| Wissenschaftlicher Name: | Cygnus olor | |
| Deutscher Name : | Höckerschwan |
Anatomie / Optik : Der Höckerschwan gehört zusammen mit dem Trompeter-schwan zu den grössten Entenvögeln die wir kennen. Sein Leib ist gestreckt, das Kleid schneeweiss, der Hals sehr lang ( 22-25 Halswirbel) mit mittelgrossem Kopf und eben so langem Schnabel stark orange gefärbt, vorn abgerundet und an der Wurzel mit einem schwarzen Höcker versehen. Majestätisch in Gestalt... und ästhetisch, einer der schönsten Grossvögel. ( beim Weibchen ist der Höcker etwas kleiner ).
Die Küken sind bräunlich-grau mit meist fadgrauem Schnabel, sie werden erst im Erwachsenenalter vollständig weiss. Im Flug erscheint der so schon wunderschöne Vogel noch mächtiger und seine riesigen Schwingen erzeugen ein lautes, weithin hörbares Pfeifgeräusch. Seine Beine sind weit hinten eingelenkt was ihm den etwas schwerfälligen Gang beschert. Seine Füsse sind meist schwarz oder bräunlich (bei immutabilis Tieren fleischfarben, siehe auch Rubrik immutabilis Info) und zeichnen sich durch grosse Schwimmhäute aus. Der Schwanz hat eine Länge von 18cm und besteht aus 18-24 Steuerfedern. Sein Gefieder ist allgemein sehr dicht und samtig, besteht aus rund 25'000 Federn die täglich mehrmals gepflegt werden (müssen). An der Unterseite ist ihr Kleid jedoch eher pelzartig.
Grösse / Gewicht / Alter / Flugfähigkeit : Ein erwachsener Höckerschwan erreicht eine Fluggeschwindigkeit von gut 50 Kmh... wiegt im Schnitt 12-14 Kg in seltenen Fällen bis max. 20 Kg.( Weibchen sind leichter als Männchen) ..kommt auf eine Länge von 150-170cm, seine Flügelspannweite beträgt 240-260cm... Europäische Schwäne in menschlicher Obhut werden teilweise 40-50 Jahre alt. Bei wild lebenden liegt die Lebensdauer wesentlich darunter. Die Jungen sind mit ca. 2 Monaten flugfähig.
Stimme / Sprache / Sinne u. Wesen : Seh und Hörsinn ist beim Schwan sehr ausgeprägt. Auch seine kräftige Stimme setzt er des öfteren ein, wenn erforderlich. Ihre lauten Rufe tönen manchmal etwas gurgelnd und erinnern leicht an eine Trompete. Der Höckerschwan ist allgemein der zahmste aller Schwäne.
Doch Vorsicht ..fühlt er sich in Gefahr oder ist er zornig, kann jeder Schwan wegen seiner unglaublichen Kraft auch für Menschen gefährlich werden. Es ist schon vorgekommen dass ein Schwan einen Fischer getötet hat, weil dieser ihn aus einem Fischernetz befreien wollte... der Schwan dies jedoch nicht erkannte und sich angegriffen fühlte. Ein Flügelschlag kann einem Menschen einen Arm brechen. Sein Schnabel wird in Gefahrensituationen zur gefährlichen Waffe. Wenn Schwäne untereinander streiten sollte man nicht dazwischen gehen, man hat eh keine Chance an der Situation was zu ändern. Im Zorn registriert der Schwan kaum was sonst noch um ihn herum geschieht.
Wird man von einem Schwan angegriffen hilft auch ein Elektroschocker nichts, da sein Federkleid den Strom isoliert und nicht weiterleitet. Am besten ruhig bleiben, ihm die flache Hand vors Gesicht halten ( wie das Stopp der Polizei, oder das Sitz-Zeichen für den Hund) und ruhig mit ihm reden. Zu 99% beruhigt sich das Tier relativ rasch wieder. Habe es selber mehrmals ausprobiert, funktioniert wirklich. Sei nicht ängstlich... denn eigentlich passiert nichts, Schwäne sind allgemein friedlich und wenn nicht... ist fast immer ein Fehlverhalten der Menschen schuld. ABER HABE RESPEKT vor ihm, der schwan merkt wenn Du Angst vor ihm hast und sieht dich dann eher als Bedrohung, auch wenn er in Gefahr ist und Du ihm vielleicht aus einer misslichen Lage helfen möchtest. Dieser Hinweis soll nur daran erinnern dass das richtige Verhalten dem Tier gegenüber äusserst wichtig ist. ACHTUNG: für den Schwan ist jeder Hund ein Feind... darum besser Distanz halten.
