. Ende Jahr rief mich ein Autoverkäufer der Garage im Dorf an und sagte ein Kunde suche dringend einen Audi 100 wie ich ihn habe... zum schlachten weil er Ersatzteile braucht. Ob ich ihn los werden möchte ? Der Mann bot den Preis den ich bezahlt hatte..  also sofort weg damit. 

 

Es waren die Jahre der "angeblichen" Oelknappheit mit Sonntags-Fahrverboten ...aber Autos und Motoren wurden immer grösser gebaut.(?)

 

Winter/Frühjahr 1971/72

Ein Kollege war beim Militär und absolvierte danach eine Ausbildung bei der Polizei. Er bat mich während dieser Zeit seinen Ford Capri 2.6 V6 

ab und zu etwas zu bewegen damit der keine Standschäden erleidet... und so war ich etwa vier Monate Sonntags mit dem schnellen Capri unterwegs. Tempolimit gab es nicht.

 

 

1973 kaufte ich den kleinen 1965er Plymouth Belvedere weil ich schon einen Käufer in Aussicht hatte. Mit dem 3.7 Lt. 6 Cyl. Motor und 180PS..  war er der kleinste aus dieser Baureihe. Für Autos mit

6 Cyl. Motoren fand man schnell einen Käufer. Vier Wochen später hat ihn mein Interessent gekauft. Er fuhr 9 Jahre mit dem Plymouth ohne irgend ein Problem.

 

 

Ford Fairlane 500 1974-1976.

in meinem Besitz. 6-Plätzer mit grossem Kofferraum.  Der kräftige

5 Liter V8 lieferte genug Power so dass man auch auf langen Touren gemütlich voran kam. Verbraucht hat er ca. 15-18 Liter auf 100 Km, je nachdem wie oft man ihm den Kickdown drückte. Das ist auch im Jahr 2020 nicht ungewöhnlich bei V8 Motoren. Manchen Ausflug hat er mitgemacht. Auf der vorderen Sitzbank fehlte ein wenig der Seitenhalt aber sonst war er wirklich bequem. Einem CB Funker aus Bern habe ich den Fairlane 1976 verkauft. 

 

 

dann...in einem Moment

einer scheinbar "unerklärbaren Verwirrtheit " 🤔 kaufte ich einen gelben Käfer obwohl ich gelbe Autos gar nicht mochte. Habe diesen "Sonderfall" billig von einem Kollegen gekauft der Geld brauchte um eine hohe Busse zu bezahlen. Wegen einem massiven Verkehrsdelikt hatte er seinen Führerschein für ein Jahr abgeben müssen. Nach drei Wochen habe ich den Käfer - ein ehem. Postfahrzeug - mit Gewinn verkauft.

 

Ford 20M XL Automat

Gekauft 1974 mit 90'000 Km.

Zusammen mit dem Fairlane auf Wechselschild eingelöst.

Er bot alles notwendige. Auch

unterwegs auf einem Feldweg kurz mal ein Nickerchen ein-schalten war mit den Liege-sitzen sogar ein Stück weit 

bequem. Meine Liebste

mochte den Ford weshalb ich ihn möglichst lange behielt.

Leider brach Ende 1978 am Motor eine Kette mitsamt dem Stirnrad ..oder wie das hiess.. so übergaben wir ihn mit  289'000Km dem Autohof .( Recycling.)

 

zum 20M XL  gesellte sich 1977 

dieser  Plymouth FURY III.

Er war mein Sonntagswagen, der einzige meiner ehemaligen Fahrzeuge welches ich noch heute vermisse und jederzeit gerne wieder fahren würde.

Er hat einen 7.2 Lt. V8 / 375hp mit Vierfachvergaser.  In Top Zustand eine Augenweide für jeden Ami Freund. Er war mit Baujahr 1968 die 2-türige Luxusversion von meinem 1966er Plymouth Fury Station Wagon... und auch er war wie viele andere seiner Gattung auf jedem Ami Treffen ein Hingucker.

