Schwarzhals-Schwan

black neck swan

Wissenschaftlicher Name: cygnus melanocoryphus (nicricollis)  
Deutscher Name: Schwarzhals Schwan  

Anatomie und Optik :  Sein Gefieder ist weiss, Hals und Kopf sind schwarz. Beine und Füsse sind fleischfarben. Das Auge eingerahmt durch einen weissen Streifen. Der bleigraue Schnabel hat an der Basis einen roten fleischigen Höcker, der wie beim Höckerschwan, beim Männchen grösser ist als der des Weibchens. Sein Schwanz besteht aus nur 18 Federn und ist ca. 20cm lang. Die Füsse sind fleischfarben / blass rötlich.

Grösse / Gewicht / Alter :  Der Schwarzhals-Schwan erreicht eine Länge von 115-140cm und ein Gewicht von 4-6.5 Kg die Männchen sind etwas grösser als die Weibchen.

Stimme / Sprache / Sinne u. Wesen :  Seine schöne Stimme benutzt der Schwarzhals-Schwan des öfteren... z.B. wenn sich die Tiere begrüssen geben sie lustige Laute von sich, die weithin zu hören sind.

Ursprüngliche Herkunft :  sind die südlich gelegenen Gebiete Südamerikas, Chile, der Süden Brasiliens, die Falklandinseln und Peru. Lagunen und flache Seen der Pampa-Regionen. Hier leben die Vögel oft an den Seen im Landesinneren. Bei Trockenheit ( meist dann wenn die Jungen flügge sind ) wandern die Tiere in die Küstenregionen wo es mehr Niederschläge und mehr Nahrung gibt. In den Hauptbrut- und Überwinterungsgebieten der meisten Wasservögel Argentiniens, z.B. in der Provinz Buenos Aires leben diese Schwäne ( ausserhalb der Brutzeit ) in grossen Scharen zusammen. Es können Schwärme von über 1000 Tieren entstehen.

Verbreitungsgebiet :  Dieser wunderbare Vogel passt sich gut an seine Umgebung an und ist deshalb heute fast überall anzutreffen, jedoch nicht so stark verbreitet wie der Höckerschwan. Den Schwarzhals-Schwan findet man in Europa weniger frei lebend als viel eher in menschlicher Obhut, in betreuten Parkanlagen, Zoo's, Tierparks usw.

Lebensraum / Lebensweise :  Der Schwarzhals Schwan lebt zumindest in Europa als Standvogel. Er ist ganzjährig ansässig und bewohnt seichte Seen, Brackwasser, Süsswassersümpfe. Am Meer lebende Tiere bevorzugen im Winter die geschützten Meeresbuchten. Ein Paar beansprucht kein grosses Revier für sich allein, in welchem dann auch in unmittelbarer Nestnähe noch andere Artgenossen geduldet werden.  Auch in der Schweiz sind Schwarzhals-Schwäne an verschiedenen Orten, meist in betreuten Park- und Stadtanlagen Zuhause. Grosse Rasenflächen benötigt der Schwarzhals-Schwan nicht, da er eher selten auf Wiesen äst. Durch ihr friedliches und grosszügiges Sozialverhalten sind die Schwarzhals-Schwäne für Gemeinschaftsgehege besten geeignet.

Ernährung / Fütterung :  Hauptnahrung sind Algen und Wasserpflanzen welche die Tiere durch gründeln vom Boden heraufholen. Manchmal fressen sie auch Blätter von herunterhängenden Bäumen am Seeufer, schnaddern in Uferbepflanzungen und Schlammpfützen. In Gefangenschaft lebende Tiere fressen manchmal auch Getreidekörner, Gras usw.  