Wichtig: ...man sollte einen Schwan auch nicht 'verarschen' in dem man ihm vormacht was zum fressen geben zu wollen... und wenn er wirklich anmarschiert (was die meisten tun) bekommt er doch nichts. Schwäne sind sehr intelligent, sowas 'checkt' der sofort und kann hässig werden. Auch das habe ich schon beobachtet, wie Jugendliche einen Schwan damit neckten und der sich umgehend rächte.
Ursprüngliche Herkunft : Ist nicht genau definierbar, aber die Gegenden um das schwarze Meer, das Baltikum, Nordeuropa und der Norden Chinas können als die Gebiete ihrer Herkunft angesehen werden. Mancherorts wurden sie vor 100 Jahren durch Bejagung ausgerottet und später wieder angesiedelt. Echte Wildschwäne gibt es bloss noch in nordeuropäischen Ländern wie Dänemark, Schweden und an der deutschen Ostsee. Auch diese sind jedoch relativ zahm.
Verbreitungsgebiet : Heute findet man den Höckerschwan von den USA ... Michigan, NewYork... über Europa bis weit nach Asien.... auf allen Kontinenten... mit Ausnahme von Afrika und der Antarktis.
Lebensraum / Lebensweise : Der Höckerschwan lebt zumindest in Europa als Standvogel. Ein Höckerschwan-Paar beansprucht ein relativ grosses Revier für sich, welches auf einemFluss z.B. mehrere Km lang sein kann. Andere Wasservögel wie Enten usw. werden geduldet. In der Brutzeit jedoch nicht. Da werden alle schwimmenden Nachbarn in die Flucht geschlagen. In der Nähe vom Nest hat keiner was zu suchen. Überwinterungsgebiete vieler europäischer Schwäne sind die flachen Meeresbuchten der Ostsee. Zentralasiatische Höckerschwäne ziehen im Winter nach Süden und überwintern z.B. im Iran.
In der Schweiz wurden bereits um das Jahr 1690 Höckerschwäne angesiedelt. Der Bestand in der Schweiz ist seit Jahren stabil bei etwa 500 Brutpaaren. Wenn im Winter aus dem Norden Schwäne hierher zum überwintern kommen, so bevölkern gegen 4500-5000 Tiere die Schweiz. Hier lebende Höckerschwäne verlassen Ihren angestammten Platz nicht, da sie den ganzen Winter durch auf offenem Wasser leben können und auch Futter finden. Ebenso auch andere Mitteleuropäische Schwäne.
Ernährung / Fütterung : Sie ernähren sich zur Hauptsache von Grünpflanzen an Land, am Ufer und Wasserpflanzen die vom Grund der Gewässer herauf geholt werden, - durch gründeln kommt er mit seinem langen Hals bis in Tiefen von 100cm - Algen, Samen und Wurzeln, Kleinlebewesen wie Schnecken, Asseln, Muscheln etc. auch kleine Fische und Amphibien werden verspeist. - Frei im Wasser schwimmende Tiere können sie jedoch nicht erbeuten - Sie äsen oft und gern auch auf Wiesen und Felder ... d.h. sie fressen Gras wie die Kühe, natürlich längst nicht so viel, was aber trotzdem mancherorts zu Konflikten mit den Landwirten führt. Grosse Schäden in dem Ausmass wie oft behauptet wird richten sie keine an, und das was hinten raus kommt ist auch nicht mit der Kuchenlieferung einer Kuh zu vergleichen. Alle Entenvögel machen Dreck, frei lebende manchmal auch dort wo es den Menschen nicht passt.
Sie fressen auch gerne Hühnerfutter, Körner, Gerste, Hafer, Weizen usw. Sie lassen sich auch oft und gern von Passanten und Spaziergängern füttern, was für die Tiere oft zum Nachteil ist.
