Mein Hobby ....und noch mehr
1. wie ich Hobbyfischer wurde
Schon als Kind begeisterte ich mich für alles technische, für die Natur, Tiere fand ich fantastisch usw. Im Früherbst 1961, gerade 11 Jahre alt war ich an einem Sonntag Vormittags wieder mal am Fluss unterwegs um Vögel und andere Tiere zu beobachten.
Da und dort traf ich auf Männer die am Ufer sassen mit der Angelrute in der Hand. Da ich mich durch die Ruhe der Natur sehr angesprochen fühlte und gewohnt war wegen der scheuen Tiere vorsichtig und ruhig zu sein, kam mir diese Situation genau richtig.
Auf leisen Sohlen näherte ich mich ohne ein Wort zu sagen. So konnte ich zuschauen und jede ihrer Bewegungen genau beobachten, so dass ich die Fischer nicht störte. Wenig später war klar, DAS IST MEIN NEUES HOBBY.
Die vorsichtige und ruhige Arbeitsweise welche dieses Hobby erforderte faszinierte mich. Die Fische mit den verschiedenen Techniken zu überlisten war für mich eine neue Herausforderung. Dass ich mir durch meine Beobachtungsgabe Dinge sehr schnell merken konnte kam mir auch hier Zuhilfe. Nur durch zuschauen wie sich die Angelschnur oder die Rutenspitze bewegte, wie es am Zapfen zupfte (Posen fischen) hatte ich gelernt welcher Fisch am Köder war. Zu meiner Schulzeit waren die Gewässer voll von edlen Fischen. Dennoch brauchte es Geschick um an die grossen Brocken zu kommen. Genau das wollte ich können. Aber wie kommt man ohne Geld an eine Ausrüstung ?.
Im Dorf an meinem Schulweg stand ein altes Bauernhaus, da wohnten zwei sehr betagte Leute. Für diese beiden tätigte ich ab und zu Einkäufe wie Milch holen oder anderes.
Eines Tages zeigte mir der alte Herr verschiedene alte Angelruten aus seiner Jugendzeit (um 1890). Alle Ruten aus Bambus, nichts da von Fiberglas usw. wie es die anderen Fischer schon zu meiner Schulzeit hatten. Ich war fasziniert, dass man damit eben so gut Fische fangen konnte. - Der alte Mann kannte tausend Geschichten aber er zeigte und erklärte mir auch worauf man achten musste, wollte man die edlen Fische fangen. - Zu meiner Freude schenkte er mir zwei von seinen vielen Angelruten aus Bambus mit selbstgebauten Alu-Rollen. - Ein anderer älterer Mann den ich jeweils Sonntag früh am Wasser traf hatte immer nur eine Rute dabei - genau so eine, ganz einfach aus Bambus mit einfacher Rolle - und immer die schönsten Fische im Korb. Also nahm ich die Ruten mit Freude entgegen und befolgte die Ratschläge des alten Mannes.
Ich entschloss mich damit zu angeln... auch wenn ich vielleicht dem Gelächter anderer Angler ausgesetzt sein sollte. Meinem Geldbeutel kam das sehr entgegen da wir als Schulkinder kein Taschengeld von den Eltern bekamen, wie es heute üblich ist.
Doch keiner spottete, nichts dergleichen geschah. Im Gegenteil, die Männer staunten jeweils ob meiner einfachen Ausrüstung und der Beute... Forelle... Äsche... Barsch... alles edle und begehrte Fische.
nur WAS DU KANNST ...ist dauerhaft
Damals erkannte ich zum ersten mal, dass nicht unbedingt das was man hat von Nutzen ist, sondern das WAS MAN KANN. Die gefangenen Fische wurden sorgfältig behandelt, lebend in einen Wassertank 'geparkt' und dann auf dem Fahrrad abtransportiert. Oft konnte ich die schönen Fische gleich auf dem Heimweg im Restaurant verkaufen. Das gab dann ein wenig Taschengeld das ich versteckte, sonst hätte ich es Zuhause abgeben müssen.