Verpaarung / Fortpflanzung :  Wie alle Gänsevögel leben auch diese Schwäne in einer lebenslangen Ehe. Ihr Brutverhalten ist auch in Gefangenschaft gut und die Nachzucht meist unproblematisch. Die Küken sind allerdings allerlei Feinden ausgesetzt... wie Raubvögeln, ( z.B. der geschützte Milan )... dem Hermelin usw. -

Balz / Brutzeit / Gelege / Aufzucht :  Über die Brutzeit sind allg. sehr unterschiedliche Berichte vorhanden. Die Monate Oktober bis Januar werden dabei oft als Hauptbrutzeit angegeben, ...werden vom Schwan jedoch verschiedentlich auch den jeweiligen klimatischen Bedingungen angepasst. Mancherorts beginnt das schon im Juli. In der Schweiz lebende brüten oft erst im Dez./Febr. In einigen Gebieten brüten Paare 2-3x im Jahr. Die Küken sind die ersten Tage grau gefärbt, dann aber nach kurzer Zeit in ein schneeweisses Daunenkleid gehüllt und wachsen extrem schnell. Sie sind Nestflüchter. Sie werden nicht gehudert ( wie andere Schwan Küken ), sondern unter den Rückenfedern der Eltern gewärmt und gepflegt. Nach etwa 3 Monaten sind sie flügge. Das grosse bis 40cm hohe Nest wird in einer Flachwasserzone gebaut. Das Weibchen legt etwa 3-7 Eier und brütet diese auch allein, innerhalb von 34-36 Tagen aus.

Population / Artenschutz / Gefährdung :   Der Schwarzhals-Schwan gilt nicht als gefährdet. Die weltweite Population ist nicht genau bekannt. 26'000-100'000 Tiere werden von der IUCN geschätzt.

Haltung und Zucht :  Seit über hundert Jahren werden diese wunderschönen Schwäne in Europa in verschiedenen Zoo's gehalten, gezüchtet und gepflegt. Zu früheren Zeiten war auch der Schwarzhalsschwan durch Menschen vielerorts bedroht.

Besonderes :  Sie gehören zu den Schwänen welche ihre Jungen nicht an Land hudern ( pflegen, betreuen). Sie führen die Küken auf dem Rücken mit sich herum und hegen und pflegen sie auch dort. Diese Aufgabe wird meisten vom Papa Schwan übernommen. ( siehe Bilder shs10-14 )

Anmerkungen :  

Feinde & Gefahren :   Da diese Schwäne - in Europa - meistens in Parkanlagen leben die auch für Raubvögel problemlos zugänglich sind müssen sich die Jungen vor diesen Räubern sehr in Acht nehmen.  Der in der Schweiz geschützte Milan ist ein Raubvogel welcher sich oft und gern an den Küken von Schwänen, Enten und Gänsen vergreift.  Räuber wie z.B Marder, Hermelin und Wiesel klauen gern die Eier der Vögel.  

Ein (Ehe)Paar dieser schönen Vögel lebt bei uns im Stadtpark

 

 

Trauerschwan / cygnus atratus

Schwarzschwan / Black Swan

Wissenschaftlicher Name : cygnus atratus
Deutscher Name :   Trauerschwan
Trauer-Schwan / schwarzer Schwan zum vergrössern auf das Bild klicken

Der wunderschöne Trauer-schwan ist auch bei uns in der Schweiz anzutreffen. Allerdings ist er einigen Leuten ein Dorn im Auge und obwohl es hier nur wenige gibt passt er nach Idee seiner Gegner angeblich nicht hierher, weil der Vogel in unserem Land nicht "heimisch" ist.

Diese Menschen vergessen jedoch, dass alle hier bei uns vorkommenden Schwäne (auch der weitverbreitete weisse Höckerschwan) in Wirklichkeit keine in der Schweiz heimischen Tiere sind. Sie alle wurden vor über 200 Jahren aus fremden Ländern hier angesiedelt.

Aus Asien, Russland, Neuseeland, Australien usw. Nach vielen Jahrzehnten wurden einige (z.B.Höckerschwan) als "heimisch" anerkannt... sie wurden quasi "eingebürgert". Von da her gesehen hätten alle das gleiche Recht. Danke Fabio für das wunderschöne Bild.