Schwäne in Parkanlagen, Zoo's etc. sollten NICHT gefüttert werden. Sie werden von Menschen betreut und erhalten das was sie benötigen. Auch in der freien Wildbahn ist das Füttern dieser Tiere ( Schwäne, Gänse, Enten etc.) mit Ausnahme vielleicht im Winter nicht ratsam. Viele Jungtiere gewöhnen sich schnell an die Fütterund durch Menschen und lernen so nie richtig, selber Nahrung zu suchen... und verenden manchmal aus diesem Grund. Auch durch falsches Futter und Überfütterung können die Tiere elend zu Grunde gehen. NIEMALS verschimmeltes Brot... oder Toastbrot ( ist Gift für die Vögel) und ähnliches an Entenvögel verfüttern. Dies führt zu Vergiftung und Tod. Ganz generell gilt : nicht füttern... höchstens im Winter ...aber auch nur bei Dauerfrost und starker Schneedecke, wenn die Tiere wirklich nirgendwo selber essbares finden können.
Verpaarung / Fortpflanzung : Schwäne sind Vorbilder für Menschen. Paare die sich einmal gefunden haben bleiben ein Leben lang zusammen. Im allgemeinen verlassen die in Mitteleuropa lebenden Tiere auch ihren Lebensraum und ihr Brutgebiet das ganze Leben lang nicht mehr. Die Paarung wird generell im Wasser vollzogen, wobei das Weibchen tief unter Wasser gedrückt wird. Habe ein einziges mal beobachtet dass es ein Schwan Männchen auch an Land versucht hat. Das war jedoch - wegen dem Gewicht der Tiere - ein so mühsames Unterfangen dass diese Variante Erfolglos abgebrochen wurde. Während der Brutzeit kann der Papa-Schwan recht aggressiv werden und verscheucht durch lautes fauchen alles was zu nahe kommt... auch die Menschen. Beide Eltern kümmern sich um die Aufzucht ihrer Kinder... und verteidigen diese im Ernstfall auch mit allen Kräften.
Balz / Brutzeit / Gelege / Aufzucht : Zur Balzzeit schwimmen die Schwanenpaare oft gemeinsam eng beieinander, liebkosen sich, schlingen die Hälse umeinander und zeigen schöne synchron Figuren und elegante Bewegungen die sie mit ihrem Hals vollführen. Brutzeit ist von März bis Juni, kann aber in manchen Gebieten auch schon früher vorkommen. Der Höckerschwan ist ein Bodenbrüter. Das Weibchen brütet seine 5-8 weissen Eier abwechselnd mit dem Männchen. Die meiste Zeit brütet jedoch das Weibchen, sie hat etwas mehr Geduld. Der Papa bewacht in dieser Zeit das Nest und seine Partnerin und verteidigt sie gegen Störefriede.... und passt auf mögliche Feinde auf. Die Brutdauer bewegt sich zwischen 35-40 Tagen. Sein Nest baut er als grossen Haufen aus Pflanzen und Zweigen - nahezu einer Burg gleich - an einer schwer zugänglichen Stelle, die oft nur vom Wasser aus erreichbar ist. Die Küken sind Nestflüchter, kaum aus dem Ei geschlüpft, schon sind sie selbständig... das heisst sie verlassen gleich nach dem schlüpfen ihr Nest und werden von den Eltern sofort ins Wasser geleitet, wo sie auch gleich lernern müssen, ihr Futter selber zu suchen. Allerdings hilft die Mutter ihren Kleinen und zeigt ihnen immer wieder wie das geht. Die intensive Betreuung der Eltern dauert etwa 4-5 Monate, dann sind die Küken flügge. Geschlechtsreif ist das Jungtier mit der ersten Mauser, wo es dann auch ein weisses Kleid und den orange farbenen Schnabel bekommt... und von den Eltern nur noch schwer zu unterscheiden ist. In Nordamerika, wo Höckerschwäne in grossen Kolonien zusammen brüten werden pro Paar eher weniger Junge geboren als anderswo... weil es öfter zu Revierkämpfen kommt und etliche Eier dabei zu Bruch gehen. Sie vermehren sich in den USA dennoch stark.
Population / Artenschutz / Gefährdung : Der Höckerschwan gehört heute glücklicherweise nicht mehr zu den gefährdeten Tierarten. Gemäss IUCN wird die Population weltweit auf etwas über 600'000 Tiere geschätzt. Das war jedoch nicht immer so. Noch vor 100 Jahren wurde er von den Menschen erbittert gejagt wegen seiner Federn, der Daunen und nicht zuletzt wegen seinem Fleisch.