 

 

 

Meine Liebste konnte sich für die etwas "zu grossen" Ami-Wagen ja nie richtig begeistern...

so habe ich mich allmählich von ihnen verabschiedet.

dann habe ich manchmal auch ein wenig übertrieben von einem Extrem zum anderen

 

zum Beispiel als ich nach dem Verkauf der Amis mit dem winzigen mini cooper  

zuhause eintraf.. und fragte:

..ist der jetzt klein genug ?

ihre Antwort war voraussehbar...  

gehts dir noch gut, spinnst du ?

Ich wusste jedoch dass ich den schnell wieder verkaufen konnte.

 

 

Wir hatten noch keine Kinder und zu zweit würde es wohl für kurze Zeit gehen. Am selben Tag fuhren wir zu Freunden an einem heissen Sommerabend. Ich hatte kaum Platz für meine Beine. Meine Frau lachte sich halb kaputt wegen dem mini cooper. Kaum unterwegs kamen wir in ein heftiges Gewitter, es regnete wie aus Kübeln als unser Neuling während der Fahrt einfach still stand wie ein Bock... mitten auf der Strasse...Motor aus fertig.

Meine Frau lachte und fragte... wars das jetzt... was hast du da für eine Gurke gekauft ?

Wir sahen uns an und eine Weile wurde nur gelacht. Glücklicherweise befanden wir uns direkt vor einem Schulhaus. So schob ich den Kleinen im strömenden Regen unter den gedeckten Fahrradstand und suchte nach dem Problem. Der Zündverteiler war voll Wasser weil anscheinend manches an dem Auto undicht war.  Habe alles gereinigt und getrocknet dann über den Zündverteiler eine Plastiktüte gestülpt... dann gings weiter zu unseren freunden, und er mini lief einwandfrei. ...da waren nur noch Türen und Fenster undicht.

Den kleinen konnte ich trotzdem zwei Monate später mit leichten Gewinn verkaufen.

 

Ein einfacher grüner Mercedes 200-8

war nun meine neuste Errungenschaft,

aber oh Schreck, ein Stern auf der Haube bedeutet Luxus und Wohlstand, Kunden akzeptierten nicht wenn ein junger Mann wie ich damals mit Mercedes vor dem Geschäft auftaucht. Der fährt Mercedes da muss bestimmt seine Ware teuer sein, so die abstrusen Gedanken der Kunden...

die sich zum Teil bis heute nicht geändert haben.  - Der Mensch ändert immer nur seine Umgebung, aber nie sich selbst .

Der 200-8 war bei Händlern beliebt. Habe bei einem grossen Autohaus gefragt ob ich auch Autos tauschen könne... ohne Geld auszugeben. Der Inhaber sagte: ... warum nicht wenns für uns beide stimmt. Was suchen sie denn: ...einen Amerikaner sagte ich. (er hatte einige auf dem Platz) Er wollte wissen was ich denn tauschen möchte... den Mercedes frisch ab MFK sagte ich. Na gut ich schau ihn an.... und er nahm den 200er auf den Lift und prüfte alle Papiere. Als er fertig war bot er mir tatsächlich einen top Preis, ganze Fr. 1800.-- mehr als ich drei Monate zuvor bezahlt hatte. ...ich blieb ruhig und sagte... na ja mal schauen wie mir Ihr Gegenangebot gefällt. Nach Besichtigung seiner Amis wollte ich den schönsten, einen Chevrolet Caprice. Da hätte ich noch 400.-- drauf zahlen sollen... aber ER war dann doch mit einem Tausch einverstanden.... da der Chevy vielen Kunden sowieso zu gross sei. 