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Nachtrag 2001... wer heute diesem Hobby nachgehen will hat es nicht leicht. Es dürfen gemäss Fischereireglement z.B. keine Fische mehr lebendig mitgenommen werden. Alle gefangenen Fische müssen sofort getötet werden (mit mind. Fangmass). Einmal gefangene Fische dürfen nicht zurück ins Wasser. Es muss Protokoll geführt werden über alle gefangenen Fische, auch diejenigen unter Mass müssen registriert werden. Der Fischer hat dieses Protokoll von jedem seiner Anglertage an die Behörde zu leiten... und und und
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Der alte Mann freute sich sehr darüber, dass ein Jugendlicher mit seinen alten Angelruten zufrieden war und erst noch gute Ergebnisse vorzuweisen hatte. - Für mich war es ein Glücksfall und die Bestätigung dass auch mit früheren Werkzeugen die gleichen Ziele erreicht werden können. Geld für Angelruten hätte ich damals so oder so nicht gehabt. Habe über die Jahre alle Angeltechniken ausprobiert.
Als ich später genug eigenes Geld hatte, kaufte ich mir noch eine moderne Ausrüstung, eine speziell für die anspruchsvollere Fliegenfischerei die ich auch erlernen wollte. Das war eine feine Sache die auch grossen Spass machte. Eine der alten Bambusruten habe ich noch viele Jahre verwendet, speziell zum Barsche fangen.
Egoisten Profiteure und Abzocker
Viele Jahre war Angeln mein liebstes Hobby.
Im Laufe der 1970er Jahre wurden Flüsse wie z.B. die Aare auf weiten Strecken "begradigt" zu Gunsten der Wasserkraftwerke, um die Fliessgeschwindigkeit konstant zu halten. Bei diesen Massnahmen wurden ganze Uferlandschaften und Lebensräume der Wassertiere zerstört, die sich bis heute im Jahre 2011 noch immer nicht erholt haben.
Kleine Ansätze von ReNaturisierung sind nun wieder im Gange. (Beitrag dazu weiter unten an der Seite)
Gegen Ende der 1980er Jahre wurden die Preise für Fischereipatente vielerorts nach unten angepasst und da gab es plötzlich einen Fischer-Boom von Leuten die keine Hobbyfischer waren, die bloss profitieren wollten mit der Idee wenig ausgeben und dann ein Jahr lang gratis Fische abholen. Und so gab es dann immer mehr Leute die sich an unseren Gewässern tummelten, eigentlich zu viele...
An manchen schönen Fischplätzen standen sie Mann an Mann nebeneinander, keinen Meter auseinander. Es waren nicht mehr die Leute von früher... viele liessen ihren ganzen Müll am Ufer liegen, was mir und all den anderen einheimischen Fischern die hier über Jahre ihrem schönen Hobby fröhnten überhaupt nicht gefiel. Es war plötzlich alles anders. Etliche Fischer welche Natur und Tiere schätzten waren aus altersgründen nicht mehr da.
Die Fischereikultur vergammelte regelrecht und so verabschiedete ich mich wie viele andere, ebenfalls von dieser spannenden Tätigkeit. Hobbyfischer trifft man heute an unseren Gewässern wieder ab und zu aber nie wie in meiner Jugendzeit. Zum Grossteil infolge der oben beschriebenen Verhältnisse...
Zudem muss (oder soll ich sagen sollte) heute gemäss Reglement jeder Fischer ein Buch führen, an die Behörden Rapport abgeben über jedes einzelne Fischlein das er fängt, wieder aussetzt oden mit nach Hause nimmt.
...andererseits haben natürlich auch die Jugendlichen von heute ganz andere Interessen als wir damals. Da muss 'immer was laufen'. Fischen ist jedoch eher was für Leute die 'Spannung in der Ruhe' suchen.
2. Hobby-Fotograf (geblieben bis heute)
Bedeutung meiner Webseite occaphot.ch ... occa... von occasion (=Gelegenheit) phot.. von Photograph= occaphot = Gelegenheitsfotograf... da ich bei jeder Gelegenheit fotografiere.