Haltung und Zucht : Die Haltung in Zoo's und Parks sind soweit problemlos. Nachzuchten sind meist erfolgreich. Der Höckerschwan passt sich seiner jeweiligen Umgebung gut an und sorgt auch für Nachwuchs. Es kommt auch vor dass Schwäne im Zoo abhauen und dann wild leben. Doch auch das Gegenteil kann geschehen, dass sich Schwäne ein Gehege im Zoo als ihr neues Revier erwählen.
Besonderes : In Gefangenschaft kann er ( vorwiegend in Zoo's und Tierparks ) zum Menschen ein sehr inniges Verhältnis entwickeln. Die dabei entstehenden Liebkosungen der Schwäne zu Wärter und Tierpflegern können unter Umständen extrem heftig sein, so dass sich der Mensch vorsehen muss um nicht verletzt zu werden.
Anmerkungen : Schwäne sind ( wie viele andere Tiere auch ) sehr intelligente und gefühlvolle Tiere. Sie suchen oft die Nähe der Menschen.... möchten von denen jedoch generell in Ruhe lgeassen werden, vor allem in der Brutzeit. - Fühlt sich der Schwan bedrängt oder in Gefahr, könnte auch ein Mensch in Not geraten wenn man z.B. dem Nest zu nahe kommt. Die Schwäne sind sehr stark und können mit ihren Flügeln auch einem Menschen erhebliche Verletzungen zufügen.
Feinde & Gefahren : Feinde hat der Höckerschwan kaum... könnte man denken.
Da täuscht man sich, denn da sind einige die dem Schwan nicht immer gut gesinnt sind. So z.B. diverse Raubtiere wie Marder, Wiesel und Hermelin, ...die klauen die Eier... und dann der grosse Milan, (Rotmilan) ein in der Schweiz geschützter Raubvogel macht sich an die Küken ran und verspeist sie. - Dieses Problem besteht auch bei Schwänen die in - von Menschen betreuten - Anlagen leben. Dann gibt es noch Zweibeiner namens Mensch, die sich auch als Schwan-Feinde entpuppen. Sie zerstören mutwillig in voller Absicht die Eier und Gelege der Schwäne weil hierzulande einige Leute der Meinung sind es habe zuviel von diesen wunderschönen Tieren, was ganz sicher nicht zutrifft. Ein bis zwei Eier sollte man den Tieren lassen weil sie wie eben beschrieben - durch natürliche Umstände - einige ihrer Jungen sowiso verlieren.
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Höckerschwan Mama mit ihren drei Monate alten Kindern
Die Küken sind Ende März 2011 geschlüpft, die Bilder sind vom 23. Juni.
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Immutabilis / Unveränderliche (alt Polish Swan)
Höckerschwan mit GEN-Veränderung
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Wissenschaftlicher Name : Cygnus olor immutabilis Deutscher Name : Immutabilis Schwan |
Parallel zum uns bekannten "normal gefärbten" Höckerschwan leben in manchen Gegenden von Nordamerika und Mitteleuropa (Niederlande, Belgien, Deutschland, Schweiz, Österreich, Ungarn, Slowakei, Tschechien, Polen..in USA Maryland, Rhode Island auch sogenannte immutabilis-Schwäne... - (auch unveränderliche Schwäne.)
Der Unveränderliche Schwan ist ein Höckerschwan mit einer leicht genetischen Veränderung, (fehlendes Melanin) welche die Färbung der Tiere beeinflusst. Der Grund ist ein rezessives Allel im X-Chromosom.
Dadurch sind die Daunen- und das Jugendkleid dieser Schwäne hell und auch die Füße und Läufe sind nicht schwarz, ( wie beim normalen Höckerschwan ) sie bleiben immer fleischfarben.
In Ost- und Südeuropa - Schottland, England, Dänemark, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Ukraine, Japan, Frankreich und Italien -kommt diese Variante des Höckerschwans eher selten vor.
Hier auf dem Bild sehen wir beide Arten als Jungvögel (vergrössern Bild anklicken)
links der dunkle ist ein "normaler"...beim Tier rechts leicht zu erkennen dass der jetzt schon aussieht wie ausgewachsen. Helles Kleid und helle Füsse. Deshalb der Name 'Unveränderliche'.