 

mein letzter Rückfall

zu den Ami's mit dem

Chevrolet Caprice Classic Sedan

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5.0 V8 Motor, 4 Türen, aut. Klimaanlage Sitzheizung und Einzelsitze elektrisch verstellbar. Mega Kofferraum und das Interieur in schönem Hellblau mit allem Komfort. Den habe ich ohne Wissen meiner Frau nach Hause gebracht.  Aber Sie war es die mich auf das Problem mit dem Mercedes aufmerksam machte also musste der weg. Zuhause wurde ich empfangen mit: ...Spinner... nein nicht schon wieder... Aber  alles war gut als ich die Vorzüge des Wagens demonstrierte.  Das war unser neuer Familienwagen. Für Kundenbesuche und Service Arbeiten hatte ich zuvor einen VW Bus T3 gekauft. - Der Chevrolet war typisch Ami extrem weich und schaukelte ein wenig wodurch er für unsere kleine Tochter zur "Kotzschaukel" wurde.

 

Für Fahrten mit den Kids kaufte ich deshalb noch einen VW Golf 1.

ja ja wieder einer von der Post.. 

und die sind nun mal alle gelbDiese Rüttelbüchse haben die Kinder geliebt. Er schaukelte nicht...er holperte, gab jede Unebenheit der Strasse ans Lenkrad und den Innenraum weiter. Das mochten die Kinder, alle waren glücklich, keinem wurde übel.  

 

Nun war die Zeit gekommen für Veränderungen und den Amis tatsächlich adieu zu sagen. Habe wieder mal alle meine Autos inklusive den Chevrolet verkauft und nach "was neuem" gebrauchten gesucht. 

Bis dahin hatte ich mit keinem einzigen Fahrzeug finanziellen Verlust erlitten, was in Zukunft offensichtlich nicht mehr immer der Fall sein sollte.

  

der billigste GRANADA

        war dieser Kombi

Ein Kollege meldete mir dass von einer örtlichen Maschinenfabrik ein ehem. Servicewagen für nur 100.-- zu haben sei. Ford Granada 2.3 Lt / V6

mit 260'000 Km auf dem Tacho und immer noch top fit. Ich sprach in der Fabrik vor und war erstaunt wie sauber der Wagen war.  Die Zeit drängte weil nur noch 5 Tage Frist blieben in denen ohne Neuprüfung ein Haltwerwechsel erlaubt war... und es war Freitag Nachmittag wo die Büros um 16.00h schlossen. Für die Buchhaltung durfte der Wagen nicht verschenkt, nur verkauft werden.  Das Entsorgen beim Autohof kostete damals Fr. 300.-- pro Pkw. So konnte ich ihn für schlappe Fr. 100.-- mitnehmen.  Ich fuhr direkt zum Verkehrsamt und löste ihn auf meine Nummernschilder ein. In der Schweiz lauten die Kennzeichen auf den Fahrzeughalter, sie gehören nicht zum Fahrzeug. Wird ein neues Fahrzeug gekauft wird das Kennzeichen auf das neu erworbene Auto übertragen weil damit der Fahrzeughalter identifiziert wird.  Diesen Granada habe ich eigentlich nur gekauft für die Reise nach Spanien. Er hat uns ohne jedes Problem nach Andalusien und wieder zurück gebracht.  Ende Jahr habe ich ihn für 400.- wieder verkauft und alles war im Butter.     

         

Der nächste war schon in Sichtweite..

ein Toyota Crown 2600 mit 6 Cyl. 2.6 Lt. Motor. Ein wirklich geräumiges Auto. Bei umgeklappter Rückbank passte eine Menge rein. Überall ist er aufgefallen so dass sich schon nach wenigen Monaten jemand dafür interessierte... Wir behielten in jedoch noch einige Zeit bevor er wieder verkauft wurde. (heute sind sie gesuchte Fahrzeuge)

 

ich suchte einen Ford und fand den  Granada  2.8/V6.

ein kraftvoller Kombi, aber der "neue" blieb nicht lange. Nicht weil ihm was fehlte... nein, aber nur acht Monate später war ich bei einem Kunden. Da fragte sein Nachbar ob ich den Granada verkaufen würde.

