Ulrich Dürrenmatt
Ulrich Dürrenmatt
Ulrich Dürrenmatt * 1849 † 1908
*1849 im Schwandacher / Guggisberg.. † 1908 in Herzogenbuchsee. Ulrich Dürrenmatt Lebte und arbeitete mit seiner Familie ab dem Jahr 1880 im sogenannten 'Dürrenmatt Haus' in der Nähe vom Bahnhof an der Oberstrasse in Herzogenbuchsee. Er war als Journalist, Redaktor und Verleger 'seiner' Berner Volkszeitung 'Buchsi Zytig' tätig, die damals auch ein wenig sein Kampfblatt war gegen alles was nicht seinen Idealen entsprach. Nach einigen Veränderungen in den letzten Jahren existiert die 'Buchsi Zytig' heute als Monats-Magazin im A4 Format.
Als junger Mann stand Ulrich Dürrenmatt dem Radikalismus nahe. Er war Mitkämpfer gegen die freisinnige Vorherrschaft im Kt.Bern und auf Bundesebene. Er kämpfte für die Volksrechte und deren Ausbau. Gleichzeitig betonte er stehts seine Nähe zur konservativen Demokratie unter Einfluss christlicher Grundlagen und traditionellen Wertvorstellungen des Bauenstandes. Er war ein gewandter Redner. Seine Ideen, Meinungen und Ideale kamen nicht immer gut an, dennoch brachte er es auch in politischen Kreisen recht weit. So war er von 1899-1905 im Gemeiderat von Herzogenbuchsee. 1886-1908 Berner Grossrat und 1902-†1908 im Nationalrat.
Dem Geist des wilhelmin. Dt. Reiches, der sich auch in der Schweiz breit zu machen begann, stellte er die ländlich bernischen Tugenden entgegen. Entsprechend bekämpfte er den Vorschlag, Hochdeutsch als Verhandlungssprache im Berner grossen Rat einzuführen, und pries dafür das Berndeutsche als jene Sprache, welche die wahren Werte verkörperte. Schon während seiner Thuner Zeit gab er seine ersten Sammlungen von polit., z.T. in Mundart gehaltenen Gedichten heraus: unter dem Pseudonym Chrischte Frymueth bzw. Christian Frymuth "Mutz, wach' uf!" (1877) und "Bärentalpen" (1878). Als Redaktor und Verleger seiner viel gelesenen "Buchsi-Zytig", d.h. "Berner Volkszeitung", ( heute im A4 Format als BuchsiZytig ) versah er jede Nummer mit einem auf aktuelle Tagesfragen Bezug nehmenden Titelgedicht. Diese z.T. in landberndt. oder auch Guggisberger Mundart geschriebenen "Titelgedichte" gehören mit zum Besten, was die schweiz. polit. Lyrik im 19. Jh. hervorgebracht hat. Sie halfen massgeblich mit, die von Gottfried Strasser und andern vorbereitete sog. Berndeutschbewegung nach der Wende zum 20. Jh. zu konstituieren.
Er war nicht nur Journalist, Dichter, Redaktor und Verleger, auch Gemeinderat, Grossrat und Nationalrat. Er arbeitete und lebte mit seiner Frau in einem herrschaftlichen Haus in Herzogenbuchsee. siehe Dürrenmatt Haus Herzogenbuchsee
Dürrenmatthaus, an der Oberstrasse in Herzogenbuchsee
Das Haus wurde ca. um 1850 erbaut, fast zur selben Zeit wie das berühmte Doktorhaus in Herzogenbuchsee, welches durch den Arzt Walther Krebs (Vater von Maria Waser) erbaut wurde und über all die Jahre bis heute im Jahre 2010 eine Arztpraxis beherbergt.
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