Im Alter von 13/14 Jahren war ich -wie oben erwähnt- oft zum Angeln am Fluss unterwegs, wo ich auch andere Fischer traf. Ein damals etwa 50-jähriger Mann der mir auch ab und zu einige Tricks zum Angeln beibrachte, erschien immer mit seinem glänzend grauen Mercedes zum Fischen und er hatte immer eine schwarze Kamera dabei.
Diese war es...
wie ich später lernte die NIKON S Bj. 1955, eine sehr gute Kamera für das Kleinbildformat 24x36mm. Zu dieser Zeit, in den 1960er Jahren fingen wir ja noch echt schöne und grosse Fische. Er konnte immer gleich alles auf Film festhalten. Das faszinierte mich so sehr, dass ich mich auch für die Fotografie interessierte.
Leider war Fotograf werden nicht so einfach, da Geld für eine Kamera fehlte. Aus einem alten Buch welches ich im Antiquariat ergatterte lernte ich die Grundlagen der Fototechnik.
Einige Wochen später standen wir wieder beide nebeneinander im Unterholz nahe am Ufer und angelten nach Aeschen.
Absolute Ruhe herrschte, nichts war zu hören als ein paar Vögel die fröhlich vor sich hin zwitscherten. Auf einmal fragte mich dieser ältere Anglerkollege ob ich denn interessiert wäre an einer alten noch funktionierenden Kamera, er habe echt das Gefühl dass mich das Thema interessiert. - Ja sicher... sagte ich voller Begeisterung, leider habe ich kein Geld, darum ist es vorläufig sinnlos mich nach einer Kamera umzusehen.
Mit einem schmunzeln in seinen Mundwinkeln holte er aus seiner üppigen Anglertasche, die den Abmessungen nach eher an eine Reisetasche für längere Ferien erinnerte eine silberne Kamera die (für mich) aussah wie neu.
Es war eine Ricoh 35 (heute sehr seltene Kamera)
Kleinbildkamera Bj. 1955. Eine echt gute Kamera.
Die gehört jetzt dir... sagte er
mit einer Selbstverständlichkeit die mich einen Moment sprachlos machte... und das kam selten vor. Er habe die früher auf einer Asienreise gekauft, seit er jedoch die Nikon habe liege sie ungenutzt im Schrank. Es sei aber auch eine gute Kamera... und ausserdem sei es wie beim Fischen... auch da kommt es nicht auf die Rute an, sondern auf den, der dahinter steht. Das hätte ich mit den Bambusruten ja selbst erlebt, das sei auch so mit der Kamera.
es geht in Kürze weiter...
ein weiteres Hobby ... jetzt wo ich mehr Zeit hab
Lieder u. Texte schreiben, Keyboard und Gitarre spielen
Gedichte verfassen ... und meine eigenen E-Gitarren bauen
Noch ein Hobby ... vermehrt für kalte Tage
Seit etwa 2009 habe ich meine langjährigen Nähkenntnisse wieder aktiviert und mir ein weiteres interessantes, kreatives und beruhigendes Hobby geschaffen. In der Familie anfallende Konfektionsänderungen erledige ich seit Jahren fast ausnahmslos selber. In den 1990er Jahren habe ich einige Zeit (abends nebenbei) spezielle Kleinkinder-Jeans die es so nirgendwo zu kaufen gab, entworfen genäht und an Kinder-Boutiquen verkauft.
Entwerfen und nähen tu ich allerlei aus allen Materialien die unter den Fuss einer BERNINA passen... da würde sich mancher wundern was so alles drunter passt.
Bei Gelegenheit werde ich einiges auf diesen Seiten zeigen
Mein Fuhrpark : BERNINA 930 electronic / BERNINA nova900 / BERNINA 901 / BERNINA 807
und eine für spez. Arbeiten umgebaute BERNINA 530 Record Bj. 1957
Herzlich willkommen auf Eddy's privater Webseite - www.occaphot.ch