ER suche schon lange genau dieses Fahrzeug und habe gesehen dass er eine Anhängerkupplung hat...Ich habe ihn erst kürzlich gekauft sagte ich... wenns passt vielleicht. Sein Angebot musste ich ablehnen und erklärte dass ich sonst Verlust erleide. Er wollte noch meine Visitenkarte und wir verabschiedeten uns. Zwei Tage später rief er mich an und sagte er hätte sich nun erkundigt. Er möchte den Granada unbedingt. Sein neues Angebot lag Fr. 2200.-- über dem Preis den ich bezahlt hatte. Da kann man kaum nein sagen. Am andern Tag brachte ich den Wagen. Sie prüften nochmal alles. Der Deal war gebombt. ...und so hat uns der Granada gewinnbringend verlassen.

 

Meistens war mir egal wie lange ich ein Auto fahren konnte. Wichtig war nur dass ich beim Verkauf einen vernünftigen Gewinn erziele und keinen Verlust hatte. 

 

 

Nur zwei Tage später holte ich mir einen "neuen gebrauchten" Granada, wegen den 115'000Km war er preiswert zu haben. Vom Verkauf am Vortag blieben gute 2500.- übrig. Der "neue" war ebenfalls ein 2.8V6 aber nicht in Ghia Ausführung. Als mein Transporter diente er mir einwandfrei. Mit 132'000Km habe ich ihn ohne Verlust zum gleichen Preis wie gekauft wieder verkauft.

Zur gleichen Zeit stand bei einem Peugeot Händler im Dorf seit wenigen Tagen ein Audi 100 GL 5E mit Reihen 5cyl. 136PS.

Innen mit festen komfortablen Liegesitzen und auch hinten viel Beinfreiheit war er ein ideales Fahrzeug für längere Reisen und

auch bestens geeignet für unsere Familie.

Also habe ich ihn begutachtet, nach einer Probefahrt zeigte ich ihn meiner Frau. Ihr gefiel der Wagen. Bedenken hatten wir nur wegen der fehlenden Klimaanlage... wir haben trotzdem gekauft. Er lief immer zufriedenstellend. Nur bei Reisen in den Süden vermissten wir dann die Klimaanlage doch. Wir waren zwei mal mit ihm in Spanien. Dort konnten die Männer damals kaum glauben dass es Autos mit 5 Zylinder-Motor gibt, jeder zählte die Kerzen und Zündkabel.   -  Habe den 100 GL zwei Jahre gefahren, dann verkauft.

 

 

Ein DATSUN Cherry war Ende der 1980er der Wagen für Frau und Kinder. Einsteigen hinten war unpraktisch, auf dem Vordersitz muss man bei 2-türigen Fahrzeugen aussteigen und den Sitz umklappen wenn hinten jemand aus- oder einsteigen will. Zudem sind bei 2-türigen oft die Vordersitze durch die Kippmechanik wackelig. 

 

Der Garagist bei dem ich den Audi kaufte rief mich an und sagte dass ein 88 jähriger Mann seinen Peugeot 604 verkaufen wolle, er aber kein Interesse habe, wegen der 95'000 Km und weil der Wagen auch noch geprüft werden müsste. Ich besuchte den Mann. Der sagte dass es ihm nicht ums Geld gehe, sondern darum dass sein Auto einen würdigen Besitzer finde weil es doch schade sei den Peugeot nicht weiter zu benutzen. Das Fahrzeig war sehr gepflegt und sah aus wie neu. Nachdem ich mich näher vorgestellt gatte und sagte dass ich das Fahrzeug gut für die Familie gebrauchen könnte wollte er mir den Wagen beinahe schenken. Wir einigten uns auf einen kleinen Betrag und ich holte ihn zwei Tage später ab. Habe ihn eigenhändig prüfbereit hergerichtet und beim Verkehrsamt war alles O.K. Habe nur positive Erinnerung an den 604. Er hatte den 2.7 Lit.V6 Euromotor der auch in Renault und Volvo Modellen verbaut wurde. Die Sitze waren extrem weich so dass man beinahe darin versank.. aber das Reisen in ihm war allgemein sehr komfortabel. So standen zeitweise mehrere Autos um das Haus mit denen wir abwechslungsweise unterwegs waren.