Aus dem Jahre 1886 ist ein Bericht aus England bekannt in dem zum ersten mal über immutabilis-Tiere berichtet wird. Wahrscheinlich war das Allel früher sehr selten und Hauptsächlich auf Europa beschränkt. Die alte Handelsbezeichnung Polish-Swan, welche für diese Tiere früher verwendet wurde kommt offenbar von Tieren die zur damaligen Zeit in den Niederlanden gezüchtet und so bezeichnet wurden.
In den Niederlanden diente die jahrhundertelange Tradition der Schwanenhaltung vor allem dem Handel mit Ziervögeln.
Diese immutabilis-Erbanlage begünstigte den Handel, denn Unveränderliche konnten schon im ersten Lebensjahr verkauft werden, da sie sich ja nun nicht mehr in ihrem Aussehen veränderten und sich der Käufer sicher sein konnte dass er nicht ein Tier erwarb welches sich binnen weniger Monate optisch verändert.
Anderswo wie z.B. in England wurde der normale Phänotyp bevorzugt, dessen dunkles Jugendkleid den Konsumenten vor Verwechslungen mit dem angeblich minderwertigen Fleisch erwachsener Tiere bewahrte.
Noch immer ist unklar, welche Selektionsvorteile den Phänotypen außerhalb traditioneller Schwanenhaltungen zukommen. Verteilung und Häufigkeit der immutabilis-Erbanlage entsprechen nicht der einem ökogeographischen Gradienten folgenden Merkmalsprogression.
Die Anwesenheit der immutabilis-Erbanlage verweist offenbar auf genealogische Verbindungen zu den Niederlanden oder benachbarten Gebieten. Hinweise auf den Grad der Domestikation des Höckerschwans oder Gradmesser für den hegenden Einfluss des Menschen in Zusammenhang mit Industrialisierung bzw. Umweltbelastung können nicht in Zusammenhang gebracht werden. ( Anmerkung von Dr. E.S.Scherner )
Wissenschaftlicher Name : Cygnus cygnus (auch cygnus musicus)
Deutscher Name : Sing-Schwan
Grösse / Gewicht / Alter
Der Singschwan erreicht ein Gewicht von 8-12 Kg. und kann 150cm gross werden. Seine Flügelspannweite beträgt etwa 200 cm. Frei lebende Singschwäne werden im Schnitt 8 Jahre alt. In Gefangenschaft und Obhut von Menschen können sie aber auch wesentlich älter werden. Die Weibchen sind kleiner und leichter als die Männchen.
Stimme / Sprache / Sinne und Wesen
Seine Stimme ist geprägt durch einen stark melodischen Ruf, was ihm auch seinen Namen eingebracht hat. Der Singschwan bewegt sich an Land erstaunlich gut und ausserordentlich flexibel.
Ursprüngliche Herkunft : sind die Tundren Nordeuropas und Eurasiens, Island, Sakandinavien bis Sibirien.
Verbreitungsgebiet : Im Winter hält sich der Singschwan vorwiegend im Binnenland und an den Küstengebieten Mitteleuropas auf. Gegen Ende des Winters wandern die Vögel weiter in ihre Brutgebiete im Norden, nach Nordskandinavien, Island und Russland... oft bis weit nach Asien.
Lebensraum / Lebensweise : Auch der Singschwan bevorzugt flache Seen und Gewässer in der kargen Tundra, da er wie alle anderen Schwäne sein Futter durch Grundeln findet. Er bewohnt dort Flachwasser Seen und langsam fliessende Gewässer. Mit seinem langen Hals sucht er auf dem Wassergrund nach essbarem. Der Singschwan ist je nach Jahreszeit tag- und nachtaktiv. Ausserhalb der Brutzeit ist er recht gesellig und verträgt sich mit allen anderen schwimmenden Artgenossen in seiner Umgebung. Während der Brutzeit wird jedoch das ganze Revier erbittert verteidigt und alle Eindringlinge verscheucht... auch die Menschen... mit eingeschlossen manchmal auch die Tierpfleger im Zoo. Als gute und ausdauernde starke Flieger ziehen die frei lebenden Vögel im Oktober jeweils wieder nach Nordeuropa in ihr Winterquartier. Sie akzeptieren sowohl Süss- Salz- und Brackwasser. Der Singschwan meidet die Nähe zu menschlichen Siedlungen. In der Schweiz sind Singschwäne nur in kleiner Population vorhanden.
