Ferdinand Hodler

Berühmter schweizer Kunstmaler

Ferdinand Hodler †   Kunstmaler

Ferdinand Hodler, Geb.1853 in Bern ist nicht nur einer der ganz grossen Schweizer Maler, sondern gehört auch zu den wenigen, die im Ausland bekannt sind. Die ersten rund fünfzig Jahre seines Lebens verbringt er in Armut. In einfachen Verhältnissen geboren, verliert er schon früh seine Eltern und Geschwister.

Die Kindheit Ferdinand Hodlers und seine Jugend waren durch Armut, Krankheit und Tod gezeichnet. Seine Mutter Margarete Hodler, geborene Neukomm, hatte fünf Kinder mit in die zweite Ehe gebracht. Der älteste war Ferdinand. Sein Vater Johannes Hodler, ein Schreiner, war an Schwindsucht gestorben. In zweiter Ehe war sie mit dem Dekorationsmaler Gottlieb Schüpbach verheiratet, der ebenfalls fünf Kinder mit in die Ehe brachte. Es wurden dann noch drei gemeinsame Kinder geboren, doch Gottlieb Schüpbach verfiel der Trunksucht. - Ferdinand übernahm die Werkstatt 1865, als er zwölf Jahre alt war, vom Stiefvater und ernährte die Familie zusammen mit seiner Mutter, die auf dem Felde arbeitete. Die Mutter brach 1867 auf einem Armenland der Allmend von Thun tot zusammen und wurde von Ferdinand und den Geschwistern, die noch lebten, auf einem Karren nach Hause geholt. Der Stiefvater verläßt die Familie. Der Schuster Neukomm, ein Bruder der Mutter, nimmt die Geschwister bei sich auf. Mit 18 Jahren geht Ferdinand nach Genf, malt Firmenschilder und lernt Französisch. In der Freizeit kopiert er Bilder im Musee Rath. 

Barthelemy Menn, der oft mit seinen Studenten dorthin kommt, wird auf Ferdinand Hodler aufmerksam. Er nimmt ihn in seine Malklasse auf und Ferdinand Hodler ist sein begabtester Schüler. Hodler wohnt zu dieser Zeit in Herzogenbuchsee, bei seiner Halbschwester Maria Elise, die mit einem Arzt verheiratet ist. Durch seine Malerei kann er sich eine Spanienreise und einen Aufenthalt in den Schweizer Bergen leisten.

1893 lernt er den Maler Cuno Amiet kennen, sie werden Freunde. 1881, mit 28 Jahren, mietet er sich ein Atelier, armselig und ohne Möbel, aber er hat sein erstes eigenes Atelier. Die Näherin Augustine Dupin steht ihm Modell und wird seine Geliebte. Sie heiraten nicht, obwohl 1887 der Sohn Hector geboren wird. 1889 heiratet er Bertha Stucki, die Ehe wird jedoch 1891 wieder geschieden und Ferdinand Hodler lebt wieder mit Augustine Dupin zusammen.
Während seines gesamten Schaffens wird Hodler, der schon als Kind seine Eltern verlor und 1879 noch als einziger von fünf Geschwistern am Leben ist, immer wieder auf das Motiv der sterbenden oder toten liegenden Figur zurückkommen. Am erschütterndsten ist wohl jene Reihe von Bildern aus den Jahren 1914-1915, in denen er das Leiden, den Tod und die einsetzende Zersetzung seiner Freundin Valentine Gode-Darel aufzeichnet. 1881 malt Hodler zusammen mit weiteren ehemaligen Schülern Menns in Genf an Castres', heute in Luzern fest installiertem Panoramabild, das den Übertritt der Bourbaki-Armee in die Schweiz im Winter 1871 schildert.

 


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