 

TOYOTA Carina II - der anspruchslose

...durch Zufall kam ich zum Carina. An einer Tanksäule traf ich einen Mann mit einem 

Carina. Das Dach und Kühlerhaube waren voller Dellen. Ich sah mir das einige Sek. an.. da fragte er : ..wollen sie ihn kaufen. Das sei ein Hagelschaden, durch die Versicherung nicht gedeckt. Eine Rep. wäre im zu teuer, weshalb er ihn verkaufen wolle. Für Fr. 1500.-- in Bar können sie ihn gleich mitnehmen sagte er lachend. Er hat 142'000 Km auf dem Tacho und läuft tiptop. 

Gamäss Fahrzeugausweis konnte ich den Carina ohne Neuprüfung noch 2 Jahre fahren. Alles klar... abgemacht am Abend holte ich den Carina bei ihm zuhause im Nachbardorf ab. Uns waren die Dellen egal, 1600cm³ und 86PS reichten alleweil für regionale Fahrten... und wie gedacht mochten ihn Frau und Kinder. Die konnten mit 4 Türen hinten besser einsteigen als beim Datsun. Ein sehr genügsames Auto, hat immer funktioniert. Ein einziges mal musste ich den Alternator ausbauen und für schlappe  7 Franken die Kohlebürsten ersetzen. Das war alles in 20 Min. erledigt. Nachdem er bei uns weitere 38'000 Km abgespult hatte schenkten wir ihn einem türkischen Nachbarn. Sein Vater in der Türkei hatte das gleiche Modell welches durch einen Unfall beschädigt war. So ging der Carina auf seine letzte Reise in die Türkei wo seine Türen und Teile der Wiederbelebung eines anderen Toyota dienten. 

 

RENAULT 30 TX  positives Kuriosum

Ich suchte einen schnellen und kompakten Kleintransporternicht all zu gross womit ich überall hin kam.  ...da fand ich bei einem Händler den Renault 30 TX 2.7Lt/V6 mit einem extrem tiefen Preis. Es war kein Transporter... aber mal schauen. Er hatte den Renault verkauft aber wieder zurück genommen weil das Automatikgetriebe einige Wochen später nicht mehr funktionierte. Nun sei für ihn eine Reparatur des Getriebes zu teuer weshalb er ihn für nur Fr.1000.-- abgeben würde.... denn er habe ja auch schon 160'000 Km hinter sich und der Automat schaltet nicht mehr, bleibt immer im ersten Gang. Er gab mir den Schlüssel für eine Probefahrt, dabei versuchte ich während der Fahrt mit dem Automatikhebel die Gänge manuell zu schalten... zuerst hakte und ruckte es beim bewegen des Hebels so dass ich dachte.. au weia jetzt hab ich ihn total geschlissen...aber plötzlich funktionierte es und ich konnte die Stufen einzeln von Hand schalten. Zurück beim Händler sagte ich ..O.K. ich nehme ihn trotzdem. Zuhause habe ich bis auf den Fahrersitz alle anderen Sitze entfernt und für Fr. 400.- einem Exporthändler verkauft. Nun hatte ich einen beinahe kostenlosen schnellen und komfortablen Kleintransporter.  ( kein Mensch wusste jemals wieso das mit der Schaltung so funktionierte ) Der RENAULT 30 TX kam in die Jahre und plötzlich nach vielen guten Diensten verweigerte das Getriebe zeitweise seine Funktion... plötzlich war irgendwas blockiert, schalten war nix mehr und er starb.