Anatomie / Optik :  Sein Kleid ist komplett schwarz mit Ausnahme der Handschwingen (Schwungfedern) welche sich in reinem weiss zeigen, d.h. wenn sie sichtbar sind. Meistens sind sie im Gefieder versteckt. Seine Federn sind am Ende und am Hals gekraust. Sein Schnabel ist feuerrot mit weissem Band quer über der Schnabelspitze. Er hat den längsten Hals aller Schwäne mit 31 Halswirbeln und trägt ihn manchmal wie der Höckerschwan in S-Form, meistens jedoch gerade nach oben gestreckt. Im Flug macht der Hals mehr als die Hälfte seiner Gesamtlänge aus. Die Augenfarbe kann verschieden sein, meist orange bis hellbraun.

 

Grösse / Gewicht / Alter :  Der Trauerschwan erreicht ein Gewicht von ca. 5-8.5 Kg, wird 110-140cm lang ( inkl. Hals gemessen ) und unter guten Bedingungen bis 20 Jahre alt.

 

Stimme / Sprache / Sinne u. Wesen :  Der Trauerschwan benutzt seine kräftige Stimme viel öfter als der Höckerschwan. Bei Bedarf setzt er sie ein und lässt interessante Geräusche ertönen. Zum Beispiel wenn sie sich gegenseitig lauthals begrüssen. Dabei bewegen sie den Kopf immer auf- und ab. Man kann auch beobachten dass der Trauerschwan mitten auf den See schwimmt, seinen langen Hals schnurgerade aufs Wasser legt und laute Trompeten-artige Laute von sich gibt. Dies um Artgenossen zu rufen oder wenn er seinen Unmut loswerden will. Beim Streit mit anderen Tieren kann er auch laut werden. Fühlt er sich in Gefahr, oder im Zorn faucht er ( wie die meisten Schwäne) wie eine Grosskatze. Schwäne sind tag- und nachtaktiv. Schwäne sollten allgemein in Ruhe gelassen werden. Vor allem frei lebende können in Notsituationen auch für Menschen eine Gefahr werden wegen ihrer unglaublichen Kraft.


Ursprüngliche Herkunft :  Australien und Tasmanien ( seit dem 19. Jahrhunder auch in Neuseeland )


Verbreitungsgebiet : Weltweit findet man ihn heute in Zoo's, öffentlichen Parks, in Naturschutzgebieten und teilweise in privaten Parkanlagen, z.B. auch in den USA wo ab und zu einige aus der Gefangenschaft ausbrechen und in freier Wildbahn brüten. . In der Schweiz z.B. im Naturreservat auf dem Thunersee im Berner Oberland leben einige zusammen mit Höckerschwänen.


Lebensraum / Lebensweise :  Der Trauerschwan ist kein Zugvogel. Er lebt am liebsten an Süss- und Brackwasser Seen, bevorzugt seichte saubere klare Gewässer. Wird er andauernd gestört und durch Lärm belästigt verlässt er sein Revier und sucht sich einen anderen Platz. Sie gehen dabei jedoch nicht weiter als ca. 100 Km von ihrem Geburtsort entfernt und halten sich ihr ganzes Leben lang in dieser Region auf. Revierkämpfe gibt es eher wenig, da sich die Tiere lieber aus demWeg gehen als dass sie sich streiten.


Ernährung / Fütterung : Seine Hauptspeise sind Wasserpflanzen. Aber auch Mais und Weizenkörner fressen sie gern. Zudem zupfen sie die Blätter von Bäumen die bis zum Wasser herunter ragen, dabei sind ihnen die Blätter der Trauerweiden am liebsten. In Gefangenschaft essen sie auch Brot, Salat, und  -jedoch seltener-  auch Gras.


Verpaarung / Fortpflanzung : Auch der Trauerschwan verpaart sich nur einmal und die beiden bleiben ein Leben lang zusammen. Ob frei lebend oder unter Aufsicht der Menschen, im Zoo etc. pflanzt sich der Trauerschwan immer wieder erfolgreich fort.


Balz / Brutzeit / Gelege / Aufzucht : Die Brutzeit ist unterschiedlich, da sich die Scwäne auch den jeweiligen Wasserständen anpassen.

Während sich andere hier lebenden Schwäne mit der Brutzeit unseren klimatischen Verhältnissen angepasst haben...  HAT DER TRAUERSCHWAN nichts geändert und brütet weiterhin zur selben Zeit (in unserem Winter) Jan. / Febr. Generell brüten sie im Spätherbst, Sept. - Nov.