Ernährung / Fütterung : Wasserpflanzen, kleine Muscheln vom See- und Flussgrund, und an Land Gras und Wurzeln... sind seine Haupnahrung. Der Singschwan ist einiges besser zu Fuss unterwegs als der grosse Höckerschwan. Dadurch äst er auch gern und viel auf dem Ufer nahen Wiesen.
Verpaarung / Fortpflanzung : Auch der Singschwan ist seinem Partner ein Leben lang treu. Ein Paar bleibt zusammen bis eines der beiden stirbt. Die Brutbereitschaft ist nicht intensiv wie beim Höckerschwan. Balz und Kopulation wurden beim Singschwan verschiedentlich im Februar beobachtet... Ende März erfolgte dann der Nestbau.
Balz / Brutzeit / Gelege / Aufzucht : Die Brutzeit fällt in die Monate April / Mai. Da baut sich das Singschwan-Weibchen ( als Bodenbrüter ) im flachen Wasser oder in Ufernähe ein riesiges Nest aus Schilf, Gras und Pflanzen, das mit Daunen ausgepolstert wird. Das Männchen schleppt dabei allerlei brauchbares Nistmaterial herbei, welches dann von der Mama verbaut wird. Die Brutgebiete liegen meistens in der Sibirischen Taiga. Das Weibchen legt um Mitte Mai 4-max.9 Eier. Die sind meist gelblich-weiss. Gebrütet werden sie nur vom Weibchen während einer Zeit von 33-37 Tagen. Der Papa Schwan passt in dieser Zeit auf das Gelege auf und hält Wache. Während der Brutzeit wird das Nest erbittert gegen alle Eindringlinge verteidigt. Die Küken sind Nestflüchter und werden gleich nach dem schlüpfen von der Mutter ins Wasser geleitet. Sie erklettern auch nicht den Rücken der Mutter wie das beim Höckerschwan und beim Schwarzhalsschwan beobachtet werden kann. Die Eltern hudern ihre Jungen am Boden ( beschützen sie vor Nässe, Kälte, Hitze z.B. unter dem Bauchgefieder etc.) betreuen und füttern ihre Jungen jedoch noch eine ganze Zeit lang. Die Jungtiere sind nach ca. 70-75 Tagen flugfähig, bleibem jedoch noch den ganzen Winter über bei ihrer Familie.
Population / Artenschutz / Gefährdung : Der Singschwan steht auf der roten Liste gefährdeten Arten der IUCN 2007.
Haltung und Zucht : Der Singschwan ist in Gefangenschaft selten in Privatanlagen... jedoch in vielen Zoo's anzutreffen. Da besteht seine Nahrung aus gekochten Kartoffeln, Möhren, Schrot, Körner, Brot und täglich frisches Grün wie Gras, Salat etc. Im Sommer von der Frischwiese. In den letzten Jahren gelangen vielen Zoo's der Welt erfolgreiche Nachzuchten.
Besonderes :
Anmerkungen :
Feinde & Gefahren : sind grössere Raubvögel und andere Wildtiere wie z.B. Wiesel und Hermelin, die nicht nur die Eier, sondern auch Küken verspeisen.
Leider habe ich (noch) keine eigenen Fotos von Singschwänen weshalb ich mich zu des Lesers Information anderer Fotos bedienen muss. Herzlichen Dank an die Fotografen.
engl. auch Tundra Swan
| Wissenschaftlicher Name: | cygnus columbianus |
| Deutscher Name: | Pfeifschwan |
Anatomie und Optik : Sein Federkleid ist weiss, der Schnabel schwarz an dessen Basis ist links und rechts ein kleiner gelber Fleck vorhanden. Dadurch ist er optisch vom Zwergschwan (cygnus bewicki) zu unterscheiden, welcher etwa die selbe Grösse hat. Die Beine und Füsse des Pfeifschwans sind schwarz. Sein Körper ist nicht so langgestreckt wie beim Höckerschwan, eher enten oder gänseähnlich, jedoch mit verhältnismässig langem Hals. - Die Küken sind gräulich und ihre Füsse und Beinchen sind blass rosa farben. Ab 2 Jahren sind sie dann ihren Eltern zum verwechseln ähnlich.
Grösse / Gewicht / Alter : Er erreicht als erwachsener Vogel ein Gewicht von etwa 5-9,5 Kg - Männchen sind wie immer etwas grösser - und eine Länge von 120-160cm, durch den langen Hals ergibt sich dabei eine stattliche Länge. (gemessen wird vom Schwanz bis zum Kopf). Die Flügelspannweite liegt bei ca. 2- 2,2m. - Je nach Lebensbedingungen können sie über 15 Jahre alt werden.