 


Grauen und Unheil holt mich ein... während ich nach einem grösseren Kombi suchte... dachte ich, für wenige Wochen ein preiswertes Auto zu kaufen... den ich dann auch wieder billig verkaufen könnte, einfach so um beweglich zu sein bis ich einen passenden Kombi gefunden hätte. Bei einem Händler den ich bisher nicht kannte stand ein Opel Vectra A. Frisch ab MFK zu einem guten Preis. Der Händler rühmte den Wagen und gab an dass er sehr gepflegt sei (er sah auch gut aus) habe ihn unter Zeitdruck...gesehen...gekauft.  Aber schon nach 3 Tagen versagte die Wasserpumpe, zurück beim Händler wollte der von Garantie Reparatur nichts wissen... aber 3 Mt. Garantie war üblich... nach Diskussionen wurde "repariert".  Am nächsten Tag floss das Kühlwasser aus... wieder Diskussion und Garantiereparatur. Es waren keine zwei Wochen vergangen... einen Kombi hatte ich immer noch nicht... da musste am Vectra die Kupplung repariert werden... und der Händler schickt mir eine Rep.-Rechnung die höher ist als der Kaufpreis des Opels... ein Gauner ohne Gleichen. Gerichtlich haben wir uns -knapp ein Jahr später- auf eine Bezahlung von 20% geeinigt. ...und den Vectra habe ich für einen lächerlichen Preis einem Autoexporteur verkauft.

 

Endlich ein Kombi ???

der TOYOTA Crown für 5 Tage

Bei einem Mitsubishi Händler stand ein blauer TOYOTA Crown.

Auf dem Tacho ganz genau 145'000 Km, ebenso im Kaufvertrag. Kein Problem für einen 6 Zylinder, wenn der Preis stimmt.. 

Es folgte Probefahrt... Preisvereinbarung... Vertrag unterschrieben an Ort bar bezahlt.  Vier Tage später beim Supermarkt sprach mich ein älterer Herr an und sagte dass dies sein Toyota gewesen sei. Er staunte dass ich den kaufen konnte.... denn der Händler habe ihm beim Eintausch seines Neuwagens nur wenig angerechnet da er den Toyota verschrotten würde weil man den mit 278'900 Km nicht mehr verkaufen könne... ich fragte wie ?

...er hat doch 145'000 Km. Der Mann erwiederte: er habe ihn eingetauscht mit eigenhändig gefahrenen 278'900 Km.... und es war 100% sein früherer Wagen, er erkannte ihn an einer kleinen Macke am Handschuhfach. Ich bedankte mich für seine Info...

und konfrontierte den Händler und seinen Verkäufer am anderen Tag mit den Tatsachen.

Ich sagte ihnen dass sie wohl selber wissen würden was Betrug und Urkundenfälschung und Manipulation des Tachos für Folgen haben werden. Beide sagten kein Wort. Der Chef ging nur ganz kurz in sein Büro, kam zurück, riss mir wortlos meinen Vertrg aus der Hand legte ihn auf sein Exemplar und zerriss die Papiere. Dann schmetterte er mir den vollen Betrag den ich für den Wagen bezahlt hatte auf den Tisch und lief wortlos in seine Werkstatt.

Der Verkäufer stand einfach da mit bleichem Gesicht ... von keinem eine Entschuldigung, nichts. Beim verlassen des Hauses sagte ich nur: ..seien sie froh wenn ich Ihre Machenschaften nicht unters Volk bringe. ...die wahre Geschichte vom TOYOTA für 5 Tage. 

 

Gebrauchte Fahrzeuge waren für mich grundsätzlich O.K. denn man spart damit - wenn alles rund läuft - eine Menge Geld... und bis dahin hatte ich nur positive Erfahrungen.

aber wie sagt man:   ...es könnte schlimmer kommen  ...und es kam schlimmer !