 

Der Trauerschwan gehört zu denen die ihre Jungen auf dem Rücken tragen, was nicht alle Schwäne tun. Kaum ist das letzte Küken geschlüpft bringen die Eltern die kleinen zum Wasser. Sobald sie müde sind gehts ab unter Mamas Federkleid.


Das Nest wird als grosser Hügel von beiden Eltern gemeinsam gebaut. In freier Wildbahn brüten sie meistens in Kolonien. Das einmal gebaute Nest wird jedes Jahr wieder verwendet und höchstens ausgebessert wenn nötig. Das Weibchen legt 3-7 Eier, in der Farbe schwach grünlich... gebrütet wird abwechselnd von beiden Eltern, im Schnitt 35-38 Tage und innert 24-48 Std. schlüpfen die Küken. Wobei beobachtet werden kann dass die Männchen etwas schluddrige Brüter sind, da sie ab und zu das drehen und wenden der Eier einfach vergessen, oder sich aus Versehen auch mal im Nest neben die Eier legen. ( take it easy ..man ). Um die Aufzucht der Küken kümmern sich beide Eltern. Nach ca. 5 Monaten werden die Jungen flügge... und im Alter von 2.5 bis 3 Jahren sind sie geschlechtsreif.


Population / Artenschutz / Gefährdung : Der Trauerschwan ist nicht gefährdet. Gemäss Mitteilung der IUCN 2007 wird die weltweite Population auf rund 300'000 bis 500'000 Tiere geschätzt.


Haltung und Zucht :  sind unter (dem Tier angepassten)  Bedingungen jederzeit möglich und beim Trauerschwan relativ leicht. Die ersten in Europa eingeführten Paare brüteten schon erfolgreich im Jahr  1854. Gehalten wurden Trauerschwäne in England bereits im Jahr 1791. Sie können bei genügend grossem Gehege auch problemlos mit anderen Teichbewohnern zusammen in einem Gehege untergebracht werden, wenn die kleineren Artgenossen genug Ausweichmöglichkeiten haben.


Besonderes :  Der Trauerschwan ist Australien's offizielles Wappentier ( Westaustralien & Staatsflagge )

Anmerkungen :  

 

 

Trompeter Schwan / Trumpet Swan

Wissenschaftlicher Name :  Cygnus buccinator

Deutscher Name : Trompeter Schwan

Trompeterschwan Bild © by das tierlexikon.de

Anatomie / Optik :

Rein optisch sieht er auf den ersten Blick aus wie der Singschwan. Sehen wir näher hin, erkennen wir den komplett schwarzen Schnabel. Zudem ist der Trompeterschwan der grösste aller Schwäne.


Alter / Grösse / Gewicht :  


Stimme / Sprache / Sinne u. Wesen : 

   

Ursprüngliche Herkunft :  


Verbreitungsgebiet :  


Lebensraum / Lebensweise :   


Ernährung / Fütterung :  


Verpaarung / Fortpflanzung :  


Balz / Brutzeit / Gelege / Aufzucht :  


Population / Artenschutz / Gefährdung :  


Haltung und Zucht :  


Besonderes :  


Anmerkungen :  


Feinde & Gefahren :          

 

 

 

Coscoroba Schwan

Wissenschaftlicher Name : Coscoroba coscoroba

Deutscher Name : Coscoroba Schwan

( unter seinen Artgenossen stellt er eine separate Gattung dar ).

Anatomie / Optik :      

 

Alter / Grösse / Gewicht :   


Stimme / Sprache / Sinne u. Wesen :   


Ursprüngliche Herkunft :  


Verbreitungsgebiet :  


Lebensraum / lebensweise :   


Ernährung / Fütterung :  


Verpaarung / Fortpflanzung : 


Balz / Brutzeit / Gelege / Aufzucht :  


Population / Artenschutz / Gefährdung :  


Haltung und Zucht :  


Besonderes :  


Anmerkungen : 


Feinde & Gefahren :   


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