Stimme / Sprache / Sinne u. Wesen : Er hat eine helle Stimme die echt als Gesang empfunden werden kann. Diesen Gesang vernimmt man vor allem dann wenn die Tiere in grossen Schwärmen beisammen sind. Das gegenseitige begrüssen, einander rufen um sich zu finden tönt dann laut und weithin hörbar durch die Natur.
Ursprüngliche Herkunft : Ist die Tundra von Alaska, Kanada und Nordamerika. Dort gibt es auch heute noch die grössten Vorkommen.
Verbreitungsgebiet : Im Sommer und zur Brutzeit sind sie ganz im hohen Norden im Winter (ab Sept./Okt.) ziehen sie an die Westküsten der USA und teilweise ins Landesinnere an flache Seen. Auch in Mexico und Utah sind sie dann zu finden. Die im Osten der USA und Kanada lebenden Populationen verbringen den Winter eher an den Ostküsten der USA, von Maryland bis hinunter in den Süden nach Florida.
Lebensraum / Lebensweise : Sein Lebensraum sind Feuchtgebiete - Flüsse, Seen, Brackwasser, Süsswassertümpel - in der arktischen Tundra. Sie sind gesellige Vögel und halten sich meist in grossen Familienverbänden in Küstenregionen auf.
Ernährung / Fütterung : Der Pfeifschwan ernährt sich zur Hauptsache von Wasserpflanzen wie Laichkräutern und Gräsern. Er verspeist jedoch auch Insekten wie z.B. Libellenlarven, Wasserkäfer und kleine Muscheln, die er beim gründeln auf dem Boden der Gewässer findet.
Verpaarung / Fortpflanzung : Hat der Pfeifschwan das Alter von 2-3 Jahren erreicht, suchen sie sich einen Partner/in. Haben sich zwei verliebte gefunden, so bleiben sie ein ganzes Leben lang zusammen.
Balz / Brutzeit / Gelege / Aufzucht : Ende Mai beginnt ihre Brutzeit. Auf einer kleinen Anhöhe wird aus Moos und Gras nahe am Wasser oder auf einer kleinen Insel ein Nest gebaut. Ihre Eier sind weiss. Das Weibchen legt dann zwischen 3-7 Eier und brütet diese auch selber aus, während dieser Zeit bewacht das Männchen das Nest und seine Partnerin und vertreibt jegliche Eindringlinge und Störenfriede. Die Küken sind Nestflüchter, werden also gleich nach dem schlüpfen von den Eltern zum Wasser geführt wo sie für ihr Leben allerlei zu lernen haben. Die Jungen sind nach ca. 10 Wochen flügge. Sie bleiben aber noch den ganzen Winter bei ihren Eltern bis diese wieder eine neue Brut einleiten.
Population / Artenschutz / Gefährdung :
Haltung und Zucht .
Besonderes :
Anmerkungen :
Feinde & Gefahren : Steinadler, Kojoten und Wölfe können ihnen schon mal gefährlich werden. Vor allem die Küken und Jungvögel fallen ihren Feinden leicht zum Opfer.
Bewickii Schwan / Bewick Swan
Wissenschaftlicher Name : Cygnus bewickii
Deutscher Name : Zwergschwan
Hinweis: manchmal wird er cygnus columbianus bewickii genannt und so fälschlicherweise dem Pfeifschwan zugeordnet.
Bild aus birds-online.de (mit bestem Dank)
Anatomie / Optik :
Alter / Grösse / Gewicht :
Stimme / Sprache / Sinne u. Wesen :
Ursprüngliche Herkunft :
Verbreitungsgebiet :
Lebensraum / Lebensweise :
Ernährung / Fütterung :
Verpaarung / Fortpflanzung :
Balz / Brutzeit / Gelege / Aufzucht :
Population / Artenschutz / Gefährdung :
Haltung und Zucht :
Besonderes :
Anmerkungen :
Feinde & Gefahren :
Bild © by oiseaux.net (mit bestem Dank)
Zwergschwan
sieht dem Singschwan ähnlich, ist jedoch wesentlich kleiner.
Herzlich willkommen auf Eddy's privater Webseite - www.occaphot.ch