 

mit der nächsten Katastrophe

In einer Werkstatt ohne Marken-Vertretung kaufte ich für einen Bekannten einen Bus an dem ich auch noch 500.- verdiente... das war alles soweit super. Der Händler zeigte mir dann auch noch einen Citroën XM auf seinem Platz. Er habe den XM preiswert eingetauscht, könne ihn jedoch wegen dem 3.0 Lt. Motor schlecht verkaufen. Der XM sei gut im Schuss, er gebe ihn günstig weiter. Da ich bis dahin nie einen Citroën hatte wurde ich neugierig und habe die Karre nach einer Probefahrt gekauft. Ich war überrascht wie leise und ruhig der Wagen auf der Strasse unterwegs war. Die Sitze sahen aus wie neue Gartenstühle aber man sass zum Erstaunen sehr bequem... und die Federung... ein Traum. (wenn sie funktioniert)  Leider hat mir der Verkäufer verschwiegen dass dies der Wagen seines Schwiegervaters war und er mit der Hydraulik massive Probleme gehabt hatte... die nun an mich weitergegeben wurden. In Unkenntnis dieser Fahrzeuge habe ich ihn in einer Citroën Werkstatt "komplett reparieren" lassen und viel Geld verloren...weil alle Reparuren die Probleme nicht lösten.  Ein halbes Jahr später habe ich ihn einem Händler verschenkt der ihn ins Ausland exportierte.


Mit Opel hatte ich ja eigentlich sehr negative Erfahrungen hinter mir.

aber dann las ich einen ADAC Bericht in welchem die alten Opel Senator A Modelle auch als sehr gute Gebrauchtwagen empfohlen wurden ...warum nicht versuchen ?

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einen SENATOR hatte ich noch nie. ...also habe ich zugegriffen und einen SENATOR A  gekauft. Er war sehr bequem mit super Sitzen und allem was man sich wünscht. Der 3 Liter Motor mit 180 PS  gab genügend Schub. Wir unternahmen manche Fahrt nach Frankreich, Spanien etc. Gekauft hatte er 200'000 Km auf dem Tacho was mir keine Sorgen bereitete. Wärend er in meinem Besitz war habe ich nur ein einziges mal den Anlasser ersetzen müssen, vom Autohof (Recycling) für ein Taschengeld gebraucht gekauft. Dann habe ich ihm für jedes Rad neue Bremsbacken gegönnt... immer alles selber ersetzt.  -  Ich staunte als ich für alle vier Bremsbacken kaum mehr bezahlen musste als es beim Audi für ein Rad kostete. Ersatzteile waren erstaunlich preiswert. Nachdem er 290'000 Km erreicht hatte habe ich ihn als Teilelager einem privaten Opel Bastler verkauft.

 

 

Die Suche ging weiter nochmal

Opel Senator 3.0 CD 

Bj.1985, 3.0 CD V6 / 60.000 Km.

Sitzkomfort und Laufruhe kannte ich vom Vorgänger. Der hier war noch schöner, innen schwarz. Die 188PS erlaubten  ruck-zuck 

überholen bei jedem Tempo. Ein schönes Fahrzeug ebenbürtig mit den 300er von Mercedes. Ein Jahr später bekam ich vom Strassen-Verkehrsamt das Aufgebot zur Neuprüfung. Also brachte ich ihn zu einer nahen Garage um alles zu testen und neue Reifen zu montieren. Bei der Prüfung wurde nichts beanstandet und ich konnte am andern Tag meinen SENATOR abholen. Leider dauerte meine Fahrt mit dem frisch geprüften Wagen nur 15 Minuten. Kaum von der Garage weggefahren stoppte ich im Dorf 10m vor einem Fussgängerstreifen ...weil soeben zwei Kinder die Strasse überquerten. ..gleichzeitig sah ich im Rückspiegel einen Kleintransporter in unvermindertem Tempo auf mich zu kommen. Ich stand auf die Fussbremse, zog die Handbremse und drückte meinen Kopf gegen die Kopfstütze als es auch schon knallte und mich der Transporter bis 2 Meter vor die Kinder schob.... der Senator schrottreif bis zur Heckscheibe eingedrückt und Hinterachse futsch. Beim Aufprall löste sich auch das fest im Armaturenbrett verschraubte Autoradio und flog mit voller Wucht an meinem Kopf vorbei auf den Hintersitz. Der Unfallverursacher war der Chef von der Garage wo ich 15 Min. zuvor meinen Wagen abgeholt hatte.  ...Auf seinem Transporter hatte er einen Neuwagen den er zum Kunden bringen wollte, der war jetzt auch vorne komplett gestaucht. ...den weiteren Ablauf hier zu schildern würde den Rahmen sprengen... nur soviel, der Chef war alkoholisiert, rasch holten Mitarbeiter der Garage mich samt Fahrzeuge zurück. ...keine Polizei war die Order... alles wird bezahlt. Ich wurde sehr grosszügig für alles entschädigt und auch nach Hause gefahren. Mit der Vergütung konnte ich zwei komfortable Wagen kaufen. - Im Nachhinein habe ich von einem Mitarbeiter erfahren, dass dem Chef wegen Trunkenheit bereits der Führerschein entzogen wurde und er gar nicht hätte fahren dürfen.

 

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Nachdem ich den SENATOR auf tragische Weise verlor suchten wir nach einem Ersatz.

Da ich früher in Zürich schon einige Autos gekauft hatte mit denen sich immer Geld verdienen liess fuhren wir erst mal in diese Region. Nach kurzer Suche trafen wir auf einen Ford Scorpio 2.8..V6 Automatic mit Stufenheck. Er sah sehr gepflegt aus, hatte 60'000 Km auf dem Tacho... aber beide Seiten waren zerkratzt. Preis war keiner dran. Beim Büro konnte man aus einem Kästchen Visitenkarten mitnehmen. Am Montag rief ich den Mann an und erkundigte mich nach dem Scorpio. Nach Auskunft war der Wagen frisch geprüft, wurde jedoch wenige Tage zuvor von Vandalen zerkratzt.  Alles erneuern würde 4000.- kosten wodurch er den Wagen nicht mehr verkaufen könne. Er sagte eigentlich wäre der Preis bei Fr. 6800.-- aber in diesem Zustand, wenn sie ihn selber abholen und Bar bezahlen 3000.--. Ist O.K. ich hole ihn heute noch ab erwiederte ich.  So fuhr ich mit der Bahn nach Zürich, und holte meinen "neuen" Scorpio. Den Kratzschaden hat mir ein befreundeter Karrosserielackierer preiswert entfernt.

Den Scorpio konnte ich 2 Jahre fahren... aber sein Schicksal war vorbestimmt.

Als ich eines Tages bei einem Kunden den Kofferraum beladen habe blitzte und zischte es plätzlich ganz kurz unter dem Kofferraumdeckel. Ich erschrak und wusste nicht was das war. Innert Sekunden qualmte weisser Rauch aus dem Armaturenbrett und aus der Kühlerhaube. Ich riss die Sicherungen aus dem Kasten aber der Wagen war nicht mehr zu retten. 

Der zu den Rücklichtern führende Kabelbaum verlief von aussen nicht sichtbar an der Unterseite vom Kofferraum Scharnier. Über die Jahre hat das wohl gescheuert und das Zischen kam vom Kurzschluss als die Kabel blank waren. Der ganze Kabelbaum bis zum Sicherungskasten war verschmolzen... Ein Freund kam mit seinem Schlepper und wir brachten den Scorpio zum Autohof.  ...adieu für immer.  Diesmal war nix mit Gewinn.  ... 

Im ganzen gesehen hatte ich meistens Glück mit meinen gebrauchten... bloss dann nicht wenn ich mich allzu schnell begeistern und zu einem Kauf überreden liess...

 


was früher war ist vorbei 

und wir fahren weiterhin